Catherine D'Ignazio ist Professorin für Urban Science and Planning am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA. Sie ist zudem Leiterin des Data + Feminism Lab, welches Daten und computergestützte Methoden einsetzt, um sich für die Gleichberechtigung von Geschlechtern und Ethnien, insbesondere im Zusammenhang mit Raum und Ort, einzusetzen. Ihr 2020 bei MIT Press erschienenes Buch «Data Feminism», das sie gemeinsam mit Lauren Klein verfasste, zeigt Wege auf wie eine ethische und ermächtigende Data Science aussehen kann. Es entwickelte sich zu einem der zentralen Werke für die kritische Datenvisualisierung in den Geistes- und Designwissenschaften. D'Ignazios zweites Buch, «Counting Feminicide: Data Feminism in Action» (MIT Press 2024), veranschaulicht wie die das Feld der Data Science von der Praxis feministischer Basisaktivistinnen aus Amerika lernen kann. Ihre Forschungsarbeiten an der Schnittstelle von Technologie, Design und sozialer Gerechtigkeit wurden in FAccT, der ACM Conference on Fairness, Accountability, and Transparency, Big Data & Society sowie in Human Factors in Computing Systems (ACM SIGCHI) veröffentlicht. Ihre Kunst- und Designprojekte wurden von der Tanne Foundation, Turbulence.org und der Knight Foundation ausgezeichnet und auf der Biennale in Venedig sowie im ICA Boston ausgestellt.