Line-up:
Jan Theiler, Marco Böni, Dalmiro Dorado, Taru Salonurmi, Benjamin Roos, reeds
Nicolas Jäger, Martin Looser, Carmen Schmid, Florian Haferland, trumpets
Gloria Ryter, Lukas Grimm, Jonas von Rotz, Pascal Moser, trombones
Samuel Brunner, guitar
Anahita Gut, piano
Ursin Andres, bass
Jorit Reisewitz, drums
David Grottschreiber, director
Immanuel Wilkins, a. sax.
Die Begegnung von Immanuel Wilkins und der HSLU Big Band verbindet Wilkins’ ausdrucksstarkes, virtuoses Saxofonspiel mit der klanglichen Vielfalt einer Big Band. Die Arrangements beschreiben dabei einen vielschichtigen Dialog zwischen der improvisatorischen Sprache des jungen Saxofonisten und den Möglichkeiten eines gross besetzten Jazzensembles. Die Zusammenarbeit zeigt exemplarisch, wie Wilkins’ Musik über die klassische Quartettbesetzung hinaus in einen orchestralen Kontext übertragen und dadurch klanglich erweitert werden kann.
Immanuel Wilkins ist ein US-amerikanischer Saxofonist und Komponist. Geboren in Philadelphia, zog er 2015 nach New York, um an der Juilliard School zu studieren. 2017 gründete er sein bis heute bestehendes Quartett mit Micah Thomas, Daryl Johns und Kweku Sumbry. Sein Debütalbum «Omega» erschien 2020 bei Blue Note und wurde von der New York Times zum Jazzalbum des Jahres gewählt sowie für einen NAACP Image Award nominiert. Das Nachfolgealbum «The 7th Hand» wurde 2022 ebenfalls von der New York Times als eines der besten Jazzalben des Jahres ausgezeichnet. Sein jüngstes Werk «Blues Blood» wurde für einen Grammy nominiert und setzt seine künstlerische Auseinandersetzung mit Fragen von Herkunft, Erinnerung und musikalischer Überlieferung fort. Wilkins versteht Improvisation als einen Prozess des Navigierens zwischen Struktur und Unvorhersehbarkeit, in dem Musik zu einer lebendigen Projektion von Geschichte und eigener Erfahrung wird. Neben seiner musikalischen Arbeit entwickelt er Skulpturen, grafische Partituren und raumbezogene Arbeiten, in denen er die immaterielle Sprache des Klangs in visuelle und materielle Formen übersetzt. Für seine Arbeit wurde er unter anderem mit dem Creative Capital Award, einer Pew Fellowship und einer Civitella Ranieri Fellowship ausgezeichnet und mehrfach von DownBeat zum «Alto Saxophonist of the Year» gewählt. Als Musiker hat er unter anderem mit Solange Knowles, Leon Bridges, Jason Moran, Wynton Marsalis, Joel Ross, dem Sun Ra Arkestra und Meshell Ndegeocello zusammengearbeitet und unterrichtet heute an der New York University und The New School in New York.