In der Übersicht
Etwa ein viertel aller Menschen in unserer Gesellschaft leiden an psychischen Störungen, doch bei Menschen mit intellektuellen Entwicklungsstörungen sind die Zahlen um ein vielfaches höher. Menschen mit Beeinträchtigung sind verletzlicher für äussere Einflüsse. Jedoch haben wir in den Behandlungen häufig wenige von ihnen. Dies hat verschiedene Ursachen, einerseits sind Personen mit intellektuellen Entwicklungsstörungen auf Grund ihrer niedrigeren sozio-emotionalen Entwicklung für Fachärzte schwieriger lesbar, denn die Differenzierung der Symptomatik bezogen auf das Alter, wird nur in der Pädiatrie und der Kinder- und Jugendpsychiatrie gelehrt. Daher werden einige von ihnen gar nicht erst als psychisch erkrankt erkannt.
Andererseits zeigt die Therapie bei Menschen mit einem niedrigen sozio-emotionalen Entwicklungsalter einen sehr hohen Anteil an Pädagogik und dies ist für viele Fachärzte ein unbekanntes Terrain, aus dem sie sich lieber zurückziehen. Und manchmal ist die Störung auch einfach nur Entwicklung, welche erkannt werden will.
Die psychischen Erkrankungen insbesondere die Depression, Angststörung, Schizophrenie und die Demenz werden in Grundlagen erklärt und dann in Bezug zu den einzelnen SEED-Phasen gesetzt. Dies hilft zu verstehen, was der Mensch in der jeweiligen Phase und mit dieser Erkrankung braucht.
So kann mit Hilfe der SEED-Phase und der Kenntnis um altersspezifische Symptomatik ein Plan entwickelt werden, welcher Personen in einer solchen Situation im Heilungsprozess unterstützen können, und ihnen hilft sich zu entwickeln.
Die Weiterbildung vernetzt die sozio-emotionale Entwicklung und Störungen aus dem psychiatrischen Formenkreis. Dies wird auf der Basis des SEEDs anschaulich dargestellt und mit Fallbeispielen unterlegt. So werden Handlungsohnmacht zur Handlungsfähigkeit und sind ein Gewinn für alle Beteiligten.