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  4. Profi-Rezension versus Käuferbewertung: Die Rolle der Musikkritik im Klassik-Markt
26. September 2017

Profi-Rezension versus Käuferbewertung: Die Rolle der Musikkritik im Klassik-Markt

Im Zeitalter von Amazon, YouTube und Spotify steht eine nahezu unbegrenzte Auswahl an klassischer Musik zur Verfügung. Wie entscheiden wir, was wir hören wollen, und wodurch wird unsere Meinung über Musik beeinflusst? Diesen Fragen geht die Hochschule Luzern in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit der Universität Sheffield auf den Grund. Für die Online-Umfrage werden noch Teilnehmer gesucht.

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Sowohl in der Tages- und Fachpresse als auch im Internet werden täglich Besprechungen von neuen Musikaufnahmen publiziert. Ihre zentrale Funktion ist es, den Konsumentinnen und Konsumenten eine Art Orientierungshilfe über die vielen Veröffentlichungen zu geben. Die Tatsache, dass Musik inzwischen auf unzähligen Kanälen hör,- teil- und kommentierbar ist, kann die Bedeutung «traditioneller» Musikkritiken jedoch in Frage stellen. Die Hochschule Luzern wirft im Rahmen eines vom Schweizerischen Nationalfonds SNF geförderten Forschungsprojektes mit der Universität Sheffield (UK) einen genauen Blick auf den heutigen Markt für klassische Musik. Co-Projektleiterin Elena Alessandri: «Auch in der Klassik ist der Markt kaum mehr überschaubar. Wir möchten erstmals fundiert klären, wonach Konsumenten ihre Musikauswahl treffen und welche Rolle professionelle Rezensionen heute noch im Vergleich zu Käuferbewertungen auf Verkaufs- und Streaming-Plattformen wie beispielsweise Amazon oder Spotify spielen.»
 

Online-Umfrage gestartet

Um das herauszufinden, lancierte Elena Alessandri zusammen mit ihrem Team im Mai eine Online-Umfrage. Daran teilnehmen kann jede Person, die regelmässig – also mindestens einmal pro Woche – Aufnahmen von klassischer Musik hört, sei es zum Beispiel auf Schallplatte, CD, Online oder im Radio. «Wir hoffen, so ein vertieftes Verständnis über die aktuelle Bedeutung von Musikkritik zu erhalten und zu erfahren, woran sich Klassikliebhaber bei ihrem Hör- und Kaufverhalten orientieren» so Alessandri.

Interessierte Klassikfreunde können noch bis Ende November unter folgendem Link an der deutsch- bzw. englischsprachigen Umfrage teilnehmen: www.hslu.ch/reviewimpact.  
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  • Medienmitteilung vom 26. September 2017

    (146.8 KB) .PDF 

  • Direktlink zur Umfrage (deutsche Version)

Kategorie: Medienmitteilung, News
Hochschule Luzern, Musik, CC Music Performance Research MPR
Themen: Klassik, Music Performance, Recorded Music (Analysis, Computer-Assisted), Performance Musiktheorie, Musik, Aktuell

Umfassende Forschung zur Bewertung von klassischer Musik

Das Projekt «Between Producers and Consumers: Music Critics’ Role in the Classical Music Market» wird vom Schweizerischen Nationalfonds SNF finanziert. Es ist Teil einer grösseren Forschung zum Thema «Musikkritiken». In einem ersten Projekt untersuchten die Forscherinnen und Forscher der Hochschule Luzern und der Universität Sheffield über 800 Rezensionen von Beethovens Klaviersonaten, die zwischen 1923 und 2010 im britischen Klassikmagazin «Gramophone» erschienen sind. Aus den Erkenntnissen entwickelten sie ein neues Bewertungsmodell, welches Musikerinnen und Musikern erlaubt, sich sicherer in der komplexen Welt der Musikkritiken zu bewegen.

Kontakt

Prof. Dr. Elena Alessandri

Leiterin Forschungsschwerpunkt Music Performance

+41 41 249 26 42

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