Weiterbildung wird flexibler und individueller
Berufs- und Bildungswege verlaufen heute immer weniger nach einem festen Muster. Gleichzeitig verändern Digitalisierung, künstliche Intelligenz, neue Formen der Zusammenarbeit und ein anspruchsvolles wirtschaftliches Umfeld die Anforderungen an Fach- und Führungskräfte.
Entsprechend gefragt sind Weiterbildungen, die sich mit Beruf und Privatleben verbinden lassen und gezielt auf aktuelle Kompetenzbedürfnisse eingehen. Neben etablierten CAS-, DAS- und MAS-Programmen gewinnen deshalb kürzere und modular kombinierbare Formate an Bedeutung.
Fachwissen allein reicht nicht
Fundiertes Fachwissen bleibt wichtig. Zunehmend entscheidend ist jedoch, dieses Wissen auch in neuen und komplexen Situationen einsetzen zu können. Methoden- und Selbstkompetenzen, Resilienz, vernetztes Denken sowie Transformation und Führung gewinnen deshalb an Bedeutung.
Auch das Lernen selbst verändert sich: Weiterbildung bedeutet heute immer mehr den Austausch von Erfahrungen, die Reflexion der eigenen Praxis und das gemeinsame Erarbeiten von Lösungen. Digitale Lernformen können diesen Prozess sinnvoll unterstützen – der persönliche Austausch mit Dozierenden und anderen Teilnehmenden bleibt jedoch ein wichtiger Bestandteil.
Praxistransfer beginnt am ersten Tag
Der zentrale Mehrwert einer berufsbegleitenden Weiterbildung entsteht dort, wo das Gelernte in der eigenen Organisation Wirkung entfaltet. Teilnehmende bringen konkrete Projekte, Führungsaufgaben und Fragestellungen aus ihrem Arbeitsalltag in die Weiterbildung ein, bearbeiten sie mit neuen Methoden und setzen Erkenntnisse unmittelbar um.
Davon profitieren nicht nur die Teilnehmenden selbst. Auch Unternehmen können Weiterbildung gezielt nutzen, um Veränderungsprozesse voranzutreiben, Mitarbeitende auf neue Aufgaben vorzubereiten, Wissen im Unternehmen aufzubauen und Innovationsfähigkeit zu stärken.
Im ausführlichen Interview mit dem «KMU-Magazin» erläutert Prof. Dr. Sebastian Huber, wie Unternehmen gute Rahmenbedingungen für Weiterbildung schaffen können, welche Kompetenzen künftig besonders wichtig werden und welche Rolle künstliche Intelligenz dabei spielt.
Das vollständige Interview als PDF:
«Der Kompetenztransfer ins Unternehmen beginnt am ersten Tag»