Im interdisziplinären Verbund arbeiten ETH, Empa, HSLU, BFH, OST und über 40 Industriepartner an zehn Teilprojekten. Diese sind entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Bauwesen angeordnet – von der Gewinnung und Aufbereitung der Rohstoffe über Verarbeitung und Nutzung bis hin zu Entsorgung und Recycling. Im Zentrum stehen die Wiederverwendung von Holz, die Entwicklung industrieller Lehmbaustoffe sowie innovative Hybridbauweisen, die die Stärken beider Materialien – etwa Tragfähigkeit, thermische Masse und gutes Raumklima – kombinieren.
Das Institut für Bauingenieurwesen (IBI) an der HSLU setzt ihre Prioritäten im Lehmbau und strebt an, sich zum Kompetenzzentrum für Lehmbauweisen und erdbasierte Baustoffe zu entwickeln. In den relevanten Teilprojekten werden diese Materialien systematisch untersucht und weiterentwickelt – mit dem Ziel, relevante Materialkennwerte zu charakterisieren, konstruktive und konzeptionelle Grundlagen zu erarbeiten sowie neue Bemessungs- und Nachweisverfahren zu entwickeln. Das IBI unterstützt auch gerne in Form von Dienstleistungsprojekten dabei, Lehmmischungen und Lehmbaustoffe zu prüfen oder zu monitoren. An Pilotprojekte wie dem Pavillon Manal, der auf dem HSLU-Campus in Horw steht, wurden wertvolle Erfahrungen gesammelt. Solche Projekte demonstrieren das Potenzial von erdbasierten Baustoffen und zeigen wie ressourcenschonende Tragwerke in der Praxis aussehen können – und machen den Weg frei für klimaneutrales Bauen im grossen Massstab.