Mit dem vorliegenden Finanz- und Kennzahlenbericht blicken wir auf das Jahr 2025 zurück. Das Gesamtergebnis ist einmal mehr erfreulich: Die Hochschule Luzern schliesst das vergangene Jahr mit einem Gewinn von 8.501 Mio. CHF ab, dies bei einem Umsatz von 357.9 Mio. CHF.
Zwei Drittel des Gewinns verdanken wir einer Einmaleinlage der Trägerkantone (5.34 Mio. CHF) zur Stärkung des Eigenkapitals; ein Drittel entstammt dem guten Betriebsergebnis der HSLU, insbesondere aus den Leistungsbereichen Aus- und Weiterbildung. Damit kann das Eigenkapital der Hochschule Luzern auf 21.7 Mio. CHF erhöht werden.
Mit nunmehr 6.4 Prozent (Basis Umsatz 2024) liegt dieser Wert erstmals seit langem über der vorgegebenen Eigenkapitalquote von 6 Prozent. Neu verzeichnen wir eine Studierendenzahl von 8’696 (BfS, Stichtag 15.10.2025), was einem bemerkenswerten Wachstum von 4.2 Prozent entspricht. Das klar anwendungsorientierte Profil der Fachhochschulen ist ungebrochen attraktiv, sowohl für Personen aus der Berufsbildung, welche die Mehrheit unserer Studierenden ausmachen, aber auch für gymnasiale Maturi z.B. im Rahmen der neuen praxisintegrierten Studiengänge (PiBS) im MINT-Bereich. Mit Schwerpunkten in den Bereichen Applied AI, Applied Data Science, Robotics und Space, aber auch Gesundheit und Nachhaltigkeit beweisen wir an der HSLU ungebrochen unsere First-Mover-Qualitäten.
Im Bereich der Weiterbildung haben 5’659 Berufsleute an MAS-, DAS-, CAS- und den neu eingerichteten und bereits sehr nachgesuchten SAS-Programmen (Short Advanced Studies) teilgenommen. Zählt man die Fachkurse mit dazu, haben sich 2025 insgesamt 13’081 Personen an der HSLU weitergebildet, was einem eindrücklichen Plus von 1000 Personen vis-à-vis 2024 entspricht. Auch der hervorragende Selbstfinanzierungsgrad von 108 Prozent übertrifft neuerlich die Vorgabe des Leistungsauftrags.
Mit der sich abkühlenden Wirtschaftslage und den bereits spürbaren Mittelreduktionen bei verschiedenen Forschungsförderagenturen verringerte sich 2025 der F&E-Anteil um einen Prozentpunkt auf 24.2 Prozent. Zwecks Stabilisierung wurden entsprechend mehr interne Mittel in diesen Leistungsauftrag investiert, konkret 28.7 Mio. CHF gegenüber 26.2 Mio. CHF im Vorjahr. Die robuste Grundfinanzierung von Forschung & Entwicklung durch die Träger wird zukünftig noch bedeutsamer werden.
Wie im Vorjahr sowie während der gesamten vorherigen Leistungsauftragsperiode 2020-2023, bewegen sich die Gemeinkosten der Hochschule Luzern weiterhin deutlich unter dem CH-Mittel. Gleiches gilt auch für die Kosten pro Studierende, wo die Studiengänge der Hochschule Luzern im Durchschnitt signifikant unter den SBFI-Werten liegen. Beide Werte zeugen davon, wie wirtschaftlich und effizient die Hochschule Luzern ihren vierfachen Leistungsauftrag erfüllt. Dies ist nicht selbstverständlich. Sowohl der grossen Leistungsbereitschaft wie auch der Gesundheit unserer Mitarbeitenden gilt es längerfristig Sorge zu tragen.
Nach fast 20 Jahren Engagement für die HSLU hat der Verwaltungsdirektor Andreas Kallmann zum Jahresende den Stab an Mathias Hirschi übergeben; dieser leitet fortan den Bereich Finanzen & Infrastruktur. An dieser Stelle bedanke ich mich bei unseren sechs Trägerkantonen sehr herzlich für ihre generelle Unterstützung und ganz besonders für die Einmaleinlage zur Stärkung des Eigenkapitals.
Mein Dank geht ebenso an unsere Gremien sowie an unsere zahlreichen und treuen externen Partner aus Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung.
Abschliessend richte ich einmal mehr ein Grand Merci! an alle Mitarbeitenden der HSLU. Der ausserordentlich positive Jahresabschluss 2025 ist ihrer grossartigen und unermüdlichen Arbeit zu verdanken.
Barbara Bader, Rektorin