In der Übersicht
Augmented Reality (AR) und Künstliche Intelligenz (KI) zählen zu den Schlüsseltechnologien der digitalen Transformation. In Bildung, Umweltkommunikation und Museologie werden immersive Formate zunehmend eingesetzt, um komplexe Zusammenhänge erfahrbar zu machen, neue Interaktionsformen zu ermöglichen und emotionale Zugänge zu schaffen. Zoologische Gärten – als stark frequentierte Orte mit Bildungs- und Vermittlungsauftrag – haben dieses Potenzial bisher nur punktuell erschlossen. Erste Pilotprojekte nutzen AR etwa für virtuelle Tierdarstellungen oder interaktive Lernformate. KI hingegen bleibt meist unsichtbar im Hintergrund, etwa zur Verhaltensanalyse oder Bilderkennung – ohne direkt in das Besuchserlebnis eingebunden zu sein.
Das geplante Projekt zielt darauf, das Zusammenspiel von AR und KI zu erforschen und in neue dialogische Vermittlungsformate zu überführen. Besuchende sollen nicht nur visuell angesprochen, sondern durch situative AR-Erlebnisse und KI-gestützte, sprachbasierte Schnittstellen – wie etwa Chatbots – aktiv in reflexive Lernprozesse eingebunden werden. Statt linearem Faktenwissen steht ein partizipatives, adaptives System im Zentrum, das auf individuelle Interessen, Besuchsverläufe und Kontextdaten reagiert.
Das Projekt adressiert ein hochaktuelles gesellschaftliches Handlungsfeld: Umweltbildung durch digitale Gestaltung und intelligente, KI-gestützte Interaktion. Es stärkt die interdisziplinäre Forschungskultur an der HSLU und erschliesst neue Anwendungsfelder für immersive Technologien.