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  5. Externes Fachseminar 2026 – Barcelona als Lernort für Gebäudetechnik
5. Oktober 2026

Externes Fachseminar 2026 – Barcelona als Lernort für Gebäudetechnik

Eine Studienwoche selbständig organisieren, finanzieren und durchführen – und dabei fachliche Exkursionen mit kulturellen und sozialen Erlebnissen verbinden. Genau darum geht es beim Externen Fachseminar EFS der Gebäudetechnik. 2026 führte die Reise nach Barcelona.

Bevor es losgehen konnte, wartete ein umfangreiches Projekt auf die Studierenden. Ihre erste Aufgabe: eine europäische Destination bestimmen, dort fünf spannende Fachexkursionen sowie fünf soziale beziehungsweise kulturelle Programmpunkte ausfindig machen und daraus eine abwechslungsreiche Studienwoche gestalten.

Dazu gehören nicht nur Firmenbesuche und Aktivitäten, sondern auch die Organisation von Reise und Unterkunft, die Koordination mit lokalen Partnern und nicht zuletzt die Finanzierung. Diese wurde breit abgestützt – durch Sponsoring, eigene Anlässe und Events sowie über das Netzwerk rund um die eigenständig aufgebaute Plattform www.TechLuzernConnect.ch.

Nach mehreren Vorschlägen und einem gemeinsamen demokratischen Auswahlprozess stand die Destination fest.

Gemeinsam unterwegs nach Barcelona

Schon die Anreise war Teil des Erlebnisses. Fliegen ist kein Thema. Die Klasse machte sich deshalb im komfortablen Twiliner Bus über Nacht auf den Weg nach Spanien. Die Reise bot einen besonderen Auftakt: am Sonntagabend einsteigen, die Nacht unterwegs verbringen und am Montagmorgen gemeinsam Barcelona erreichen.

Reisegruppe mit Gepäck vor einem Reisebus mit der Aufschrift „Travel asleep across Europe“.

Nach der Ankunft stand zunächst die Stadt selbst im Mittelpunkt. Ein gemeinsamer Brunch, eine Bootstour entlang der Küste und ein Rundgang durch die Altstadt ermöglichten erste Eindrücke von Barcelona. Gleichzeitig bot der Tag viel Raum für Gespräche und gemeinsames Erleben – ein wichtiger Bestandteil des EFS, bei dem neben dem Fachlichen auch der Zusammenhalt innerhalb der Klasse eine zentrale Rolle spielt.

Sanitärtechnik und aussergewöhnliche Architektur

Der Dienstagmorgen führte zu Roca Sanitario. Beim international tätigen Hersteller von Sanitärprodukten erhielten die Studierenden Einblick in aktuelle Entwicklungen rund um Wasserverbrauch, Hygiene, Komfort und Design. 

Gruppe bei einer Führung durch eine moderne Ausstellung zu Sanitärtechnik und Toiletten.

Gerade für angehende Gebäudetechnik-Fachleute wurde dabei sichtbar, wie stark die Wahl von Sanitärapparaten den Ressourcenverbrauch eines Gebäudes beeinflussen kann und wie technische Anforderungen mit Gestaltung und Nutzerkomfort zusammenspielen.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit Vertretern der im Heiz- und Kühlbereich tätigen Firma Xtegrasol wechselte am Nachmittag die Perspektive. Mit dem Walden 7 stand eines der ungewöhnlichsten Wohngebäude der Region auf dem Programm.

Die von Ricardo Bofill entworfene Anlage mit ihren Innenhöfen, Brücken, Treppen und komplexen Erschliessungswegen zeigte eindrücklich, wie Architektur, Konstruktion und Nutzung ineinandergreifen. Gleichzeitig wurde deutlich, wie stark Materialwahl und langfristiger Unterhalt die Qualität eines Gebäudes prägen.

Besuchergruppe bei einer Führung durch ein Gebäude mit markanter Architektur und gefliesten Innenräumen.

Lüftungstechnik aus nächster Nähe

Am Mittwoch ging es nach Ripoll zu Soler & Palau. Der Besuch bot einen direkten Einblick in die Produktion von Ventilatoren, Motoren und Lüftungskomponenten.

Besonders eindrücklich waren die grossen Produktionsanlagen sowie die firmeneigenen Prüfstände. Im Labor werden unter anderem Luftleistung, Geräuschentwicklung und Vibrationen untersucht. In einem schallgedämmten Prüfraum konnten die Studierenden nachvollziehen, welcher Entwicklungs- und Messaufwand hinter modernen Lüftungssystemen steckt.

Gruppe in Warnwesten bei der Besichtigung technischer Bauteile und Maschinen.

Damit wurden Inhalte aus dem Studium unmittelbar greifbar: nicht als theoretisches Schema, sondern als reale Bauteile, Produktionsprozesse und Messverfahren.

Zurück in Barcelona wechselte der Fokus von Technik zu Kultur. Ein Rundgang durch die Altstadt und der Besuch des Picasso Museums eröffneten eine andere Perspektive auf die Stadt und boten neue Gesprächsthemen ausserhalb des Studienalltags.

Besucher betrachtet gerahmte Porträts in einer Kunstausstellung.

Für eine kleine Fangruppe hielt der Mittwochabend noch einen besonderen Programmpunkt bereit: den Besuch eines Champions-League-Spiels des FC Barcelona. Trotz Starkregen und einer bis zuletzt spannenden Ticketsituation erreichten die Studenten das Stadion rechtzeitig. Die besondere Atmosphäre und das gemeinsame Fussballerlebnis machten diesen Abend zu einem ausserordentlichen Höhepunkt der Woche.

Wasserversorgung zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Ein weiterer fachlicher Schwerpunkt folgte am Donnerstag im Museu de les Aigües.

Das Museum befindet sich in einer mehr als 100 Jahre alten Wasserpumpstation, die bis heute Teil der Wasserversorgung Barcelonas und seiner Metropolregion ist. Historische Dampfmaschinen stehen dort unmittelbar neben moderner Pumpentechnik.

Historische Industrieanlage mit großen Schwungrädern und Maschinen in einer weitläufigen Ausstellungshalle.

Für die Studierenden waren insbesondere die Themen Förderung, Rohrleitungen, Energiebedarf und Versorgungssicherheit interessant. Gleichzeitig zeigte der Besuch, welche Bedeutung ein effizienter und nachhaltiger Umgang mit Wasser für eine Grossstadt besitzt.

Am Nachmittag rückte mit der Sagrada Família eines der bekanntesten Bauwerke Barcelonas in den Mittelpunkt.

Neben der besonderen Raumwirkung und dem farbigen Tageslicht faszinierte insbesondere Gaudís Fadenmodell. Mithilfe aufgehängter und belasteter Schnüre untersuchte er Tragstrukturen und leitete daraus geeignete Formen für seine Konstruktionen ab. Das Modell zeigt bis heute eindrücklich, wie komplexe statische Zusammenhänge mit vergleichsweise einfachen Mitteln sichtbar gemacht werden können.

Beim gemeinsamen Nachtessen, unterstützt durch RMB, liess die Klasse den intensiven Tag ausklingen.

Barcelona jenseits der Technik

Am Freitag, 11. September, rückten nochmals die kulturellen und gesellschaftlichen Seiten Barcelonas in den Vordergrund. Da an diesem Tag die «Diada Nacional de Catalunya», der katalanische Nationalfeiertag, gefeiert wird, war es besonders anspruchsvoll, geeignete Besichtigungen und Programmpunkte zu organisieren.

Nach der zum EFS gehörenden Modulabschlussprüfung führte das Programm ins Aquarium Barcelona. Dort konnten die Studierenden die Tierwelt des Mittelmeers und weitere Meereswelten entdecken.

Anschliessend ging es weiter ins Museum des FC Barcelona. Neben der Geschichte des Clubs und seinen zahlreichen Trophäen wurde dort auch sichtbar, welche kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung der Verein für Barcelona besitzt.

Reisegruppe bei einem gemeinsamen Stadtausflug vor einem Gebäude mit großer gelber Beschriftung.

Damit bot auch der letzte Tag nochmals Gelegenheit, die Stadt von einer anderen Seite kennenzulernen und die vielfältigen Eindrücke der Woche abzurunden.

Mehr als eine Studienreise

Das EFS 2026 zeigte, wie vielfältig Gebäudetechnik ausserhalb des Hörsaals erlebt werden kann: in der Entwicklung von Sanitärprodukten, in einer Ventilatorenproduktion, in der Wasserversorgung einer Millionenregion oder in einem architektonisch aussergewöhnlichen Bauwerk.

Mindestens genauso wichtig waren jedoch die Erfahrungen ausserhalb des fachlichen Programms. Gemeinsam reisen, organisieren, Lösungen finden, Verantwortung übernehmen und Neues entdecken – all das gehört ebenso zum EFS wie die technischen Exkursionen.

So wurde Barcelona für eine Woche nicht nur zum Reiseziel, sondern zum erweiterten Lernort.

Große Gruppe in einheitlichen T-Shirts bei einem gemeinsamen Aufenthalt in einer schmalen Altstadtgasse.

Danke an das Organisationskomitee

Ein grosses Dankeschön geht an das Organisationskomitee, das mit viel Engagement, Flexibilität und Tatkraft wesentlich zum Gelingen des EFS 2026 beigetragen hat.

Unterstützt wurde das studentische OK von den Coaches Frank Gubser und Gianrico Settembrini, die damit ebenfalls Teil der Organisation waren.

Ein Wunsch aus dem Coaching-Team war bei der Wahl der Destination schnell formuliert: Für einmal dürfte es gerne etwas wärmer sein. Barcelona erfüllte diesen Wunsch – auch wenn damals niemand ahnen konnte, dass ausgerechnet in dieser Septemberwoche auch in weiten Teilen Europas nochmals sommerliche Temperaturen herrschen würden.

Danke an unsere Partner und Unterstützer

Eine Studienwoche dieser Art wäre ohne externe Unterstützung nur schwer realisierbar. Deshalb gilt ein besonderer Dank allen Unternehmen und Partnern, welche die Studierenden finanziell unterstützt und damit die Durchführung des EFS 2026 mit ermöglicht haben.

 
Sponsoren Externes Fachseminar 2026

Impressionen

Reisegruppe bedient sich an einem reichhaltigen Buffet mit verschiedenen Speisen in Barcelona.
Besucher in einer interaktiven, farbig beleuchteten Ausstellung mit Fußball-Exponaten.
Blick auf die markante, farbig beleuchtete Deckenkonstruktion der Sagrada Família in Barcelona.
Besuchergruppe bei einer Führung im Innenraum der Sagrada Família in Barcelona.
Sagrada Família in Barcelona mit Besuchergruppen auf dem Vorplatz.
Historische Industrieanlage mit großem Kessel und technischen Maschinen in einer Ausstellungshalle.
Drei Besucher posieren vor einem Spiegel in einem prunkvoll ausgestatteten historischen Innenraum.
Zwei Besucher stehen neben einem farbenfrohen Gemälde eines Mädchens in einer Kunstausstellung.
Besuchergruppe in einem großen schallgedämmten Raum mit technischer Messanlage.
Zwei Teilnehmer auf einer beleuchteten Padel-Anlage nach dem gemeinsamen Sport.
Blick von oben in den geometrisch gestalteten Innenhof eines mehrstöckigen Gebäudes.
Markantes rotes Gebäude mit zylindrischen Balkonen und hohen, schmalen Gebäudeteilen.
Besucherin testet eine moderne Dusche in einer Ausstellung für Sanitärtechnik.
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Kategorie: News
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Themen: Architektur, Gebäude und Bau

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