«Beethovens Harmonik Analysieren. Methodische Fragen und Aspekte»
Ludwig van Beethoven gehört zu den Komponisten, die entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der westlichen Musik hatten: Zusammen mit Wagner und Schönberg (und vor ihnen) war er massgeblich an der Förderung des Konzepts der Avantgarde-Musik beteiligt, dessen Prinzip eng mit der romantischen Revolution verbunden zu sein scheint. Dennoch gibt es nur wenige Studien zu seiner Harmonik, deren Komplexität besonders schwierige methodische Probleme aufwirft. Nach zwanzigjähriger Forschungsarbeit veröffentlichte Vincent Arlettaz 2024 ein zweibändiges Werk zu diesem Thema und bietet darin eine umfassende Reflexion über die Schwierigkeiten einer solchen Forschung sowie über mögliche Lösungen.
Vincent Arlettaz wurde im Wallis geboren und studierte zunächst in Genf (Musikwissenschaft, Oboe, Musiktheorie). 1998 wurde er an der Universität Paris-Sorbonne in Musikwissenschaft promoviert („Etudes sur l'apparition du langage tonal“, betreut von Professor Serge Gut), 2018 an der Universität Nancy habilitiert („Le langage musical occidental: origines et transformations“, betreut von Professor Jean-Paul Montagnier).
Von 1996 bis 1999 war er Leiter der Abteilung für Theorie und Geschichte an der École Supérieure de Musique de Sion (Tibor-Varga-Schule). Von 1999 bis 2002 erhielt er ein Stipendium für fortgeschrittene Forscher des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung. Seit 2001 ist er Chefredaktor der Revue Musicale de Suisse Romande und unterrichtet seit Herbst 2009 Musikgeschichte, Analyse und Forschung an den Musikhochschulen von Genf und Lausanne. www.arlettaz.org