In der Übersicht
In unserer Langzeitstudie, die im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms 80 "COVID-19 in der Gesellschaft" durchgeführt wird, untersuchen wir zum einen, wie sich das Ausmass häuslicher Gewalt seit 2017 laut amtlicher Statistiken und Umfragen entwickelt hat und bis 2025 weiter entwickeln wird. Zum anderen befragen wir Familienmitglieder dazu, inwiefern sich die Coronapandemie und die Massnahmen zu ihrer Bekämpfung auf Konflikte und Gewalt in ihren Familien ausgewirkt haben. Dabei wollen wir wissen, wie Risiko- und Schutzfaktoren auf verschiedenen Ebenen (Individuum, Beziehung, Gemeinschaft, Gesellschaft) zusammenwirken und warum es in manchen Familien in dieser Zeit zu mehr Gewalt gekommen ist als in anderen. Ebenso interessiert uns, unter welchen Umständen sich Betroffene Unterstützung holen können und dies tun und wann dies nicht der Fall ist. Ziel des Projektes ist es, Empfehlungen für Gewaltprävention in Krisenzeiten wie der Coronapandemie abzugeben.