Wirtschaft Über uns Aktuell Verkehrsinfrastruktur: Mit Fuzzy-Screening gegen Kartelle 4. November 2026 Verkehrsinfrastruktur: Mit Fuzzy-Screening gegen Kartelle Die Verkehrsinfrastruktur kostet jedes Jahr Milliarden und Kartelle treiben die Kosten zusätzlich in die Höhe. Ein neues Konferenzpapier zeigt, wie Fuzzy-Screening helfen kann, verdächtige Ausschreibungen zu erkennen. Teilen Strassen und Schienen sind die Pulsadern unserer Wirtschaft. Der Staat gibt jedes Jahr Milliarden aus, um sie neu zu bauen und zu unterhalten. Die Kosten steigen weiter, wenn sich Bauunternehmen bei Ausschreibungen absprechen. Statistische Analysen der Angebote können helfen, Hinweise auf solche Kartelle zu finden. Man nennt das «Screening». Sandro Suter und Hannes Wallimann haben dieses Screening nun in einem Forschungsprojekt mit der Universität Fribourg weiterentwickelt. Ihr Schlüssel dazu: Die sogenannte Fuzzy-Logik. Statt Daten nur in Schwarz und Weiss zu unterteilen, erkennt diese Methode auch Grauzonen. Sie erlaubt fliessende Übergänge und bewertet Auffälligkeiten in feinen Abstufungen, mit dem Ziel, die menschliche Intuition bei der Datenanalyse abzubilden. Das Ergebnis: Getestet wurde der neue Ansatz mit echten Daten aus aufgedeckten Schweizer Kartellfällen. Dabei erkennt er verdächtige Ausschreibungen ebenso gut wie etablierte Methoden der künstlichen Intelligenz. Auch mit Daten aus Japan hat er gut funktioniert. Dort waren die Ergebnisse sogar stabiler als bei einer gängigen Vergleichsmethode. Kategorie: News Wirtschaft, Institut für Tourismus und Mobilität (ITM), CC Mobilität (ITM Mob) Themen: Wirtschaft, Tourismus und Mobilität