Biografie
Fernando Obieta (er/ihm, *1990) ist konzeptioneller Medienkünstler und künstlerischer Forscher. Nach einem Computer Science Studium mit Schwerpunkt Medientechnologien studierte er Interaction Design und Transdisziplinarität in den Künsten an der Zürcher Hochschule der Künste. Seine künstlerische Arbeit und Forschung konzentrieren sich auf die Kritik und Reflexion von (digitalen) Medien, Artefakten, Systemen, Diensten und Lösungen und darauf, wie sie kontingent und situiert sind. Er arbeitet an der Schnittstelle von Konzept, Design, Kunst und Technologie, wobei drei Methoden im Fokus stehen: Fehler oder Lücken in einem System zu finden und diese gezielt sichtbar zu machen; bestimmte Parameter eines Systems zu verschieben und neu zusammenzusetzen; ein System in andere Medialitäten zu übersetzen. Derzeit promoviert er in Medientheorien an der Kunstuniversität Linz und der Hochschule Luzern – Design Film Kunst und wird im Rahmen des Doc.CH-Programms des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gefördert. Die Dissertation «Die Kontingenz der Gestaltung – eine Kritik» wird von Prof. Dr. Ulrike Hanstein (Linz), Prof. Dr. Rachel Mader (HSLU DFK) und Carmen Weisskopf (!Mediengruppe Bitnik) betreut. Darin untersucht er, wie sich eine feministische Ethik und Moral der Maschinen und ihrer Herstellung konstituieren könnte. Zu diesem Zweck arbeitet er an einer Serie von acht Setzungen unter dem Titel «machines congregating», in denen er untersucht, wie verschiedene Maschinen Menschen wahrnehmen und wie Menschen andere (oder sich selbst) durch Maschinen beobachten.
Lehrbeauftragter an der Hochschule Luzern – Design Film Kunst. Vorstandsmitglied bei Intersections – für Digitalität, Vielfalt und Inklusion. Gründer und Präsident des inzwischen aufgelösten Projekts VoteLog – Kontextualisierung des repräsentativen Teils der Schweizer Demokratie. Initiator und Mitglied des Kollektivs des inzwischen geschlossenen offspace so-da.space in Zürich für kulturelle Akteur:innen und Künstler:innen.
https://fernando-obieta.com/