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  4. 220 Diplome und 11 Preise für Musik-Absolventinnen und -Absolventen
7. September 2026

220 Diplome und 11 Preise für Musik-Absolventinnen und -Absolventen

Am 3. September wurden am Departement Musik der Hochschule Luzern in Kriens 220 Bachelor- und Master-Diplome sowie 97 Diplome auf Stufe Weiterbildung vergeben. Elf Absolventinnen respektive Absolventen durften sich über eine weitere Auszeichnung freuen: Drei erhielten den Strebi-Gedenkpreis, der Kanton Luzern verlieh sechs ST.Art – Nachwuchsförderpreise Kultur, die Stiftung Musikförderung an der Hochschule Luzern - Musik vergab einen Preis für klavierpädagogische Exzellenz aus dem Hella Siegrist Fonds, und die Stiftung für die Schweizer Volksmusik und Volkskultur vergab erstmals den Jörg Moser Preis für Volksmusik.

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Am Donnerstag schlossen im Rahmen der Diplomfeier am Departement Musik der Hochschule Luzern 66 Personen ihr Bachelor-Studium und 154 Personen ihr Master-Studium ab. Im Studiengang Bachelor of Arts in Music nahmen 59 Absolventinnen und Absolventen ihr Diplom entgegen – davon 43 im Profil Klassik, 14 im Profil Jazz sowie 2 im Profil Volksmusik. Der Bachelor of Arts/Musik und Bewegung verzeichnete 2 Abschlüsse, der Bachelor of Arts in Music/Kirchenmusik 2.

Insgesamt 154 Diplome wurden im Master of Arts in Music vergeben, die meisten davon im Major Performance Klassik mit 50 Abschlüssen. Im Master of Arts in Musikpädagogik erlangten 60 Absolventinnen und Absolventen die berufliche Qualifikation, um künftig an Musikschulen oder Maturitätsschulen zu unterrichten. 

Darüber hinaus schlossen 97 Personen eine musikpädagogische, künstlerische oder Musikmanagement-Weiterbildung ab, in Form eines Master of Advanced Studies (MAS), Diploma of Advanced Studies (DAS) oder Certificate of Advanced Studies (CAS). 3 Personen erhielten zusätzlich das VMS-Diplom Musikschulleiter*in.

Im Rahmen der Diplomfeier vom 3. September 2026 wurden ausserdem insgesamt 11 Preise für besondere Leistungen vergeben:

Diplomfeier Musik 2026 Preisträgerinnen des ST.Art-Nachwuchsförderpreises des Kantons Luzern: Luis Greipl, Daria Bocharova, Hleb Sidaruk, Philomène Michel

Diplomfeier Musik 2026: Pius Strassmann (kantonale Kulturförderungkommission) und vier der Preisträgerinnen des ST.Art-Nachwuchsförderpreises des Kantons Luzern: Luis Greipl, Daria Bocharova, Hleb Sidaruk, Philomène Michel

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ST.ART – Nachwuchsförderpreis Kultur des Kantons Luzern

Gemeinsam mit den Departementen Design Film Kunst und Musik der Hochschule Luzern zeichnet der Kanton Luzern herausragende Abschlussarbeiten von Bachelor- und Masterstudierenden aus. Mit dem Nachwuchsförderpreis Kultur – ST.ART werden Kulturschaffende, die am Anfang ihrer Karriere stehen, in der Weiterführung und Vertiefung ihrer Arbeiten gefördert und beim Einstieg in die professionelle künstlerische Tätigkeit unterstützt.

  • Luis Greipl, Master Performance Jazz mit Hauptfach Schlagzeug; Zürich
  • Paulina Pitenko, Master Solo Performance Klassik mit Hauptfach Saxofon; Lettland
  • Sophie Knöchelmann, Master Solo Performance Klassik mit Hauptfach Violine; Büren, Solothurn
  • Daria Bocharova, Master Performance Klassik mit Hauptfach Klavier, Israel 
  • Philomène Michel, Master Performance Klassik mit Hauptfach Violine; Bern
  • Hleb Sidaruk, Master Interpretation in Contemporary Music mit Hauptfach Violoncello; Belarus

Die Jurybegründungen

Luis Greipl, Master Performance Jazz mit Hauptfach Schlagzeug; Zürich
Jurystatement: Der Schlagzeuger Luis Greipl wird aufgrund seiner Master-Performance vom 2. Juni 2026 ausgezeichnet. Luis Greipol trieb das Konzert mit einem satten, groovenden Drive voran und trug mit spürbarer Musikalität zu einem warmen, runden Bandsound bei. Sein technisch versiertes Spiel wirkte dabei nie aufgesetzt, sondern stets im Dienst der Musik. Die Musikerinnen und Musiker fanden spürbar zueinander, und so entstand ein Konzertabend, der Afrobeat leichtfüssig mit Jazz verband.

Paulina Pitenko, Master Solo Performance Klassik mit Hauptfach Saxofon; Lettland
Jurystatement: Paulina Pitenko wird aufgrund ihres Konzerts mit dem Luzerner Sinfonieorchester und ihres Rezitals im Rahmen ihres Solo Performance Masterabschlusses ausgezeichnet.
Im Spiel mit dem Orchester zeigte Paulina Pitenko ihre solistischen Qualitäten: Souverän fasste sie Melodien und Sprünge in weitgespannte Bögen und kreierte damit eine bewegende Atmosphäre. Im Rezital überzeugte sie die Jury neben ihrer Beweglichkeit, in den verschiedenen Formationen musikalisch zu führen als auch sich kammermusikalisch einzufügen mit ihrer technischen Brillanz, Ausdauer und Präsenz.

Sophie Knöchelmann, Master Solo Performance Klassik mit Hauptfach Violine; Büren, Solothurn
Jurystatement: Sophie Knöchelmann wird aufgrund ihrer technisch und musikalisch überlegenen Darstellung des Violinkonzerts op. 19 von Sergei Prokofjew im Solistenkonzert wie auch für ihr aufs Schönste ausgelotete kammermusikalische Spiel in ihrem Master-Rezital ausgezeichnet. Ihre reiche Palette an Ausdrucksmöglichkeiten, ihr Sinn sowohl für lyrische Kantilenen als auch für klangliches Raffinement sind beeindruckend und weisen sie als Musikerin mit grossem Potenzial aus.

Daria Bocharova, Master Performance Klassik mit Hauptfach Klavier, Israel 
Jurystatement: Daria Bocharova überzeugt im Master Performance Klassik mit einem Klavierspiel auf höchstem Niveau. Besonders beeindruckend sind Transparenz und Durchhörbarkeit selbst in komplexesten Klangschichtungen. Die Dynamik – bis in ihre äussersten Extreme – bleibt einem betörenden, sorgfältig geformten Klang verpflichtet. Das klug konzipierte Programm ihres Masterrezitals, das die Verwandlung eines Grounds durch die Epochen verfolgt, zeugt von künstlerischer Eigenständigkeit und konzeptioneller Reife. Bemerkenswert ist zudem das Bekenntnis zum modernen Steinway, auf dem auch die Werke C. P. E. Bachs in einer differenzierten Interpretation erklingen. Die Künstlerin strahlte innere Ruhe und Präsenz aus und gab dem Werk den ihm gebührenden Raum. Die künstlerische Laufbahn von Daria Bocharova werden wir mit Interesse weiterverfolgen.

Philomène Michel, Master Performance Klassik mit Hauptfach Violine; Bern
Jurystatement: Philomène Michel wird aufgrund ihres technisch exzellenten und von einer grossen Natürlichkeit getragenen Spiels in einem stilistisch weit gefächerten und kühn konzipierten Programm ausgezeichnet. Ihre Interpretationen sind authentisch, leben von spielerischer Energie und finden auch in einem technisch so anspruchsvollen Werk wie dem Streichoktett op. 7 von George Enescu beseelten Ausdruck: Das selten gehörte Werk entfaltete sich bei aller Virtuosität zu einer im schönsten Sinne freien, organisch atmenden Musik.

Hleb Sidaruk, Master Interpretation in Contemporary Music mit Hauptfach Violoncello; Belarus
Hleb Sidaruks Interpretation und Programm haben mit berührender Qualität, einer Eindrücklichkeit und Dringlichkeit überzeugt, die schwer in Worte zu fassen ist: Musik und Kultur ist (über)lebensnotwendig – daran hat dieses Abschlusskonzert erinnert. Wie Audre Lorde in «Poetry Is Not a Luxury» schon 1977 beschrieb: «Unsere Poesie formuliert, was in uns selbst angelegt ist, was wir in uns fühlen und wagen, Wirklichkeit werden zu lassen, unsere Ängste, unsere Hoffnungen, unsere tiefsten Schrecken.» (frei übersetzt). Dass ein Konzert an solche Essenzen erinnert, ist aussergewöhnlich und bedeutsam. Einen jungen Musiker zu unterstützen, der dies vermag, steht im starken Einklang mit dem Ziel der ST.ART Nachwuchsförderung.

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Strebi-Gedenkpreis

An der Diplomfeier wurden auch drei mit je 2ʼ000 Franken dotierte Preise der Strebi Stiftung für herausragende Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen verliehen:

  • Johanna Christen (Bachelor Musik & Bewegung); Horw, Luzern
  • Flavia Meyer (Bachelor of Arts in Musik, Jazz vokal, Gesang); Meggen, Luzern
  • Leonard Spyrou (Bachelor of Arts in Music, Klassik instrumental, Klavier); Meggen, Luzern 
Die Jurybegründungen

Johanna Christen (Bachelor Musik & Bewegung); Horw, Luzern
Johanna Christen wurde 2002 geboren und wuchs in Luzern auf. Im Bachelor of Arts / Musik und Bewegung zeigte sich ihr breites Talent. Musik, Bewegung und Pädagogik bespielt sie virtuos. 
Besonders hervorzuheben ist ihre Bachelorarbeit mit dem Titel «Ein Schulhaus groovt». Während fünf Monaten entwickelte sie mit Schülerinnen und Schülern der 1. bis 6. Klasse ein Rhythmusprojekt, bei dem Alltagsmaterialien, der eigene Körper und «Nespresso-Plastikröhren» als kreative Klangquellen zum Einsatz kamen. Das Projekt zeigte, wie wichtig musikalisch-rhythmische Arbeit in Bezug auf Konzentration, Koordination, Kreativität, Selbstvertrauen, Gemeinschaftssinn und Teamfähigkeit ist. Sowohl im Bereich Bewegung/Tanz, in ihrem Hauptfach Klavier, in der Diplomlektion als auch in der Bachelorarbeit schloss sie mit Auszeichnung ab.

Flavia Meyer (Bachelor of Arts in Musik, Jazz vokal, Gesang); Meggen, Luzern
Flavia Meyer, geboren 2003 in Zürich, aufgewachsen in Meggen, hat sich an ihrem Bachelorkonzert sowohl als überdurchschnittlich interessante Komponistin präsentiert, als auch als Bandleaderin und Sängerin überzeugt. 
Ihre vielschichtigen Kompositionen sang sie souverän und improvisierte in einer Art und Weise über komplexe Harmonien und Strukturen, wie dies im Jazzgesang selten zu hören ist. Ihre Stimmkontrolle und Virtuosität liegt weit über dem üblichen Niveau einer Bachelor-Studierenden. Sie hat ein tiefes Verständnis für die Jazz-Sprache. Trotz der technischen Ausrichtung der Prüfung, schaffte es Flavia, sich als Künstlerpersönlichkeit zu zeigen, durch ihre Auswahl und Interpretation des Repertoires, durch die Wahl ihrer Mitmusiker:innen und sogar durch die Gestaltung ihrer technischen Übung.

Leonard Spyrou (Bachelor of Arts in Music, Klassik instrumental, Klavier); Meggen, Luzern 
Leonard Spyrou, geboren 2004 in Duisburg, verbrachte seine frühe Kindheit in Athen. Im Alter von 13 Jahren entdeckte Leonard seine Leidenschaft für das Klavierspiel. Seit seiner Aufnahme in die Talentförderung des Kantons Luzern hat er sich über das Pre-College und das Bachelorstudium an der Hochschule Luzern – Musik mit Neugier und Offenheit seinen individuellen Weg am Klavier und zur Musik gebahnt. Seine hohe Affinität zur Liedbegleitung führte zu einem hervorragend gelungenen Bachelorprojekt, in dem das etablierte Konzept «Liederabend» auf intelligente Weise aufgebrochen und subtil erweitert wurde. Sein Bachelorrezital wurde von der Jury einstimmig mit der Höchstnote bewertet. Leonards Erfolg basiert auf einem vielschichtigen Zugang zur Musik ohne enge Klischees und starre Erwartungen. Er ist damit ein Versprechen für die Zukunft.

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Hella Siegrist-Preis 2025 für klavierpädagogische Exzellenz

Die Stiftung Musikförderung an der Hochschule Luzern - Musik vergab aus dem Hella Siegrist Fonds im Rahmen der Diplomfeier Preise für klavierpädagogische Exzellenz. Nach der Diplomfeier folgt dann das Vorspiel für Stipendien für pianistische Exzellenz.

  • Roman Lukas Staubli, Oberurnen, Glarus 
Biographie

Roman Staubli ist als Songwriter, Sänger und Keyboarder in den Glarner Bands Time to Fly und The Liptons tätig. Seine musikalische Laufbahn führte ihn 2018 an die Hochschule Luzern, wo er ein Musikstudium mit Schwerpunkt Klavier begann.
Während seines Studiums war er Mitgründer des Trios RoSaTo, das 2021 ein eigenes Musical zur Aufführung brachte und seither regelmässig Konzertreihen veranstaltet. Mit diesem Ensemble verbindet Roman Staubli kreative Projektarbeit mit vielseitiger Konzerttätigkeit.
2024 schloss er seinen Master in Performance erfolgreich ab. Im Sommer 2026 beendete er sein anschliessendes Studium im Bereich der Musikpädagogik an der Hochschule Luzern mit Bestnoten. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist er als Klavierlehrer, Korrepetitor und Liedbegleiter aktiv und engagiert sich mit grosser Leidenschaft für die Förderung und Begleitung von Musikerinnen und Musikern.

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Jörg Moser Preis für Volksmusik

Der Preis wird dieses Jahr zum ersten Mal verliehen; er geht an:

  • Daria Occhini – Master of Arts in Musikpädagogik – Hauptfach Jodel; Ins, Bern
Biografie

Daria Occhini hat auf eindrückliche Weise gezeigt, wie lebendig, vielseitig und künstlerisch anspruchsvoll Schweizer Volksmusik heute sein kann.
Mit grosser stimmlicher Präsenz, musikalischer Reife und einer berührenden Ausdruckskraft überzeugte sie die Jury in jeder Hinsicht. Ihr Abschlussprojekt wurde mit der Bestnote 6.0 bewertet und von der Jury einstimmig für den Förderpreis der Volksmusik 2026 empfohlen. Mit diesem Preis möchten wir nicht nur ihr bisheriges Schaffen würdigen, sondern sie zugleich ermutigen, ihren künstlerischen Weg mit derselben Leidenschaft, Eigenständigkeit und Verbundenheit zur Volksmusik weiterzugehen.

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Kategorie: News, Medienmitteilung, Erfolge
Musik
Themen: Musik

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