Über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahren wurden im Rahmen eines Renaturierungsprojekts des Kantons Aargau neue Laichgebiete für bedrohte Amphibienarten geschaffen. Diese langfristigen Daten aus der Region Reusstal zeigen, dass menschliche Eingriffe nicht nur zerstörerisch wirken, sondern gezielt eingesetzt auch zur Erholung und Stärkung sensibler Ökosysteme beitragen können. Gerade vor dem Hintergrund des fortschreitenden Biodiversitätsverlusts ist es relevant, solche positiven Entwicklungen sichtbar zu machen und deren Wirkung über längere Zeiträume nachvollziehbar darzustellen.
In enger Zusammenarbeit mit Forschenden des Swiss Federal Institute of Aquatic Science and Technology EAWAG des ETH-Bereichs, die die Datenerarbeitung des Renaturierungsprojekts betreuten, entwickelten Jill Kaser und Danielle Urech eine interaktive Dateninstallation. Die zeitbasierte Visualisierung zeigt in Form einer begehbaren Bodenprojektion die positiven Auswirkungen der über die Jahre angelegten Teiche und Tümpel auf bedrohte Amphibienarten. Eine an der Decke montierte Kamera nimmt die Gehbewegungen der Besucher:innen auf. Werden die Laichgebiete überschritten, werden die bedrohten Arten wie der Laubfrosch und der Kammolch in ihrer exakten Anzahl pro Jahr sichtbar. Durch das direkte Erkunden der Laichgebiete lassen sich räumliche und zeitliche Muster entdecken und die positiven Effekte gezielter Renaturierung unmittelbar nachvollziehen.
Das Projekt ist Gewinner des Silver Awards des Swiss Viz Award 2026 (Kategorie: Studierende).