Das Projekt läuft. Die Finanzierung steht. Und jetzt? Jetzt fehlt noch die Bevölkerung – und die Frage, wie man sie überhaupt einbezieht.
Wer in der Gemeinde-, Stadt- und Regionalentwicklung arbeitet, kennt diesen Moment. Was ist das Ziel? Wie sollen Menschen einbezogen werden? Welche Methode passt? Wer wird erreicht, wer nicht? Partizipative Prozesse in der Raum- und Stadtentwicklung sind komplex. Die Vielfalt von Akteur*innen, Nutzer*innen und Anspruchsgruppen ist gross, ihre Interessen oft widersprüchlich – und der Anspruch, niemanden auszuschliessen ist leichter formuliert als umgesetzt.
Kurz: Es kann schiefgehen. Und es geht oft schief. Das ist kein Versagen, sondern Teil des Prozesses. Es gibt kein Patentrezept – aber es gibt Fehler, aus denen wir lernen können. Und Geschichten, die wir teilen möchten.
Das Department Soziale Arbeit der HSLU lädt gemeinsam mit der Plattform GSR das zweite Mal zu einem Abend voller Geschichten ein – die erste Veranstaltung stiess auf grosse Ressonanz. Mit Gästen, die offen über ihre Stolpersteine erzählen, einem Apéro – und der Einladung, die eigene Geschichte mitzubringen (wer mag; niemand muss). Wir bieten ein Austauschgefäss mit Momenten zum Lachen, zum Mitfühlen und zum Lernen. Denn Scheitern führt nur dann weiter, wenn wir darüber sprechen – am besten mit etwas Humor und einer Prise Improvisation.
Programm
Begrüssung und Einführung in die Veranstaltung
Dr. Miriam Meuth, Co-Leitung MAS Gemeinde-, Stadt- und Regionalentwicklung HSLU, Vorstand Verein Plattform GSR
Geschichten des Scheiterns mit geladenen Gästen
Moderation
Petra Stocker, Projektleitung Verkehrsplanung Stadt Bern und Mitglied KORA (Kompetenzzentrum öffentlicher Raum) Stadt Bern, Vorstand Verein Plattform GSR
Sabina Ruff, Laboratorium für Zukunftsgestaltung, Vorstand Verein Plattform GRS
Anschliessend weitere Geschichten, auch von Teilnehmer:innen, in Kleingruppen beim Apéro