Parallel-Session 1: Hochschulzugang nach der Flucht – Studieren ermöglichen: Chancen und Herausforderungen
Das Integrationsvorstudium der drei Luzern Hochschulen ermöglicht Menschen mit Fluchterfahrung, Hochschulluft zu schnuppern, Studienmöglichkeiten kennenzulernen und erste Schritte in Richtung Studium in der Schweiz zu erproben. Eine Begleitstudie hat untersucht, welche Erfahrungen Teilnehmende und Mentor:innen im Programm machen, welche Chancen sichtbar werden und welche Hürden beim Zugang zur Hochschule bestehen bleiben. In dieser interaktiven Parallelsession werden zentrale Erkenntnisse aus der Begleitstudie mit persönlichen Erfahrungen von Teilnehmenden und Mentor:innen verbunden. Kurze Inputs, Erfahrungsberichte und dialogische Elemente laden die Teilnehmenden der Session dazu ein, mitzudenken und mitzudiskutieren: Was braucht es, damit Hochschulen für Menschen mit Fluchterfahrung zugänglicher werden? Welche Rolle spielen Begleitung, Sprache, soziale Netzwerke und institutionelle Strukturen? Und wie können Programme wie das Integrationsvorstudium weiterentwickelt werden?Die Session versteht sich als gemeinsamer Reflexionsraum zwischen Forschung, Praxis und Erfahrungsperspektiven.
Teilnehmende:
- Prof.in Dr.in Rebecca Mörgen (Universität Duisburg-Essen, Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft)
- Bashar Al-Hajiry (ehemaliger Teilnehmer CLuG+)
- Lea Keller (ehemalige Mentorin CLuG+, Universität Luzern)
- Nisan Kilic (ehemalige Teilnehmerin CLuG+)
- Oleksandra Krotova (ehemalige Teilnehmerin CLuG+)
Parallel-Session 2: Integrationsagenda Schweiz (IAS) und Hochschulzugang: Erste Erfahrungen und Ausblick
Mit den laufenden kantonalen Integrationsprogrammen KIP 3 (2024-2027) wurde der Hochschulzugang für Geflüchtete erstmals als strategisches Ziel von Bund und Kantonen verankert.
Diese Zielsetzung richtet sich namentlich an die kantonalen Integrationsfachstellen, welche die IAS und die kantontonalen Integrationsprogramme KIP umsetzen. Zur Umsetzung sind sie zudem auf die Zusammenarbeit mit den Regelstrukturen der Bildung angewiesen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass neben den formalen Zugangsmöglichkeiten eine gute Abklärung und Begleitung, eine breit abgestützte Zusammenarbeit mit den Hochschulen vor Ort, sowie eine zielgerichtete Vorbereitung der Zielgruppe erfolgsversprechend ist. Die Abklärung und Begleitung erfolgt in der Regel im Rahmen der durchgehenden Fallführung, einem Kernstück der Integrationsagenda Schweiz (IAS).
In dieser Session wird Ihnen ein Überblick über die Erfahrungen bei der Umsetzung dieses strategischen Ziels aus Sicht des Bundes und Kantons Luzern geboten, mit einem Fokus auf die Rolle und Aufgaben der durchgehenden Fallführung – verbunden mit einem Ausblick auf die anstehende, neue Phase der KIP 4 (2028-2032).
Teilnehmende:
- Thomas Fuhrimann (Staatssekretariat für Migration, Berufliche Integration)
- Jutta Kunz (Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen, Kanton Luzern)
Parallel-Session 3: Hochschulförderangebote für Geflüchtete nachhaltig verankern: Finanzierung, Zusammenarbeit und Wirkung
Wie können Hochschulförderangebote für Geflüchtete langfristig gesichert, weiterentwickelt und nachhaltig an Hochschulen verankert werden? Die Parallel Session beleuchtet Erfolgsfaktoren und Herausforderungen rund um Finanzierung, hochschulübergreifende Zusammenarbeit, die Nutzung bestehender Strukturen sowie die Gewinnung und Bindung von Teilnehmenden. Nach einem kurzen Input laden wir die Teilnehmenden zu einer gemeinsamen Diskussion und zum Austausch konkreter Erfahrungen und Lösungsansätze ein.
- Nora Burla (Leitungsteam Perspektiven - Studium)
- Sabine Zurschmitten (Leitungsteam Perspektiven - Studium)
Rückblick und Zusammenfassung Parallel-Sessions
Leitende Parallel-Sessions
Podiumsdiskussion zur Bildungsintegration von Geflüchteten mit Vertreter:innen aus Politik und Gesellschaft
Teilnehmende:
- Peter Mozolevskyi (Mitglied der Geschäftsleitung des Flüchtlingsforums Schweiz und wissenschaftlichen Mitarbeiter an der FHNW)
- Irina Studhalter (Kantonsrätin Luzern, Grüne)
- Weitere Podiumsteilnehmende werden noch bekannt gegeben
Moderation: Dr. Constanze Jecker (Dozentin HSLU)
Abschluss und Danksagung
Sandra Sommer (Leiterin Fachstelle Internationales HSLU, Projektleitende CLuG+)