In der Übersicht
Die elf Einwohnergemeinden des Kantons Zug verfügen seit Jahren über etablierte Formen interkommunaler Zusammenarbeit im Sozial- und Gesundheitswesen. Mit der Sozialvorsteher*innenkonferenz (Sovoko) und der Organisation Langzeitpflege bestehen zwei unterschiedliche Strukturen, die zentrale Aufgaben koordinieren. Beide Modelle sind jedoch stark von einzelnen Mandatsträgern abhängig, deren Pensionierungen bis 2027 anstehen. Daraus ergeben sich Risiken für Wissenstransfer, Stabilität und Weiterentwicklung.
Das Projekt zielt darauf, fundierte Grundlagen für eine strategische und operative Neuausrichtung der Zusammenarbeit zu schaffen. In einem partizipativen Prozess werden zunächst die bestehenden Organisationsformen hinsichtlich Governance, Effizienz und Resilienz evaluiert. Darauf aufbauend erfolgt eine inhaltliche Auslegeordnung zukünftiger Kooperationsfelder sowie die Entwicklung und Bewertung praxistauglicher Strukturvarianten.
Das methodische Vorgehen kombiniert Dokumentenanalysen, Interviews mit Schlüsselpersonen und moderierte Workshops. Auf dieser Basis wird bis Frühjahr 2026 eine Entscheidungsgrundlage für die Gemeinden erarbeitet. Eine anschließende Roadmap definiert Umsetzungsschritte, Zuständigkeiten und Zeitplan mit dem Ziel, eine zukunftsfähige, professionell abgestützte Organisationsform zu etablieren.
Das Projekt trägt damit zur Stärkung interkommunaler Governance bei und liefert praxisorientierte Modelle, wie Gemeinden gemeinsam auf demografische, organisatorische und gesundheitspolitische Herausforderungen reagieren können.