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  4. SAS Digital Identity & Trust: Governance & Interoperability SAS Digital Identity & Trust: Governance & Interoperability

SAS Digital Identity & Trust: Governance & Interoperability

Lernen Sie, wie digitale Identitäten, verifizierbare Nachweise und Vertrauensinfrastrukturen funktionieren und in der Praxis eingesetzt werden.

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Die Weiterbildung in der Übersicht

Digitale Identitäten und verifizierbare Nachweise entfalten ihren Nutzen nicht innerhalb einzelner Systeme oder Organisationen. Sie funktionieren dann, wenn unterschiedliche Akteure einander vertrauen können, Rollen und Verantwortlichkeiten geklärt sind und Nachweise über technische, organisatorische und rechtliche Grenzen hinweg nutzbar sind. Doch wie entsteht dieses Vertrauen konkret – und welche Risiken trägt eine Organisation, wenn es fehlt?

In diesem Modul berichten Vertreterinnen und Vertreter aus der Wirtschaft und der Verwaltung aus erster Hand: Sie zeigen anhand realer Beispiele – unter anderem von Swisscom, GLEIF und dem Bundesamt für Justiz –, wie Vertrauen im Alltag und im Geschäft entsteht, wo es brüchig wird und welche Kosten, Haftungs- und Betrugsrisiken entstehen, wenn Vertrauen nicht abgesichert ist

Darauf aufbauend wird erarbeitet, warum Vertrauen so wichtig und zugleich so verletzlich ist (Fälschbarkeit, Digital Product Passport, Blockchain) und warum Technologie allein nicht genügt, sondern Governance braucht. Die Teilnehmenden lernen Governance-Modelle wie GLEIF kennen, verstehen die regulatorischen Grundlagen (eIDAS, ZertES, eIDAS 2) und sehen an der Schweizer E-ID swiyu, wie all das in der Praxis zusammenspielt. Den Abschluss bilden Recht, Haftung und Verantwortung: Wer haftet wofür, wenn etwas schiefgeht?

Am Ende können die Teilnehmenden beurteilen, wie Vertrauen entsteht, welche Risiken ohne tragfähige Vertrauensinfrastruktur bestehen und wie Governance, Regulierung und Technologie zusammenwirken müssen, damit digitale Identitäts- und Vertrauensökosysteme funktionieren.

Mehr Informationen

Nach Abschluss des Moduls sind die Teilnehmenden in der Lage,

  • zu erklären, wie Vertrauen in digitalen Interaktionen entsteht und welche Risiken eine Organisation ohne verlässliche Vertrauensinfrastruktur trägt;
  • digitales Vertrauen als Geschäftsmodell und strategischen Faktor einzuordnen;
  • zu beurteilen, warum Vertrauen verletzlich ist (Fälschbarkeit, DPP, Blockchain) und warum Governance und Technologie zusammengehören;
  • Governance-Modelle digitaler Vertrauensinfrastrukturen – etwa GLEIF als globales Modell – zu analysieren und Rollen sowie Verantwortlichkeiten einzuordnen;
  • die regulatorischen Grundlagen eIDAS, ZertES und eIDAS 2 sowie die Schweizer E-ID swiyu in der Praxis zu verstehen
  • rechtliche Fragen zu Haftung, Compliance und Fraud in die Gestaltung digitaler Identitätslösungen einzubeziehen.

Lerneinheiten und Inhalte

Lerneinheit 1: Einführung – Vertrauen als Grundlage digitaler Interaktion
Warum ist Vertrauen die Grundlage jeder digitalen Interaktion? Anhand von Alltagsbeispielen zeigen Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft, wo Vertrauen entsteht, wo es fehlt und welche Rolle es für Wirtschaft und Gesellschaft spielt.

Lerneinheit 2: Digital Trust als Geschäftsmodell – die Anbieterperspektive
Digitales Vertrauen wird zum Geschäftsmodell. Am Beispiel der Swisscom Digital Trust Services wird gezeigt, wie Anbieter Vertrauen als Dienstleistung aufbauen, betreiben und monetarisieren – und welche strategische Bedeutung das hat.

Lerneinheit 3: Grundlagen des Vertrauens – Fälschbarkeit, Technologie und Governance
Warum ist Vertrauen so wichtig und zugleich so verletzlich? Anhand von Fälschbarkeit, Digital Product Passport (DPP) und Blockchain wird erarbeitet, warum technische Lösungen allein nicht genügen und warum Governance und Technologie zusammengehören – und welche Risiken entstehen, wenn Vertrauen nicht abgesichert ist.

Lerneinheit 4: Governance-Modelle digitaler Vertrauensinfrastrukturen
Wie werden digitale Vertrauensinfrastrukturen gesteuert? Am Beispiel von GLEIF als globalem Governance-Modell werden Verantwortlichkeiten, institutionelle Einbettung und Skalierung erklärt – als Referenz für den Aufbau vertrauenswürdiger Ökosysteme.

Lerneinheit 5: Regulatorische Grundlagen – eIDAS und ZertES
Welchen rechtlichen Rahmen geben eIDAS (EU) und ZertES (Schweiz) für elektronische Signaturen und Vertrauensdienste vor? Die Teilnehmenden erkennen, wie Recht und Governance das Signatur- und Vertrauensfundament bilden und wo die Unterschiede liegen.

Lerneinheit 6: eIDAS 2 und die europäische Wallet-Infrastruktur
Was verändern eIDAS 2 und die EUDI Wallet? Die Teilnehmenden lernen die neue europäische Wallet-Infrastruktur, ihre Rollen und Vertrauensmechanismen kennen und erkennen, wie sich Governance und Technologie in einem neuen Ökosystem begegnen.

Lerneinheit 7: Die Schweizer E-ID in der Praxis – swiyu
Wie wird die Schweizer E-ID swiyu konkret umgesetzt? Die Teilnehmenden sehen, wie die zuvor behandelten Governance- und Vertrauensthemen in der Praxis eingelöst werden und wie staatliche Infrastruktur, Wallet und Trust-Modell zusammenspielen.

Lerneinheit 8: Recht, Haftung und Verantwortung in Vertrauensinfrastrukturen
Wer haftet wofür, wenn etwas schiefgeht? Die Teilnehmenden lernen die rechtliche Dimension von Vertrauensinfrastrukturen kennen und verstehen, wie Recht, Compliance und Governance zusammenwirken, um Verantwortung und Risiken klar zuzuordnen.

Leistungsnachweis

Das Programm umfasst 3 ECTS und damit einen Gesamtarbeitsaufwand von rund 90 Stunden. Davon entfallen 18 Stunden auf Kontaktunterricht (Präsenz), die verbleibenden 72 Stunden auf Selbststudium und die Erarbeitung des Leistungsnachweises.
Zum Abschluss ist ein Leistungsnachweis zu erbringen – in Form einer Case Study mit Präsentation: Die Teilnehmenden wenden die Inhalte auf einen konkreten Fall an und präsentieren ihre Ergebnisse.

 

 

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Dozierende

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Facts

Start

4. Juni 2027

Ende

18. Juni 2027

Anmeldeschluss

1 Woche vor Programmstart

Dauer

4 Tage

Kosten

CHF 2'400.–

Einschreibegebühr und Unterlagen sind Inklusive. Vergünstigung: 10 Prozent Preisnachlass für Premium-Alumni-Mitglieder der Hochschule Luzern. Weiterbildungsgutscheine SVEB werden akzeptiert.

Leitung
  • Jan Carlos Janke
Leitung Extern

Dr. Roman Zoun, Swisscom (Schweiz) AG, fachliche Leitung

Info-Veranstaltungen
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  • Dienstag, 1. Dezember 2026, Online
  • Dienstag, 12. Januar 2027, Online
Art

SAS

ECTS

3

Unterrichtszeiten

Freitag, 04.06.2027: 09:05 - 16:45 Uhr
Freitag, 11.06.2027: 09:05 - 16:45 Uhr
Samstag, 12.06.2027: 09:05 - 16:45 Uhr
Freitag, 18.06.2027: 09:05 - 16:45 Uhr

Unterrichtssprache
  • Deutsch
Durchführungsort

Rotkreuz

Kontaktstunden

24 Lektionen

Zielgruppe

Das SAS richtet sich an Fach- und Führungspersonen, die digitale Identitäts-, Wallet- und Vertrauenslösungen strategisch, organisatorisch oder technisch mitgestalten. Besonders angesprochen sind Verantwortliche aus Digitalisierung und Innovation, IT- und Enterprise Architecture, Governance und Compliance, Datenschutz, Product Management sowie Projekt- und Programmleitung.
Das Angebot ist insbesondere für Teilnehmende aus Verwaltung und öffentlichem Sektor, Finanz- und Versicherungsbranche, Industrie, Mobilität, Gesundheit, Technologie und Beratung relevant.

Voraussetzungen

Ein Abschluss auf Tertiärstufe der formalen Bildung (ETH/Universität, Fachhochschule, Höhere Fachschule und andere) oder aus der Höheren Berufsbildung und mindestens zwei Jahre Berufserfahrung in einem relevanten Berufsfeld (nach Abschluss der Ausbildung). 

Personen ohne formalen Abschluss auf Tertiärstufe können in begründeten Ausnahmefällen über ein standardisiertes Zulassungsverfahren («sur dossier») aufgenommen werden. Voraussetzung dafür sind mehrjährige Berufserfahrung in einer anspruchsvollen, konzeptionellen Funktion sowie eine positive Beurteilung durch die Programmleitung. Eine Aufnahme kann mit Auflagen verbunden sein.

Sollten Sie bei der Einstufung Ihres Abschlusses unsicher sein, hilft Ihnen unser Weiterbildungs-ABC weiter.

Für eine Fachkurs-Teilnahme (ohne ECTS) gelten keine Aufnahmebedingungen.

Anbieter

Informatik
Weiterbildung

Methodik

Das Modul kombiniert fachliche Inputs mit Praxisbeispielen und Diskussionen. Im Zentrum stehen Referierende aus Wirtschaft und Verwaltung, die aus erster Hand berichten, wie Vertrauen in ihren Organisationen entsteht, wo Risiken liegen und wie Governance, Regulierung und Technologie zusammenwirken. Internationale Beispiele und Schweizer Entwicklungen wie swiyu werden auf den Kontext der Teilnehmenden übertragen.

Bemerkungen
Neuregelung Steuerabzug Weiterbildungskosten ab 2016

Diese Weiterbildung kann auch als Fachkurs absolviert werden. In diesem Fall ist kein Leistungsnachweis notwendig und es werden keine ECTS erworben.

Dieses Programm ist Teil folgender Weiterbildungen

  • CAS Digital Identity & Trust

Jan Carlos Janke

Co-Programmleitung

+41 41 349 31 22

E-Mail anzeigen

Dr. Roman Zaun

Fachliche Co-Programmleitung

Swisscom (Schweiz) AG

Simone Brun

Programmorganisation

+41 41 757 68 63

E-Mail anzeigen

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Infoveranstaltungen

  • Dienstag, 1. Dezember 2026, Online
  • Dienstag, 12. Januar 2027, Online

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  • CAS Digital Business Innovation
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