Das Spiel setzt in jedem Alter kreative Potenziale frei und stärkt soziale Verbindungen – gerade dort, wo Menschen einander erst kennenlernen und gemeinsame Regeln noch entstehen: in einem Lager, in dem eine Woche lang alle miteinander auskommen müssen, ebenso wie in einer Gruppe, die zusammen auf ein Ziel hinarbeitet. In diesem Kurs verstehen wir das Spiel nicht nur als gemeinsamen Zeitvertreib, sondern als Ausdruck der Gruppe – als künstlerische Praxis, in der sich Bewegung, Klang, Theater und Gestaltung miteinander verbinden.
Wir spielen, und wir schauen dabei genau hin: Welche Art von Spiel bewirkt was in einer Gruppe? Aus diesen Beobachtungen entwickeln die Teilnehmenden eigene Spielideen, die zu ihrer Gruppe, ihrem Kontext und ihrem Anliegen passen. Der Fokus liegt dabei auf partizipativen und inklusiven Zugängen: Mitspielende spielen nicht nur mit, sondern übernehmen auch selbst die Leitung. So erleben sie sich als Teil der Gruppe, als Mitgestaltende des gemeinsamen Ergebnisses und als Menschen, deren Stimme zählt. Dafür braucht es Spiele, die niederschwellig sind, keine Vorkenntnisse verlangen und die Vielfalt einer Gruppe als Ressource nutzen.