Biography
Lea Schmidt forscht in der Forschungsgruppe Produkt & Textil der HSLU an der Schnittstelle von Design, Nachhaltigkeit und Technologie, mit Fokus auf Werkstoffkreisläufe, Materialkomplexität und das Designprinzip Monomaterial. Im Masterstudiengang Design unterrichtet sie Prototyping und verantwortet ein Fokusmodul zu Materialzirkularität aus gestalterischer Perspektive.
Nach dem Diplom in Visueller Kommunikation an der Hochschule der Künste Bern war sie sechs Jahre Partnerin eines Büros für visuelle Gestaltung und leitete anschliessend einen gestalterischen Vorkurs. Berufsbegleitend absolvierte sie den Master in Design an der Zürcher Hochschule der Künste; ihre Masterarbeit «Les Horribles Cernettes» wurde mit einer Anerkennung beim Wilhelm Braun-Feldweg-Förderpreis für designkritische Texte und dem Förderpreis der Zürcher Hochschule der Künste ausgezeichnet.
Als Creative Director in einem Unternehmen für Physical Brand Experience entwickelte sie Kundenprojekte an den Schnittstellen von Design, Material und Produktionstechnologie. Ein privatwirtschaftlich finanziertes Forschungsprojekt zu Druck- und Veredelungsverfahren führte sie 2014 in die angewandte Forschung; 2019 wechselte sie zur Forschungsgruppe Produkt & Textil der HSLU. In der Forschungsgruppe leitet sie Innosuisse-Projekte; ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt in der Einwerbung von Fördermitteln und der Entwicklung von Projektanträgen mit Industrie- und Forschungspartnern. Als Gastforscherin am Empa-Labor «Cellulose & Wood Materials» in Dübendorf erhielt sie Einblick in die materialwissenschaftliche Forschung.
Ihre Dissertation zu Materialkomplexität und dem Designprinzip Monomaterial im Werkstoffkreislauf entstand in Kooperation zwischen der Professur für Technisches Design der Fakultät Maschinenwesen der Technischen Universität Dresden (Prof. Dr. Jens Krzywinski) und der HSLU (Prof. Dr. Andrea Weber-Hansen). Die Verteidigung fand im November 2025 in Dresden statt, die Publikation erscheint voraussichtlich Anfang 2027.