In der Übersicht
Die Kunstforschung entfaltet sich rund um ein vielfältiges Spektrum der Multimodalität: Bilder, Kunstwerke, Performances, Installationen, Prototypen, Aufnahmen und gedruckte Bücher... Forschungsergebnisse gehen oft über typische textbasierte Arbeiten hinaus. Die Herausforderung besteht darin, diese Vielzahl von Formaten und Materialitäten in sinnvoll vernetzte digitale Lösungen zu übertragen, die nebst dem künstlerischen Ansatz, auch den Anforderungen der Open Science entsprechen.
Das Teilrpjekt an der HSLU DFK geht der Frage nach, was 'sinnvoll' im Kontext künstlerischer Forschung bedeutet. Denn eine der Prämissen der künstlerischen Forschung ist, dass das gewonnene Wissen nicht angemessen in eine textbasierte Form übersetzt werden kann. Die sinnliche Erfahrung, sei es visuell, haptisch oder raum-zeitlich, ist unerlässlich, um das Forschungsargumentarium und die Forschungsergebnisse zu erfassen. Es gibt bereits technische Lösungen zur Speicherung einzelner Elemente wie Bilder, Audiodateien und Videos in den Repositorien. Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, Lösungen zu entwickeln, die es dem Empfänger ermöglicht, sich der Wechselwirkung der verschiedenen medialen Elemente bewusst zu werden und das Wissen, das nur zwischen diesen verschiedenen Elementen zu finden ist, zugänglich zu machen.
Anhand Fallstudien der Dissertationen des Künstlers Jürgen Buchinger und der Designerin Lea Schmidt werden die Anforderungen von Künstler*innen und Designer*innen erfasst, welche für die Wechselwirkung der verschiedenen Medienformen als Voraussetzung für die Argumentation gelten. Die Lösungsansätze werden dann im Austausch mit den Verantwortlichen der DFK-Bibliothek und den Open Science Managern der Hochschule Luzern entwickelt. Eine Herausforderung wird es sein, die Bedürfnisse der Künstler*innen kompatibel mit der digitalen Infrastruktur und den Anforderungen der Open Science zu gestalten.