Die Veranstaltung findet während des Semesters von September bis Dezember und von Februar bis Juni jeden ersten Donnerstag im Monat statt und ist offen für Doktorierende der Hochschule Luzern – Design Film Kunst (HSLU), des National Institute of Design (NID) und weiteren interessierten Gästen und Doktorierenden anderer Hochschulen.
Veronica Pecile
Beyond the Rights of Nature: Law, Property, and the Making of the Natural World
Donnerstag, 2. April 2026
12:00 - 13:15 (CET / Central Europe)3:30 pm - 4:45 pm (IST / India)
In diesem Vortrag untersucht Veronica Pecile, wie Natur durch Gesetze konstruiert wird, wobei sie sich auf die rechtlichen Formen konzentriert, die die Beziehungen des Menschen zur Natur regeln. In den letzten Jahren wurde Flüssen, Wäldern und anderen natürlichen Einheiten durch Instrumente wie die Rechte der Natur zunehmend Rechtspersönlichkeit zuerkannt. Obwohl diese Entwicklungen oft als Wege zur ökologischen Gerechtigkeit dargestellt werden, stellen sie nicht unbedingt die hierarchischen und ausbeuterischen Beziehungen zwischen Mensch und Natur in Frage, die der kapitalistischen Moderne zugrunde liegen. Wir werden über das Recht als Infrastruktur reflektieren, die die soziale und ökologische Dynamik prägt, und untersuchen, wie es dazu beitragen kann, die Beziehungen zwischen Menschen und nicht-menschlichen Wesen jenseits des Paradigmas des Profits zu überdenken, insbesondere durch alternative Formen des Eigentums wie die Allmende. Durch die Integration von Umwelt- und Sozialgerechtigkeit kann diese Perspektive auf das Recht auch Instrumente für Öko-Design-Prinzipien liefern, die sozial-ökologische Fragen berücksichtigen.
Dr. Veronica Pecile ist Sozial- und Rechtswissenschaftlerin und arbeitet derzeit an der Schnittstelle von Recht und Ökologie. Ihre Forschung untersucht, wie Natur durch rechtliche Mittel konstruiert wird, wobei sie sich insbesondere darauf konzentriert, wie unterschiedliche Eigentumsverhältnisse die Beziehungen zwischen Menschen und der Natur prägen. Ihre früheren Arbeiten konzentrierten sich auf die Allmende als rechtliche Alternative zum Privateigentum, die von sozialen Bewegungen nach der Wirtschaftskrise 2008 umgesetzt wurde. Sie hat einen Doktortitel in Rechts- und Sozialwissenschaften der EHESS in Paris und war als Postdoktorandin an der Harvard Law School, am Collegium Helveticum der ETH Zürich, am Schweizerischen Institut in Rom und an der LUMSA-Universität tätig.
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