In der Übersicht
Ausgangslage
Die Zukunftsforschung identifiziert die Individualisierung als einen zentralen Megatrend. Der Wunsch nach einer selbstbestimmten Lebensgestaltung gewinnt in allen Lebensbereichen an Bedeutung – zunehmend auch in der Altersvorsorge. Mit mehr Selbstbestimmung geht jedoch ein erhöhter Bedarf an Transparenz einher, da eigenverantwortliche Entscheidungen nur auf einer fundierten Informationsbasis möglich sind.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob und in welchem Ausmass Wahlmöglichkeiten in der Anlagestrategie der beruflichen Vorsorge (2. Säule) den Bedürfnissen verschiedener Stakeholder entsprechen. Gleichzeitig sind mögliche Hürden, Widerstände und Rahmenbedingungen zu identifizieren. Zudem gilt es zu klären, welche Umsetzungsformen für die Schweiz grundsätzlich in Betracht gezogen werden können.
Ziel
Ziel des Forschungsprojekts ist die Erarbeitung einer systematischen Auslegeordnung zum Anpassungsbedarf des heutigen Systems der beruflichen Vorsorge im Hinblick auf Chancen und Herausforderungen von Wahlmöglichkeiten in der Anlagestrategie.
Dabei werden
- Chancen, Risiken und mögliche Ausgestaltungsformen aus Sicht der Vorsorgeeinrichtungen analysiert,
- die Voraussetzungen ermittelt, unter denen Versicherte Wahlmöglichkeiten in der Anlagestrategie akzeptieren und nutzen würden und
- die politische Akzeptanz von Individualisierungselementen in der 2. Säule sowie mögliche Rahmenbedingungen und Widerstände untersucht.
Ausgangspunkt bilden die bereits bestehenden 1e-Lösungen, die jedoch nur für Einkommen oberhalb einer gesetzlichen Schwelle (136’080 CHF pro Jahr, Stand 2026) und ausschliesslich im überobligatorischen Bereich zulässig sind.