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  4. Projekt der Hochschule Luzern versucht Schweizer Reisemarkt anzukurbeln
11. Februar 2016

Projekt der Hochschule Luzern versucht Schweizer Reisemarkt anzukurbeln

Die Kommission für Technologie und Innovation (KTI) hat im Januar 2016 das Projekt «Behavioral Pricing im Schweizer Reisemarkt» bewilligt. Ziel des Projektes ist es, den steigenden Preisdruck für Schweizer Reiseanbieter durch Effekte aus der Preispsychologie abzuschwächen.

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Mit der Umsetzung dieses Projektes sollen die bisher wenig genutzten Erkenntnisse aus der Entscheidungsforschung angewendet werden, um so den Verkauf von leistungsintensiveren Angeboten bei den Praxispartnern aus dem Reisemarkt zu fördern.

Trotz der hohen Reiseintensität, Kaufkraft und Reiseerfahrung der Schweizerinnen und Schweizer sowie der wachsenden Bevölkerung, befindet sich der Schweizer Reisemarkt in einer Stagnationsphase. Nebst der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung nennen Experten insbesondere die strukturellen Probleme der Schweizer Reisebranche als Gründe dafür. Einerseits ist die Bindung der Kunden zum Reisebüro noch relativ hoch, weshalb sich die Branche vor radikalen Schritten scheut. Andererseits steigt jedoch der Druck auf die Reiseanbieter enorm, indem die Bedeutung des Internets als Informations- und Buchungskanal ungebremst ansteigt. Während die grössten Schweizer Reiseanbieter wie MTCH und TUI immer ähnlicher aufgestellt sind, treten zunehmend auch deutsche Online-Reiseanbieter in der Schweiz auf und unterbieten die lokale Konkurrenz. All diese Entwicklungen führen zu einer zunehmenden Sättigung und einem steigenden Preisdruck im Schweizer Reisemarkt.

Der Preis ist deshalb im Schweizer Reisemarkt von besonders grosser Bedeutung. Zudem sind die Kostensenkungspotentiale mehrheitlich ausgeschöpft. Um dem wachsenden Wettbewerbsdruck entgegen zu wirken, ist es das Ziel dieses KTI-Projektes, die Erkenntnisse aus der Preispsychologie für die Praxispartner nutzenbringend umzusetzen. Dabei wird die Darstellung der Preise nach verhaltenswissenschaftlichen Erkenntnissen optimiert, d.h. es werden etablierte Effekte aus der Preispsychologie (z.B. Ankereffekt, Defaults, Compromise Effekt) auf das aktuelle Angebot der Praxispartner übertragen. Wichtig ist, dass im Rahmen des Projekts weder inhaltliche oder strukturelle Anpassungen am Produkt noch preisliche Anpassungen (Preiserhöhungen oder –senkungen) vorgenommen werden, sondern „lediglich“ an der Darstellung des Preises gearbeitet wird, um schliesslich leistungsintensivere Produkte erfolgreicher verkaufen zu können.


Kategorie: News
Hochschule Luzern, Wirtschaft, Institut für Tourismus und Mobilität (ITM)
Themen: Tourismus

FH Zentralschweiz

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