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IDN - Zwischen Effizienz und Erschöpfung: Generative KI als Gesundheitsfaktor im Studium und beruflichen Lernen

Wann wird generative KI für Studierende zur Ressource, wann zur Belastung? Das Projekt untersucht GenAI-Nutzung, Mehrfachbelastung und Fachkultur und entwickelt Präventions- und Governance-Bausteine.

Kurzinformation

Departement:

Wirtschaft

Status:

Laufend

Zeitraum:

01.08.2026 - 31.07.2027

In der Übersicht

Studierende bewältigen heute vielfach gleichzeitig Anforderungen aus Studium, Erwerbsarbeit, Care-Verantwortung, künstlerischer Praxis und digitaler Verfügbarkeit. Generative KI (GenAI) tritt damit nicht in einen neutralen Studienalltag ein, sondern in eine bereits belastete und digital entgrenzte Situation. Sie kann entlasten, etwa durch kognitive Unterstützung, Feedback und Zeitsouveränität, aber auch Technostress, Bewertungsdruck sowie Werte-, Normen- und Integritätskonflikte erzeugen.

Das Projekt fragt, unter welchen Bedingungen GenAI für Studierende zur Ressource und wann sie zur zusätzlichen Belastung wird, insbesondere im Wechselspiel mit Mehrfachbelastung, Fachkultur und institutionellen Rahmenbedingungen. Vier Forschungsfragen konkretisieren dies: die Gesundheitsdynamik von GenAI im Studienalltag, die Belastungs-, Ressourcen- und Motivationspfade, institutionelle, soziale und fachkulturelle Gestaltungsfaktoren sowie Transfer, Prävention und Governance. Konzeptionell verbindet es die Study Demands-Resources Theorie (SD-R) mit der Selbstbestimmungstheorie (SDT) zu einem integrierten Wirkmodell: GenAI-bezogene Anforderungen und Ressourcen wirken über die Befriedigung oder Frustration der Bedürfnisse nach Autonomie, Kompetenz und sozialer Eingebundenheit auf Motivation und psychisches Wohlbefinden. Im Zentrum steht nicht die moralische Bewertung individueller KI-Nutzung, sondern die Frage, wann Studierende GenAI als legitime Unterstützung, als Grauzone oder als Spannung zu Eigenleistung, Fachidentität, Transparenzanforderungen und Bewertungskultur erleben.

Methodisch kombiniert ein sequenziell-integriertes Mixed-Methods-Design 10 bis 12 problemzentrierte Interviews, eine Pilotbefragung mit 150 bis 180 Studierenden, einen Daily-Diary-Pilot über 5 bis 7 Studientage und einen Co-Design-Workshop. Den Kern bildet der fachkulturelle Kontrastvergleich zwischen Wirtschafts- und Musikstudierenden; Technik & Architektur und Soziale Arbeit werden explorativ einbezogen.

Das Projekt liefert ein geschärftes, departementsübergreifendes Wirkmodell, erste empirische Evidenz zu Belastungs-, Ressourcen- und Motivationspfaden, einen Minimalprototyp «Achtsame KI-Nutzung im Studienalltag» sowie ein evidenzbasiertes Governance-Briefing für Hochschulleitung und Studiengänge. Damit entstehen erste Bausteine für eine präventiv und governancebezogen ausgerichtete Studierendengesundheit, die auch für Unternehmen, Verwaltungen und Bildungsanbieter anschlussfähig sind, und die Grundlage für ein breiter angelegtes Anschlussprojekt. Gefördert wird das Projekt vom Interdisziplinären Netzwerk (IDN) Gesundheit der Hochschule Luzern.

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Fakten

Projektart

Forschung

Beteiligte interne Organisationen
  • Wirtschaft
  • CC Unternehmensentwicklung, Führung und Personal (IBR UFP)
Finanzierung
  • IDN - Gesundheit
Sustainable Development Goals der United Nations
Dieses Projekt leistet unter anderem einen Beitrag zur Erreichung der folgenden Sustainable Development Goals der UN (SDG):
  • SDG 3: Gesundheit und Wohlergehen
    Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern
  • SDG 4: Hochwertige Bildung
    Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern
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Links

  • IDN Gesundheit der Hochschule Luzernhttps://www.hslu.ch/de-ch/hochschule-luzern/ueber-uns/interdisziplinaere-netzwerke-idn/idn-gesundheit/

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Beteiligte Personen intern

Projektleiter/in
  • Toni Amadeus Bechtold
  • Peter Kels
Co-Projektleitung
  • Alexander Götmann
Projektmitarbeiter/in
  • Elena Alessandri
  • Roger Buser
  • Michael Doerk
  • Alexander Götmann
  • Pierre-Yves Kocher

Kurzinformation

Departement:

Wirtschaft

Status:

Laufend

Zeitraum:

01.08.2026 - 31.07.2027

Projektleitung

Toni Amadeus Bechtold

Dozent

+41 41 249 26 89

E-Mail anzeigen

Projektleitung

Prof. Dr. Peter Kels

Dozent

+41 41 228 41 60

E-Mail anzeigen

Co-Projektleitung

Dr. Alexander Götmann

Dozent

+41 41 248 63 53

E-Mail anzeigen

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