Biography
Lea Schmidt forscht in der Forschungsgruppe Produkt & Textil der Hochschule Luzern und lehrt im Masterstudiengang Design – mit Schwerpunkt auf Materialkomplexität als Designkriterium, dem Designprinzip Monomaterial und textilen Werkstoffkreisläufen an der Schnittstelle von Kreislaufwirtschaft, Materialwissenschaft und Recyclingtechnologie. Sie verbindet langjährige Praxiserfahrung mit angewandter Forschung im Bereich kreislaufgerechter Produktgestaltung.
Nach ihrem Diplom an der Berner Hochschule der Künste war sie sechs Jahre lang Partnerin eines Büros für Visuelle Gestaltung und leitete anschliessend einen gestalterischen Vorkurs. Berufsbegleitend absolvierte sie einen Master in Design an der Zürcher Hochschule der Künste. Ihre Masterarbeit «Les Horribles Cernettes» wurde mit dem Wilhelm Braun Feldweg Preis für designkritische Texte sowie dem Förderpreis der Zürcher Hochschule der Künste ausgezeichnet.
Als Creative Director in einem Unternehmen für Physical Brand Experience sammelte sie umfassende Praxiserfahrung, entwickelte Projekte für namhafte Kunden und vertiefte ihre Expertise an den Schnittstellen von Design, Material und Technologie. Vor rund zehn Jahren führte sie ein privatwirtschaftlich finanziertes Forschungsprojekt zu Druck- und Veredelungsverfahren in die Forschung, bevor sie 2019 zur Forschungsgruppe Produkt & Textil an der Hochschule Luzern (HSLU) wechselte. Zudem erhielt sie als Gastforscherin Einblicke in die Material- und Technologieforschung im Lab Cellulose and Wood Materials an der Empa Dübendorf.
Lea Schmidt hat ihre Dissertation zu Materialkomplexität und dem Designprinzip Monomaterial im Werkstoffkreislauf in Kooperation mit der Professur für Technisches Design, Fakultät Maschinenwesen der TU Dresden (Prof. Dr. Jens Krzywinski) abgeschlossen und im November 2025 in Dresden verteidigt. Die Publikation erscheint bei De Gruyter / Birkhäuser.