Digitale Souveränität wird häufig abstrakt diskutiert – etwa mit Blick auf Daten, Plattformabhängigkeiten, KI-Infrastrukturen oder staatliche digitale Dienste. In dieser Ausgabe von «Community im Gespräch» steht die Frage im Zentrum, wie digitale Identitäten, digitale Nachweise und vertrauenswürdige Infrastrukturen konkret dazu beitragen können, digitale Souveränität praktisch umzusetzen.
Ausgangspunkt sind aktuelle Entwicklungen rund um E-ID, swiyu, digitale Nachweise und neue Trust-Ökosysteme in der Schweiz. Dabei geht es nicht primär um Technologie, sondern um die strategische Frage, wie vertrauenswürdige digitale Infrastrukturen neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Bildung, Verwaltung und Individuen ermöglichen können.
Im Gespräch werden unterschiedliche Perspektiven zusammengeführt: die Rolle von DIDAS bei Adoption, Governance und Ökosystementwicklung, die Sicht der Privatwirtschaft auf Vendor-Lock-in, Plattformabhängigkeiten und rechtskonforme digitale Prozesse sowie die HSLU-/Education-Perspektive auf den notwendigen Kompetenzaufbau im Bereich Digital Trust & Identity.
Ziel der Veranstaltung ist es, digitale Identitäten als Enabler digitaler Souveränität verständlich einzuordnen und gemeinsam mit der Community zu diskutieren, welche konkreten Anwendungsfelder, Rollen und nächsten Schritte sich für Wirtschaft, Bildung, Public Services und DIDAS ergeben.
Referenten
Daniel Säuberli, DIDAS
Daniel Säuberli bringt die Perspektive von DIDAS und der Schweizer Trust-Ökosysteme ein. Im Fokus stehen digitale Souveränität, Governance, digitale Nachweise und die Frage, wie vertrauenswürdige Infrastrukturen in der Schweiz gemeinschaftlich aufgebaut und genutzt werden können.
Vasily Suvorov, DIDAS / Privatwirtschaftsperspektive
Vasily Suvorov bringt die Perspektive der Privatwirtschaft ein. Er beleuchtet, weshalb digitale Souveränität für Unternehmen zunehmend relevant wird – insbesondere mit Blick auf Vendor-Lock-in, Plattformabhängigkeiten, KI, Automatisierung und rechtskonforme digitale Prozesse.
Jan Carlos Janke, Hochschule Luzern – Informatik
Jan Carlos Janke bringt die HSLU- und Education-Perspektive ein. Als Programmleiter des CAS Digital Identity & Trust beschäftigt er sich mit der Frage, welche Kompetenzen Fach- und Führungspersonen künftig benötigen, um digitale Identitäten, digitale Nachweise und Trust-Infrastrukturen sinnvoll einzusetzen.
Programm
17:30 Uhr
Begrüssung durch Prof. Ursula Sury, Vizedirektorin und Leiterin Weiterbildung, Hochschule Luzern – Informatik
17:35 Uhr
Einordnung des Themas: Digitale Souveränität durch digitale Identitäten ermöglichen
17:40 Uhr
Impuls 1: Daniel Säuberli – Digitale Souveränität, E-ID, swiyu, Trust-Ökosysteme und mögliche Umsetzungsräume
17:50 Uhr
Impuls 2: Vasily Suvorov – Perspektive Wirtschaft: digitale Identitäten als Enabler für Prozesse, Märkte und digitale Unabhängigkeit
18:00 Uhr
Impuls 3: Jan Carlos Janke – HSLU-/Education-Perspektive: Kompetenzaufbau im Bereich Digital Trust & Identity und CAS Digital Identity & Trust
18:05 Uhr
Fragen, Diskussion und Austausch mit allen Teilnehmenden
18:25 Uhr
Abschlussworte durch Prof. Ursula Sury
Hinweis
Die Veranstaltung wird per Zoom durchgeführt. Der Link zum virtuellen Raum wird nach der Anmeldung via E-Mail versandt. Die Veranstaltung wird aufgenommen und auf unserer Webseite zur Verfügung gestellt. Die Präsentation erhalten die Teilnehmenden im Nachgang zusammen mit dem Link zur Aufnahme.