Worum geht`s?
In der interventionellen Radiologie werden meist metallische oder polymerbasierte Implantate eingesetzt, um Blutgefässe gezielt zu verschliessen (z. B. bei Blutungen, Aneurysmen oder Tumorembolisationen). Diese Materialien sind mechanisch stabil, jedoch biologisch inert und verbleiben dauerhaft im Körper.
Im Rahmen eines übergeordneten Forschungsprojekts wird ein neuartiger eembolischer Gefässverschluss auf Basis natürlicher Strukturproteine entwickelt. Ziel ist ein biointegratives, selbstexpandierendes Biomaterial, das nach katheterbasierter Implantation Blutgefässe zuverlässig verschliessen kann.
Dieses Masterprojekt untersucht erste Materialkonzepte und führt zum Nachweis der technischen Machbarkeit für ein proteinbasiertes Embolisationssystem.
Projektziel:
Ziel der Arbeit ist der experimentelle technische Machbarkeitsnachweis eines selbstexpandierenden Embolization Plugs auf Proteinbasis.
Proteinbasierte Materialien können gegenüber konventionellen Implantaten Vorteile bieten, wie die Förderung der Blutgerinnung, hohe Flüssigkeitsaufnahme, Quellung sowie gute Biokompatibilität und biologische Abbaubarkeit.
Im Projekt werden erste Materialprototypen entwickelt und hinsichtlich ihrer grundlegenden Funktion für den Gefässverschluss untersucht.
In dieser Arbeit:
- Kombination aus Literaturanalyse, Materialentwicklung und Laborarbeit
- Entwicklung von Konzepten für ein proteinbasiertes Biomaterial für den Gefässverschluss
- Herstellung und Charakterisierung poröser Biomaterialstrukturen (z. B. lyophilisierte Proteinmatrizen)
- Untersuchung von Quellung, mechanischer Stabilität und Verhalten im hydratisierten Zustand
- Einblick in die frühe Entwicklung minimalinvasiver Medizinprodukte
Mögliche Master-Profile: