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  4. Das Jodeln ist in das immaterielle Kulturerbe der UNESCO aufgenommen Das Jodeln ist in das immaterielle Kulturerbe der UNESCO aufgenommen
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  4. Das Jodeln ist in das immaterielle Kulturerbe der UNESCO aufgenommen
11. Dezember 2025

Das Jodeln ist in das immaterielle Kulturerbe der UNESCO aufgenommen

Die UNESCO hat heute das Jodeln in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. Als emblematischer Gesang der Schweiz umfasst der Jodel eine grosse Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen und ist tief in der Bevölkerung verankert. Die Hochschule Luzern, als schweizweit einzige Hochschule mit dem Studiengang Volksmusik, hat intensiv an der Eingabe mitgearbeitet. 

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Die Medienmitteilung des Bundesamtes für Kultur: An ihrer zwanzigsten Sitzung in Neu-Delhi (Indien) hat das Zwischenstaatliche Komitee der UNESCO für die Bewahrung des immateriellen Kulturerbes das Jodeln in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen. In ihrer Entscheidung hebt die UNESCO die Qualität des eingereichten Dossiers und den soliden partizipativen Prozess hervor, der zur Kandidatur geführt hat.

Als charakteristische Gesangstechnik wechselt das Jodeln zwischen Brust- und Kopfstimme und verwendet bedeutungsfreie Silben, die oft mit lokalen Dialekten verbunden sind. Man unterscheidet zwischen dem Naturjodel, der aus Melodien ohne Text besteht, und dem Jodellied, das Strophen und gejodelte Refrains verbindet und häufig Natur- und Alltagserfahrungen thematisiert. Ob solistisch, in kleinen Gruppen oder in Chören – manchmal begleitet von Instrumenten wie dem Akkordeon – zeichnet sich der Jodel durch seinen reichen Klang und seine Präsenz an Konzerten, Festen und Wettbewerben aus, die oft mit dem Tragen regionaler Trachten verbunden sind.

Das Jodeln ist äusserst beliebt und wird in Familien, Vereinen, Musikschulen oder einfach unter Sängerinnen und Sängern weitergegeben. Über 12 000 Jodlerinnen und Jodler sind Mitglied einer der 711 Gruppen des Eidgenössischen Jodlerverbands, doch die Praxis wird auch ausserhalb von Vereinen und Chören gepflegt. Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler lassen sich ebenfalls davon inspirieren, was die Lebendigkeit einer sich ständig weiterentwickelnden Tradition bestätigt.

Die im März 2024 eingereichte Kandidatur wurde vom Bundesamt für Kultur (BAK) unter Einbezug von Jodel-Expertinnen und -Experten sowie von einschlägigen Organisationen koordiniert. Es sind dies:

Eidgenössischer Jodlerverband
Roothuus Gonten – Zentrum für Appenzeller und Toggenburger Volksmusik
Hochschule Luzern – Musik
Interessengemeinschaft Volkskultur Schweiz und Fürstentum Liechtenstein

Dieser kollaborative Prozess hat ermöglicht, die Herausforderungen zu identifizieren, die für die Weitergabe des Jodelns an künftige Generationen entscheidend sind: Nachwuchsförderung, nationale Koordination, Ausbildung, Dokumentation und Forschung. Dazu wurden gemeinsam Massnahmen definiert, unter anderem zur Stärkung der Zusammenarbeit, zur Entwicklung neuer Aus- und Weiterbildungsangebote, zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit sowie zur Unterstützung der Praktizierenden.

UNESCO-Übereinkommen zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes

Mit dem Übereinkommen zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes will die UNESCO ein Kulturerbe thematisieren und schützen, das weniger mit Bauten oder Räumen zusammenhängt, sondern in erster Linie mit Wissen sowie mit gemeinschaftlichen Praktiken und gesellschaftlichen Interaktionen. Dieses Erbe umfasst lebendige Traditionen wie mündliche Ausdrucksformen, darstellende Künste, gesellschaftliche Praktiken, Rituale und Feste, Wissen und Praktiken im Umgang mit der Natur und dem Universum sowie Fachwissen über traditionelle Handwerkstechniken. Es widerspiegelt somit die kulturelle Vielfalt und zeugt von der menschlichen Kreativität.

Kandidaturen der Schweiz

Im Oktober 2014 hat der Bundesrat eine Vorschlagsliste mit acht lebendigen Traditionen genehmigt, deren Kandidaturen der UNESCO für eine Aufnahme in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit fortlaufend vorgelegt werden. 2016 wurde das Winzerfest in Vevey aufgenommen, 2017 die Basler Fasnacht, 2018 der Umgang mit der Lawinengefahr (gemeinsam mit Österreich), 2019 die Prozessionen der Karwoche in Mendrisio, 2020 das Uhrmacherhandwerk und die Kunstmechanik (gemeinsam mit Frankreich), 2023 die Alpsaison und 2025 das Jodeln. Weiterhin auf der Vorschlagsliste stehen Schweizer Grafikdesign und Typografie. Die Schweiz war auch an den folgenden multinationalen Kandidaturen beteiligt: Kunst des Trockenmauerbaus (2018), Alpinismus (2019), Bauhüttenwesen (2020) und Traditionelle Bewässerung (2023).

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Material für die Medien

  • Medienbilder

  • Infos zur Aufnahme des Jodelns auf die UNESCO-Liste d. immateriellen Kulturerbes

    (454.4 KB) .DOCX 

  • Blogbeitrag der Hochschule Luzern

  • Zitate zum Jodeln und zur Aufnahme in die UNESCO-Liste

    (436.8 KB) .DOCX 

  • Medienmitteilung des BAK und Medienfotos

  • Video Albert Steuble jodelnd (Komponist und Jodler) / Titel: "E Rugguusseli fö de Hannes im Roothuus" / Auftritt: Roothuus-Projekt JODEL SO LO, Rondellenlinde Stein

  • Jodeltraditionen weitergeben Projektbericht «Jodelforum – Vernetzte Jodel-Förderung»

  • Livestream der Sessionen des Zwischenstaatlichen Ausschusses

  • Clips Valentin Gloor, Direktor HSLU – Musik über den Bewerbungsprozess

  • Clips Nadja Räss, HSLU-Professorin für das Hauptfach Jodel, über das Jodeln an der Hochschule Luzern

  • Clips Juliana Kubli, Jodelstudentin, über das Jodeln

  • Clips Diana Stadelmann, Jodelstudentin, über das Jodeln

  • Clips Flurina Plattner, Jodelstudentin, über das Jodeln

  • Video HSLU, Jodeln ist immaterielles Kulturerbe

Kategorie: News, Medienmitteilung
Institut für Jazz und Volksmusik, Ausbildung, Musik
Themen: Kultur, Musik, Volksmusik

Medienkontakt BAK

Daniel Menna

stellvertretender Leiter Kommunikation, Bundesamt für Kultur

+41 58 469 69 50

E-Mail anzeigen

Medienkontakt HSLU

Prof. Nadja Räss

Fachverantwortung Volksmusik

+41 41 249 26 98

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Medienkontakt HSLU, weiterführende Projekte

Dr. Andrea Kammermann

Dozentin

+41 41 249 26 57

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Medienkontakt EJV

Emil Wallimann

Präsident der Fachkommission Jodeln des Eidgenössischen Jodlerverbandes, Schweizer Volksmusiker, Komponist

079 545 25 28

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Hector Herzig

Geschäftsführer EJV

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