Biografie
Tabea Michaelis ist gelernte Staudengärtnerin, diplomierte Landschaftsarchitektin und Urban Designerin (M.Sc.).
Nach ihrem Diplomstudium der Landschaftsarchitektur 2001 an der Technischen Hochschule Rapperswil, OST (CH), arbeitete sie in verschiedenen Schweizer Landschafts- und Architekturbüros sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut IRAP im Forschungsprojekt zoneimaginaire – Zwischennutzungen in Industriearealen*. Das gleichnamige Buch erschien 2009 im vdf Verlag.
Von 2009 bis 2012 absolvierte sie den Master in Urban Design an der HafenCity Universität Hamburg und arbeitete an der programmatischen Gestaltung des IBA-Hamburg-Exzellenzprojekts «Universität der Nachbarschaften» mit Prof. Bernd Kniess, Prof. Christopher Dell und weiteren Kolleg:innen. In ihrer Masterarbeit Programm Möglichkeitsraum untersuchte sie aus soziomaterieller Perspektive theoretisch und fotografisch gegenwärtige Möglichkeitsräume auf der Hamburger Elbinsel Wilhelmsburg. Die Arbeit erschien 2015 auf Englisch bei Spectorbooks unter dem Titel Showtime Wilhelmsburg – A Randonnée of Possibilities.
Seit 2012 arbeitet sie bei denkstatt sàrl in der Prozess- und Arealentwicklung von Umnutzungs- und Transformationsprozessen ehemaliger Industrieareale. Zu den von ihr begleiteten Projekten zählen u. a. Lagerplatz Winterthur, SBB Werkstadt Zürich, Franck Areal Basel und die Zentrale Pratteln. Sie beschäftigt sich mit lernenden Planungsprozessen, insbesondere mit kollaborativen Gestaltungsprozessen, sogenannten Prozessarchitekturen, sowie Freiraumstrategien in der Stadt- und Regionalentwicklung. Bei denkstatt konzipierte und begleitete sie dialogische Projektformate wie Studio Dietikon und Studio Gleisbogen in Basel. Seit 2015 ist sie geschäftsführende Büropartnerin der denkstatt sàrl mit einem inter- und transdisziplinären Team in Basel und Zürich.
2017 gründete sie gemeinsam mit Ben Pohl das Institut für Angewandte Stadtforschung B/IAS. Das Institut fördert zivilgesellschaftliche und gemeinwohlorientierte Kompetenzen in der Stadt- und Regionalentwicklung in Basel, der Schweiz und im europäischen Kontext. Im Zentrum stehen Fragen sozialer, ökologischer und ökonomischer Klimagerechtigkeit. B/IAS arbeitet mit inklusiven, dialogischen und partizipativen Formaten der Wissensproduktion, -vermittlung und -publikation und organisiert u. a. Seminare, Workshops, Symposien, Ausstellungen und Forschungsprojekte. Im Architekturforum Zürich wurde unter dem Titel »Die gute Nachricht: Die Schweiz ist gebaut« eine Netzwerkschau europäischer Projekte zu Strategien des konstruktiven Weiterbauens im Bestand gezeigt. Die daraus entstandene Podcastreihe Lernende Planung erscheint ab Frühjahr 2026 in Kooperation mit dem Verlag Espazium.
Seit März 2023 baut sie als Co-Studiengangsleiterin den Master of Arts Kollaborative Raumentwicklung auf, der im Herbst 2024 erstmals an der Hochschule Luzern (HSLU) gestartet ist.
Tabea Michaelis M.Sc. Urban Design Research/ Dipl. Ing. Landschaftsarchitektur
Co-Studiengangsleitung für den Master Kollaborative Raumentwickung
Dozierende CAS Baukultur HSLU