Das Competence Center Unternehmensentwicklung, Führung und Personal der Hochschule Luzern – Wirtschaft hat mit dem Business Transformation Survey 2.0 untersucht, wie Schweizer Unternehmen Business Transformationen heute angehen, welche Faktoren mit erfolgreicher Umsetzung zusammenhängen und welche neuen Anforderungen sich insbesondere durch Generative KI ergeben. Die aktuelle Erhebung knüpft an die Studie aus dem Jahr 2022 an und erweitert diese um ein Zusatzmodul zu Generativer KI sowie eine funktionale Vertiefung zu Generativer KI im Einkauf.
Im Rahmen der Erhebung zwischen Oktober 2025 und März 2026 gingen über 500 Antworten ein; nach Bereinigung und Qualitätssicherung bilden 397 verwertbare Fälle die Basis der Auswertung. Davon waren 218 Personen an einer laufenden Business Transformation beteiligt oder erlebten eine solche direkt mit. Für die Zusatzanalysen zu Generativer KI konnten 178 vollständige Antworten ausgewertet werden.
Die Studie zeigt: Business Transformation wird in Schweizer Unternehmen als hoch relevant eingeschätzt, die operative Umsetzung bleibt jedoch häufig dahinter zurück. Erfolgreiche Unternehmen unterscheiden sich dabei weniger durch ein höheres Problembewusstsein als vielmehr durch ihre Fähigkeit, Veränderungen in klare Prioritäten, wirksame Prozesse und messbare Resultate zu übersetzen.
Besonders wichtig sind:
- eine Kultur, die Lernen und Anpassung zulässt,
- früher Einbezug betroffener Mitarbeitender,
- klare gemeinsame Orientierung,
- systematischer Austausch von Wissen
- sichtbare und orientierungsgebende Führung,
- regelmässige Messung, sowie
- offene Kommunikation über Fortschritt.
Ein zentrales neues Ergebnis betrifft die Generative KI: Sie ist in vielen Unternehmen bereits sichtbar im Arbeitsalltag angekommen. Gleichzeitig bleibt die eigentliche organisationale Reife oft hinter der Nutzung zurück. Die grössten Engpässe liegen weniger im ersten Ausprobieren als bei Ressourcen, Führung, Befähigung, Prototyping, Skalierung und Prozessintegration. Die zusätzliche Vertiefung zu Generativer KI im Einkauf bestätigt dieses Muster. Gerade im Einkauf zeigt sich exemplarisch, wie strategische Relevanz, organisatorische Voraussetzungen und operative Umsetzung zusammenhängen. Der Bereich eignet sich damit besonders gut als Lernfeld für andere Funktionen.
Zur weiteren Kurzinfo lesen Sie die Medienmitteilung.
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