In der Übersicht
Die Kreislaufwirtschaft wird zunehmend als zentrale Strategie zur Reduktion von Ressourcenverbrauch und Umweltbelastungen positioniert. Gleichzeitig weisen erste Erkenntnisse auf bislang vernachlässigte soziale Risiken hin: Arbeitsintensive Prozesse wie Reparatur, Demontage oder manuelles Recycling werden häufig in Arbeitsumfelder ausgelagert, deren Bedingungen nur unzureichend reguliert sind. Damit wird sichtbar, dass eine Transition zur Kreislaufwirtschaft nicht automatisch sozial nachhaltig ist und unbeabsichtigte Folgen erzeugen kann. Dieses Projekt untersucht diese blinden Flecken, rekonstruiert die Problemstruktur und identifiziert Akteursgruppen entlang ausgelagerter Prozessketten. Das übergeordnete Ziel ist es, mit unserem Projekt einen Beitrag zu leisten, dass die sozialen und ökologischen UN Development Goals zunehmend zusammen gedacht und realisiert werden.