In der Übersicht
Die globale Transformation zu erneuerbaren Energien verläuft zu langsam und zeigt teils Rückschritte, trotz Dringlichkeit zum Klimaschutz, fortschreitender Ökosystemdegradation und wachsender Ungleichheit. Beschleunigungsbemühungen treffen jedoch häufig auf Widerstand, da schnelle Verfahren gerechte Entscheidungen und die Abwägung lokaler Umweltauswirkungen gefährden können, während langsamere Prozesse zwar lokales Mitspracherecht stärken, aber den Klimaschutz verzögern. Geschwindigkeit der Transformation ist daher eng mit räumlichen und zeitlichen Gerechtigkeits- und Umweltfragen verknüpft.
Trotz zunehmender Einführung beschleunigter Bewilligungsverfahren – international wie in der Schweiz (Solarexpress, Beschleunigungserlass, Netzexpress) – fehlt eine systematische Forschung, wie Beschleunigung erreicht werden kann, ohne lokale Umwelt und Gerechtigkeit zu gefährden, und wie Beteiligungsprozesse zugleich effizient und gerecht gestaltet werden können.
Das vorliegende Projekt untersucht die verschiedenen institutionellen Beschleunigungsansätze in der Schweiz und testet einen neuen innovativen, transdisziplinären Ansatz für partizipative Prozesse, der kulturelle und planerische Prozesse zusammenführt.