Dozierende instrumental/vokal der Hochschule Luzern
Dozierende Komposition der Hochschule Luzern
Externe Dozierende
Marco Blaauw, Trompete/Brass
Warum Trompete? «Ich hatte immer das Bild eines Troubadours vor Augen, der Nachrichten verbreitet. Das wollte ich auch tun – mit meiner Trompete. Ein wichtiger Schwerpunkt meiner Arbeit ist, das Instrument und seine Spieltechnik weiterzuentwickeln und neues Repertoire zu initiieren.»
Marco Blaauw ist international als Solist tätig und ausserdem Mitglied des Ensembles Musikfabrik in Köln. Blaauw arbeitet eng mit etablierten und jüngeren Komponist*innen unserer Zeit zusammen. Zahlreiche Werke wurden eigens für ihn geschrieben, u. a. von Peter Eötvös, Georg Friedrich Haas, Wolfgang Rihm, Rebecca Saunders und John Zorn. Eine besonders enge Zusammenarbeit verband Marco Blaauw mit Karlheinz Stockhausen: Er interpretierte Michaels Reise um die Erde, gestaltete 2008 bei den BBC Proms die Uraufführung von Harmonies for trumpet aus dem Zyklus Klang und übernahm mehrere Solorollen in Stockhausens Opernzyklus Licht. Mit La Monte Young erarbeitete er The Second Dream of the High Tension Line Stepdown Transformer und präsentierte das Werk in ganz Europa. Marco Blaauws Schaffen ist auf zahlreichen CDs dokumentiert; für das Album Angels wurde er 2014 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Als Dozent unterrichtet er an der Hochschule Luzern — Musik sowie am Königlichen Konservatorium in Den Haag; ausserdem leitet er regelmässig Meisterklassen, etwa bei den Darmstädter Ferienkursen.
Raphael Clamer
Raphael Clamer stammt aus Basel. In den neunziger Jahren erhielt er seine Schauspielausbildung in München. Nach Gastengagements an verschiedenen deutschen
Theatern sowie dem Opernhaus Zürich, folgten mehrjährige Festengagements am Nationaltheater Mannheim und am Schauspielhaus Zürich unter der Intendanz von Christoph Marthaler, mit dem ihn seither eine enge Zusammenarbeit verbindet.
Er arbeitet regelmässig als Sprecher/Musiker mit verschiedenen Orchestern zusammen und spielte unter anderem am Wiener Burgtheater, der Ruhrtriennale, dem NTGent, den Wiener Festwochen, den Salzburger Festspielen, dem Festival d’Avignon, an der Opéra National de Paris, der Volksbühne Berlin, den Münchner Kammerspielen und am Theater Basel.
Seit 2013 verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit der Berliner Opernkompanie Novoflot. Raphael Clamer arbeitete u.a. mit Philippe Quesne, Sven-Eric Bechtolf, Luc Bondy, Johannes Schaaf, Herbert Fritsch, Jan Bosse, Andreas Kriegenburg, Isabel Osthues, Christiane Pohle, Stefan Pucher und Christina Rast zusammen.
Chaya Czernowin, Komposition
Chaya Czernowin ist in Israel geboren und aufgewachsen. Nach ihrem Studium in Israel setzte sie im Alter von 25 Jahren ihr Studium in Deutschland (DAAD-Stipendium) und den USA fort und lebte anschließend in Tokio, Japan (Asahi-Shimbun-Stipendium und Stipendium der amerikanischen NEA) sowie in Deutschland (Stipendium an der Akademie Schloss Solitude). Ihre Musik wurde weltweit von den besten Orchestern und Interpreten der Neuen Musik aufgeführt. Sie hatte eine Professur an der UCSD inne und war die erste Frau, die zur Professorin für Komposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, Österreich (2006–2009), sowie an der Harvard University, USA (2009 bis heute), wo sie die Walter-Bigelow-Rosen-Professur für Musik innehat. Zusammen mit Steven Kazuo Takasugi und Jean-Baptiste Jolly, dem Direktor der Akademie Schloss Solitude bei Stuttgart, gründete sie die Sommerakademie am Schloss Solitude, einen alle zwei Jahre stattfindenden Kurs für Komponisten (2003–2019). Takasugi und Czernowin unterrichteten zudem bei „Tzlil Meudcan“, einem internationalen Kurs mit Sitz in Israel, der von Yaron Deutsch vom Ensemble Nikel gegründet wurde.
Charakteristisch für ihr Schaffen sind der Umgang mit Metaphern als Mittel, um eine unbekannte Klangwelt zu erschließen und zu analysieren; die Verwendung von Geräuschen und physikalischen Parametern wie Gewicht und Oberflächenstruktur (z. B. Glätte oder Rauheit, Helligkeit oder Dunkelheit); die Auseinandersetzung mit dem Umgang mit Zeit sowie die Verschiebung von Maßstab und Perspektive. Diese Arbeits- und Denkweisen verbinden ihr Schaffen mit multisensorischen Inhalten und zielen darauf ab, einen klanglichen Ausdruck zu erreichen, der das Unterbewusstsein einbezieht und über Stil, Konventionen oder Rationalität hinausgeht.
Czernowins Werke erscheinen bei Schott. Ihre Musik ist auf Mode Records NY, Wergo, Col Legno, Deutsche Grammophon, Kairos, Neos, Ethos, Telos Naxos und Einstein Records erschienen. Sie lebt in der Nähe von Boston mit dem Komponisten Steven Kazuo Takasugi. Czernowin besitzt die israelische und die US-amerikanische Staatsbürgerschaft.
Antonia Fischer, Pianistin und Interpretin
Antonia Fischer ist eine deutsche Pianistin und Interpretin klassischer und zeitgenössischer Musik. Sie absolvierte ihr Bachelorstudium an der Robert Schumann Musikhochschule in Düsseldorf in der Klavierklasse von Lisa Eisner-Smirnova. Ihren Master of Music in Performance absolvierte sie an der Hochschule Luzern – Musik bei Stefan Wirth. In ihrem Schaffen kombiniert sie klassische- und zeitgenössische Musik und vertieft sich zunehmend in die Musik der Synthesizer.
Mit dieser stilistischen Vielfalt hat sie bei einigen Festivals in der Schweiz, sowie Konzerte in Europa solistisch wie auch in Ensembles und in Kammermusikformation gespielt. Zu ihren Auftritten gehören Festivals wie das GAIA-Festival, Lucerne Festival, Wege der Wahrnehmung, Dark Days-Festival, New Music Days und Szenenwechsel-Festival. Darüber hinaus trat sie solistisch mit der «Jungen Philharmonie Zentralschweiz» auf und stand mit Heinz Holliger, Matthias Ziegler, Nicolas Hodges und anderen namenhaften Musikern auf der Bühne. Auftrittsorte in der Schweiz waren unter anderem das KKL in Luzern, das Gare du Nord in Basel und der Walcheturm in Zürich.
Rama Gottfried
Rama Gottfried ist Komponist und Forscher. In seiner künstlerischen Arbeit verbindet er akustische und elektronische Performance mit Objekttheater, Live-Cinema und ortsspezifischen Installationen. Er konzipiert seine Werke als immersive szenografische Welten und erforscht darin das kollaborative Zusammenspiel menschlicher und nicht-menschlicher Akteur. Dabei geht es ihm darum, unsere Wahrnehmung für die relationalen und physischen Umgebungen, die uns umgeben, zu erweitern.
Seine Werke wurden bei internationalen Festivals und Veranstaltungen präsentiert, darunter das Mostly Mozart Festival des Lincoln Center, MaerzMusik, SPOR, ECLAT, Ultima und rainy days. Gottfried war Mitglied des Ensembles Pamplemousse. Zu seinen herausragenden Arbeiten zählt das Live-Video-Puppentheater Scenes from the Plastisphere, das 2022 mit dem Stuttgarter Kompositionspreis ausgezeichnet wurde.
Derzeit ist er Professor für Contemporary Computer Music Practice an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Dort lehrt er und forscht am Institute for Computer Music and Sound Technologies (ICST) an der Schnittstelle von Kunst und Technologie.
www.ramagottfried.com
Richard Elliot Haynes, Klarinette
Richard Elliot Haynes studierte Klarinette in der Schweiz und in Australien. Er betrachtet das Instrument, seine Spielweise und sein Repertoire als Einheit, die keine Trennung zwischen den Epochen kennt. Diese Haltung zeigt sich unter anderem in seiner konsequenten Pflege und Beherrschung sämtlicher Instrumente der modernen Klarinettenfamilie. Seine künstlerische Laufbahn spiegelt diesen Ansatz wider: Seit über zwei Jahrzehnten konzertiert er mit unterschiedlichsten Klangkörpern – von Streichquartetten und Bläserquintetten über gemischte Ensembles bis hin zu Kammer- und Symphonieorchestern.
Haynes ist festes Mitglied der Basel Sinfonietta, des Blattwerk Quintetts sowie der Ensembles Elision und Proton. In den vergangenen beiden Spielzeiten war er im Zeitvertrag als Klarinettist im Orchester der Oper Zürich angestellt. Im Zusammenspiel dieser Klangkörper bewegt er sich in einem breiten stilistischen Spektrum und beteiligt sich zugleich an richtungsweisenden künstlerischen Fragestellungen. Darüber hinaus konzertierte er in den vergangenen Jahren intensiv mit Ensembles und Orchestern wie Camerata Ataremac, Collegium Musicum Basel, Ensemble Musikfabrik, Ensemble Phoenix, Ensemble Resonanz, Klangforum Wien, Nouvel Ensemble Contemporain, Orchestre des Jardins Musicaux, Sinfonia Valais und dem Sinfonieorchester Basel.
Als Solist brachte Haynes Klarinettenkonzerte von Aaron Copland, John Veale, Giacinto Scelsi, Benjamin Schweitzer, Peter Rankine und Nigel Westlake mit verschiedenen Klangkörpern zur Aufführung. Besondere Aufmerksamkeit erregten zudem die von ihm realisierten weltweit ersten vollständigen Aufführungen des Konzerts von Wolfgang Amadeus Mozart auf dem ursprünglich vorgesehenen Instrument – dem Bassetthorn in G. Hayness Klarinettenspiel ist auf Einspielungen von Werken verschiedener Komponist:innen bei den Labels ABC Classics, Another Timbre, BR-Klassik, Col Legno, Cubus, HCR, Kairos, Klarthé, Métier, Neos, NMC, Schweizer Fonogramm, Stockhausen-Verlag und Wergo zu hören.
Garth Knox, Viola
Garth Knox wurde in Irland geboren und wuchs in Schottland auf. Als Jüngster von vier Geschwistern, die alle Streichinstrumente spielen, lernte er Viola und entschied sich schon früh, Musiker zu werden. Er studierte am Royal College of Music in London bei Frederick Riddle und gewann schon bald mehrere Preise für Viola und für Kammermusik. Nach dem Studium spielte er mit fast allen führenden Gruppen in London verschiedene Repertoires vom Barock bis zu Neuer Musik.1983 lud ihn Pierre Boulez ein, Mitglied des Ensemble Intercontemporain in Paris zu werden. Dort erhielt er die Chance als Solist aufzutreten – auch bei Konzerten, die von Pierre Boulez dirigiert wurden – und Kammermusik zu spielen. Zusammen mit dem Ensemble Intercontemporain war er weltweit auf Tournee und spielte auf internationalen Festivals.1990 wurde er Mitglied des Arditti String Quartetts und trat in allen wichtigen Konzertsälen der Welt auf. Er arbeitete eng mit den führenden Komponisten der Gegenwart zusammen und spielte Uraufführungen von Ligeti, Kurtag, Berio, Xenakis, Lachenmann, Cage, Feldmann und Stockhausen (das bekannte «Helicopter Quartett»).
1998 verliess Garth Knox das Quartett, um sich auf seine Solokarriere zu konzentrieren. Als Solist wurden von ihm Stücke verschiedener Komponisten uraufgeführt, so Kompositionen von Henze (der die Viola Sonata ihm gewidmet hat), von Ligeti, Schnittke, Ferneyhough, James Dillon, George Benjamin und vielen anderen. In letzter Zeit gab Garth Knox Konzerte in Köln, er trat als Solist in Brüssel, Wien und Paris und an anderen Orten auf, spielte Aufnahmen für den WDR in Deutschland ein, brachte die Komposition für zwei Violas von Peter Eotvos zusammen mit Tabea Zimmermann zur Uraufführung und spielte zusammen mit Kim Kashkashian eine Serie von Duo Konzerten.
In letzter Zeit wurde er zu einem Pionier auf der Viola d’Amore, deren Möglichkeiten für Neue Musik er entdeckt hat – mit und ohne Elektronik. Gegenwärtig erarbeitet er ein neues Repertoire für dieses Instrument. Garth Knox lebt in Paris, wo er sich ganz seiner Solokarriere widmet. Er gibt Solokonzerte, tritt als Solist mit Orchester und bei Kammermusik Konzerten in ganz Europa, den USA und Japan auf. Kürzlich hat er eine Solo CD herausgebracht (MO 782082), hat den begehrten Deutschen Schallplattenpreis gewonnen.
Eric Lamb, Flöte
Als Vertreter einer neuen Generation internationaler klassischer Musiker, die sich einer einfachen Kategorisierung entziehen, hat sich der Flötist Eric Lamb eine dynamische und facettenreiche Karriere als Konzertsolist, Kammermusiker, Gast-Solist, Aufnahmekünstler und Pädagoge aufgebaut.
Eric, ehemals Kernmitglied des International Contemporary Ensemble (ICE), tritt heute regelmässig mit vielen der weltweit führenden Orchester und Ensembles für Neue Musik auf. Zu seinen Gastauftritten zählen unter anderem das Boulez Ensemble, das Klangforum Wien, das Ensemble Modern, „der gelbe klang“ (München), das Mahler Chamber Orchestra, die Geneva Camerata, das Cleveland Orchestra, die Camerata Bern, PHACE, das ASKO|Schönberg Ensemble, das City of Birmingham Symphony Orchestra, das Omega Ensemble (Sydney), Radio Frankfurt und viele mehr. Er trat bei bedeutenden Festivals wie den Salzburger Festspielen, den Darmstädter Sommerkursen, Lockenhaus, Acht Brücken (Köln), Mostly Mozart (New York), Heidelberger Frühlingsfest, das Beijing Modern Music Festival und das Bukarester Festival für Neue Musik.
Als engagierter Verfechter der zeitgenössischen Musik hat Eric über 200 neue Werke uraufgeführt und dabei eng mit Komponisten wie Enno Poppe, Sir George Benjamin, Kaija Saariaho, George Lewis, Michael Jarrell, John Adams, Julia Purgina, Ivan Buffa, HK Gruber, Matthias Pintscher und Nico Muhly zusammengearbeitet. Er hat mit Dirigenten wie Sakari Oramo, François-Xavier Roth, Franz Welser-Möst, Vladimir Ashkenazy, Susanna Mälkki, Pablo Heras-Casado und Steve Schick zusammengearbeitet.
Erics Diskografie, die mehr als 15 im Handel erhältliche Alben umfasst, spiegelt ein Repertoire wider, das von Bach, Telemann und Schubert bis hin zu Xenakis, Jason Eckhardt und sogar der Indie-Band Passion Pit reicht. Er nimmt für Labels wie Kairos, paladino, SONY, Hyperion, NMC, mode, New Amsterdam, NAXOS, Bridge, Starkland und Nonesuch auf.
Eric Lamb ist derzeit außerordentlicher Professor für Musik und Leiter der Abteilung für Blasinstrumente am Yong Siew Toh Conservatory of Music der National University of Singapore.
Jessie Marino, Komponistin, Performerin und Medienkünstlerin
Jessie Marinos jüngste Arbeit konzentriert sich auf Klang, Licht und Faser. Jessie erhielt kürzlich Auftragskompositionen für neue Werke vom Rainy Days Festival, BBC Radio 3, Ensemble Musikfabrik, Ensemble Proton Bern und dem Lucerne Festival. Im Jahr 2023/2024 war sie Artist-in-Residence am Experimental Media and Performing Arts Center (EMPAC) in New York. 2020 erhielt sie ein Fromm Composition Commission-Stipendium der Harvard University, und 2018–2019 war sie Fellow für Musikkomposition an der American Academy in Rome. Marino spielt außerdem eine eigenwillige Sammlung aus Saiteninstrumenten und Elektronik in Zusammenarbeit mit ihrer Band Brows, CAOUTCHOUC, sowie in ihren Solo-Performances mit Saiteninstrumenten und Elektronik.
jessiemarino.com
Elaine Mitchener, Gesang
Elaine Mitchener ist eine britische afro-karibische Sängerin, Bewegungskünstlerin und Komponistin. Sie arbeitet als «Associate Artist» am Wigmore Hall, mit der niederländischen Neuen-Musik-Gruppe ENSEMBLE KLANG und mit der internationalen Performance-Gruppe NEEDCompany. Elaine war DAAD Artist-in-Berlin Fellow (2022) und als ausstellende Künstlerin an der British Art Show 9 (2021–2022) beteiligt.
Im Februar 2022 wurde Mitchener für ihre Verdienste um die Musik mit einem MBE ausgezeichnet. Ihr Debütalbum SOLO THROAT erschien im Mai 2024 unter dem OTORUKO-Label von Café Oto. 2024 kuratierte Elaine als Gast «Politics of the Voice» (Courtisane Festival, Gent) und «Basquiat&Cage 8424» für das Deep Time Festival der Fruitmarket Gallery. Sie ist Professorin für Musik an der Guildhall School of Music and Drama und war Gastdozentin an der University of Oxford, am Mozarteum (Salzburg), an der UdK (Berlin), am Goldsmiths College der University of London, an der Royal Academy of Music (London), am INM / HMT Köln sowie an der Columbia University (New York). Elaine leitete zudem Vokalstudios an den Sommerakademien in Darmstadt und Royaumont.
Zu den Komponist:innen und Künstler:innen, mit denen sie zusammengearbeitet hat, gehören: George E Lewis, Jennifer Walshe, Tansy Davies, Rolf Hind, Laure M Hiendl, Matana Roberts; bildende Künstler:innen Sonia Boyce, Christian Marclay und The Otolith Group; Kammerensembles Apartment House, London Sinfonietta, Ensemble MAM, Ensemble Klang, Ekmeles Vocal Ensemble und Klangforum Wien; Choreograf Dam van Huynh sowie experimentelle Musiker:innen wie Moor Mother, Joelle Leandre, Saul Williams, Pat Thomas und David Toop. Elaine ist Gründerin des kollektiven elektroakustischen Projekts The Rolling Calf.
elainemitchener.com
Lucas Niggli, Schlagzeug, Perkussion, Komposition
...a sonic seismologist, who shifts musical textures like tectonic plates...
(NYC jazz record)
Lucas Niggli (1968) musiziert als Schlagzeuger und Perkussionist im Grenzbereich von improvisierter und komponierter Musik.
Zu seinen Formationen gehören STEAMBOAT SWITZERLAND, Biondini – Godard – Niggli, KALO YELE (mit Aly Keïta), Beat Bag Bohemia, das Duo mit dem Sänger Andreas Schaerer sowie A Novel Of Anomaly.
Seine Konzertreisen führten ihn durch die ganze Welt und an viele renommierte Festivals.
Seine musikalischen Partner sind oder waren Marino Pliakas und Dominik Blum, Nils Wogram, Barry Guy, Maya Homburger, Fred Frith, John Cale, Pierre Favre, Elliott Sharp, Michael Wertmüller, Erika Stucky, Wu Wei, Flea, Xu Fengxia, Tim Berne, Felix Profos, Paul Plimley, Melvin Gibbs, Fritz Hauser, Peter Conradin Zumthor, Aly Keïta uva.
Seine Diskographie umfasst 60 Titel, davon 20 CDs als Leader und Komponist.
Er ist auch als Veranstalter von Konzerten und Festivals und als Dozent an der Musikhochschule Zürich (ZHdK) tätig.
Adam Woodward, Violine
Preisträger des Berlin Prize for Young Artists in 2023, Adam Woodward spielt regelmäßig als Mitglied des Ensemble Recherche und war Gründungsmitglied des Fabrik Quartets. Im Rahmen seiner Solo-, Kammermusik- und Orchesterauftritte trat er als Gast mit Ensembles wie dem Mivos Quartet, dem Ensemble Modern und der Sinfonietta Riga auf. Zu seinen letzten Festivalauftritten zählen ECLAT, Musica Nova, Acht Brücken und das Big Ears Festival.
Während seiner Zeit beim Fabrik Quartet gewann das Quartett den ersten Preis beim Wettbewerb für zeitgenössische Musik Festmus re_cre@, den zweiten Preis sowie Sonderpreise beim John Cage Preis 2024 und nahm mit Unterstützung des Kamar Percy und Ingeborg John Stiftungspreises seine Debüt-CD auf, auf der Werke von Luciano Berio, Wolfgang Rihm, Rebecca Saunders und José Luis Escrivà Córdoba zu hören sind. Das Quartett war Ensemble in Residence bei Barcelona Modern und trat bei Festivals wie den Darmstädter Ferienkursen, dem Ensems Festival und dem Mostra Sonora Festival auf. Im Jahr 2023 wurde das Fabrik Quartet im Rahmen des InSzene-Programms des Deutschen Musikrats Podium Gegenwart ausgewählt.
Woodwards musikalische Ausbildung begann bereits in seiner Kindheit in Minnesota, wo er die Konzerte seiner Lehrerinnen im Minnesota Orchestra besuchte. Dies führte zu einer intensiven musikalischen Ausbildung bei Sommerfestivals wie Madeline Island Chamber Music und der Lucerne Festival Academy.
Als Absolvent der Shepherd School of Music an der Rice University und der Brigham Young University studierte Woodward Violine bei Paul Kantor und Monte Belknap, bevor er sich an der Internationale Ensemble Modern Akademie auf zeitgenössische Musik spezialisierte und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt bei Lucas Fels und Tim Vogler Streichquartett und Kammermusik studierte.
adam-woodward.com
Marta Zapparoli
Marta Zapparoli ist eine in Berlin lebende italienische Klangkünstlerin, Komponistin, Performerin und unabhängige Forscherin, die seit 2003 aktiv ist. In ihrer künstlerischen Arbeit erforscht sie das unsichtbare elektromagnetische Spektrum in ortsspezifischen Interventionen, Performances und klanglichen Experimenten. Dabei arbeitet sie mit selbstgebauten Antennen, Radioempfängern, eigenen Aufnahmen und analoger Technologie.
Im Zentrum ihrer Forschung stehen die «technologische Natur», nicht-menschliche Stimmen und das intensive Hören («Deep Listening») als politischer Akt. Auf diese Weise eröffnet sie neue Perspektiven auf die anthropogene Realität. Neben ihrem Soloprojekt ist Marta Zapparoli Mitglied des Splitter Orchester in Berlin und arbeitet in verschiedenen Projekten mit, darunter Pareidolia (mit Liz Allbee), Vertigo Transport (mit Burkhard Beins), THE ELKS und Liminal Resonatrix (mit Sebastian Hofmann und Martin Lorenz).
Sie ist bei bedeutenden Festivals und Veranstaltungen aufgetreten, darunter MaerzMusik, A’LARME!, Darmstadt, Heroine of Sound, CTM, Simultan, Borealis, Tsunami, High Zero, Oscillation, MusraraMix, ArtAct, Konfrontationen, LEM, Atonal, LisboaSoa und TEA Art Museum. Ihre Arbeiten wurden unter anderem auf WDR3, SWR2, Deutschlandradio Kultur, RTS.ch und RAI3 (Battiti) ausgestrahlt. Unterstützt wurde ihre Arbeit unter anderem von Musikfonds, dem Goethe-Institut, INM, dem Berliner Senat für Kultur sowie den Italienischen Kulturinstituten.
martazapparoli.klingt.org