Im Rahmen der Ada Lovelace Lecture Series spricht Dr. Richard Stallman über digitale Selbstbestimmung, Software-Ethik und die gesellschaftlichen Auswirkungen digitaler Systeme. Im Zentrum stehen Fragen zu Freiheit, Abhängigkeit und Verantwortung in einer zunehmend digitalisierten Welt. Stallman beleuchtet Bedrohungen für die Freiheit in der digitalen Gesellschaft – darunter unfreie Software, Überwachung, Zensur und proprietäre Webdienste – und zeigt auf, weshalb freie Software eine zentrale Rolle für digitale Autonomie spielt. Die Teilnahme am Event ist kostenlos.
Programm (17:00–19:00 Uhr)
- Begrüssung und Einführung – Hochschule Luzern
- Impulsvortrag – Richard Stallman
- Moderierte Diskussion und Q&A
- Networking
Dr. Richard Stallman rief 1983 die Freie-Software-Bewegung ins Leben und startete 1984 das GNU-Projekt mit dem Ziel, ein vollständig freies Betriebssystem zu entwickeln. Das daraus hervorgegangene GNU-System bildet zusammen mit dem Linux-Kernel die Grundlage des heute weit verbreiteten GNU/Linux-Betriebssystems. Stallman prägte zudem das Konzept des «Copyleft» und entwickelte die GNU General Public License (GPL), eine der einflussreichsten Softwarelizenzen weltweit. Für sein langjähriges Engagement für digitale Freiheit und Nutzerrechte wurde er international vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem ACM Grace Hopper Award, dem Pioneer Award der Electronic Frontier Foundation sowie mehreren Ehrendoktorwürden; zudem wurde er in die Internet Hall of Fame aufgenommen.
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