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  4. 282 Diplome und 16 Preise am Departement Design Film Kunst der Hochschule Luzern
2. Juli 2025

282 Diplome und 16 Preise am Departement Design Film Kunst der Hochschule Luzern

Dieses Jahr erhielten 282 Absolventinnen und Absolventen ihre Bachelor- oder Masterdiplome in den Bereichen Design, Film und Kunst. An der Diplomfeier wurden zudem herausragende Abschlussarbeiten prämiert. Insgesamt wurden 16 Preise vergeben.

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212 Absolventinnen und Absolventen haben dieses Jahr ein Bachelordiplom erhalten; dies in den Bereichen Animation, Video, Camera Arts, Data Design+Art, Design Management, International, Digital Ideation (gemeinsames Angebot mit dem Departement Informatik), Graphic Design, Illustration (Fiction und Nonfiction), Objektdesign, Spatial Design, Textildesign sowie Kunst & Vermittlung. Zudem schlossen 70 Studierende ein Masterstudium ab. 

Die Diplomfeier fand am Samstag, 28. Juni 2025 im Rahmen der Werkschau Design Film Kunst 2025 statt. An der Werkschau wurden auch insgesamt 16 Förderpreise für herausragende Abschlussarbeiten vergeben.

ST.ART-Preis: Pius Strassmann, Melina Hofer, Jana Schlegel, Tobias Ryser, Corina Brändli, Timo Baumann, Ermin Zoronjic, JiyanSchmidiger

Der Nachwuchsförderpreis Kultur – ST.ART des Kantons Luzern geht an Timo Baumann, Corina Brändle, Melina Hofer und Jana Schlegel, Tobias Ryser, Jiyan Schmidiger und Ermin Zoronjic.
Bild: Priska Ketterer

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Nachwuchsförderpreis Kultur – ST.ART des Kantons Luzern

Der Kanton Luzern verleiht sechs mit 5'000 Franken dotierte Förderpreise Kultur – ST.ART an die Studierenden des Departements Design Film Kunst; im Herbst folgen Preise für Studierende des Departements Musik. Die Auszeichnung soll Absolventinnen und Absolventen beider Departemente bei ihrem Einstieg in die professionelle künstlerische Tätigkeit unterstützen. 
Die Preise wurden vergeben an:

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Timo Baumann Luzern, Bachelor Data Design + Art – «Urnengang seit 1848 – ein visueller Zugang zu den Daten der direkten Demokratie»: Direkte Demokratie zählt Stimmen. Jeder Urnengang seit 1848 ist Teil einer stetig wachsenden Datensammlung. Eine datenbasierte Projektion macht politische Partizipation und Ausgrenzung sichtbar und lädt dazu ein, durch vergangene Debatten zu navigieren. Debatten zwischen JA- und NEIN-Lagern, die bis heute um Mehrheiten ringen.

Corina Brändle, Mosnang, Bachelor Graphic Design – «Material Specimen»: Die Arbeit bündelt die Auseinandersetzung mit ausgewählten Materialien im festen und flüssigen Zustand. Dabei verstand Corina Brändle das Material als Input bzw. Ausgangspunkt explorativer Entwurfsreihen. Die Stofflichkeit wurde als Gestaltungstool eingesetzt, mit dem sie sowohl analog als auch digital gearbeitet hat. Die gesammelten Druckproben, Ästhetiken, Ansätze und Erkenntnisse wurden anschliessend kategorisiert und dokumentiert. 

Melina Hofer, Bern, und Jana Schlegel, Zürich, Bachelor Video – «Fell in Love With a Book»: Autor:innen eines Sans-Papiers-Kollektivs lesen im öffentlichen Raum aus ihrem Buch. Mit Texten, Fragen und Blicken suchen sie den Dialog – und öffnen einen Raum der Begegnung. Im gemeinsamen Schreiben entstand eine Sprache der Solidarität und des Widerstands, die mit dominanten Narrativen bricht.

Tobias Ryser, Solothurn, Bachelor Illustration Nonfiction – «WORK LIFE BEIZ»: Die Arbeit untersucht die Beiz als dritten Ort, einen Raum zwischen Zuhause und Arbeitswelt. Auf der Suche nach Austausch, Geborgenheit und Abstand vom Alltag wird sie zum gemeinsamen Begegnungsraum. Sie hält zusammen, was ist, und in ihr wird verhandelt, was werden soll. Die Beiz ist ein Zufluchtsort, ein Speicher von Emotionen und Abbild einer Gesellschaft im ständigen Wandel.

Jiyan Schmidiger, Hombrechtikon, Bachelor Camera Arts – «I Kiss You Today For Tomorrow»: Das Projekt befasst sich mit der kurdischen Kultur und ihrem Erbe im Kontext kollektiver Erinnerung in den nordkurdischen Gebieten, aus zazaki-alevitischer Perspektive. Die jahrzehntelang andauernde erzwungene Assimilation der Kurd:innen – oft mit der Folge fragmentierter Identitäten und ausgelöschter Geschichten – wird beleuchtet und offenbart Spuren von Repression, die tief im Alltäglichen verankert sind.

Ermin Zoronjic, Chur, Bachelor Digital Ideation – «Dynamic Persona»: Personas sind weit mehr als nur stereotype Nutzer:innenprofile – sie sind lebendige Stellvertreter:innen, für die wir gestalten. Doch die Entwicklung und das Verständnis von Personas können eine Herausforderung sein: Voreingenommenheit verfälscht Einsichten, Komplexität lähmt den Prozess und allzu oft bleibt die menschliche Persönlichkeit hinter abstrakten Datenblättern verborgen. Dynamic Persona ist eine explorative und konzeptionelle Arbeit, die wissenschaftliche Erkenntnisse und KI vereint, um Personas nicht als statisches Konstrukt, sondern als interaktiven Avatar zu denken.

Förderpreise zeugindesign-Stiftung: Etienne Aregger, Lisa Rubio, Ermin Zoronjic, Corina Brändle, Jana Schlegel, Melina Hofer

zeugindesign-Stiftung: der Preis geht an Lisa Rubio, Ermin Zoronjic, Corina Brände, Melina Hofer und Jana Schlegel sowie an Simon Litschi.
Bild: Priska Ketterer

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Förderpreise der zeugindesign-Stiftung

Die zeugindesign-Stiftung zur Förderung der visuellen Gestaltung verleiht fünf mit je 4'000 Franken dotierte Förderpreise an:

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  • Lisa Rubio, Emmenbrücke, Bachelor Objektdesign – «Klangmahlzeit»  
  • Ermin Zoronjic, Chur, Bachelor Digital Ideation – «Dynamic Persona». Ermin Zoronjic hat auch den ST.ART-Nachwuchsförderpreis Kultur gewonnen.
  • Corina Brändle, Mosnang, Bachelor Graphic Design. Corina Brändle hat auch den ST.ART-Nachwuchsförderpreis Kultur gewonnen.
  • Melina Hofer, Bern, und Jana Schlegel Zürich, Bachelor Video. Melina Hofer und Jana Schlegel haben auch den ST.ART-Nachwuchsförderpreis Kultur gewonnen.
  • Simon Litschi, Winterthur, Master Design – «Sensational Wood»: Simon Litschi arbeitet mit Holz, das durch eine biobasierte Tinte elektrisch leitfähig wird und so auf Berührung, Atem oder Bewegung reagiert. Entwickelt wurde die Technologie von Christopher Dreimol, Materialwissenschaftler an der ETH Zürich. Der Designer erkundet das sensorische und emotionale Potenzial in verschiedenen Bereichen und entwickelte vier Objekte: einen im Holz verborgenen Lichtschalter, ein Instrument für die Musiktherapie, einen Holzkreis, der Atem in Klang verwandelt, und ein Objekt, das bei Berührung Duft verströmt. Die Technologie tritt zurück, das Material spricht. Das Projekt eröffnet ein Möglichkeitsfeld vielfältiger Anwendungen in Raum und Objektgestaltung.

Preis der Stiftung Alan C. Harris und Else Harris geb. Treumann 

Der mit 3'000 Franken dotierte Preis der Stiftung Alan C. Harris und Else Harris geb. Treumann wird jährlich an eine Absolventin oder einen Absolventen des Master Kunst verliehen. Er geht in diesem Jahr an Lucas Gross, Basel, Master Kunst. – «Larvende Zeichen::Phänomen Nsi-nings»: Das Phänomen Nsi-nings zeigt auf, dass im alltäglichen, individuellen Erleben semiotische Zeichen via intrinsisch motiviertem, hermeneutischem Erkenntnisprozess erkannt, gelesen und eben interpretiert werden. Dabei stellen imaginative Kräfte, welche im Perzeptionsvorgang wirken, Potenzial wie Quelle für Verzerrung und gleichsam die künstlerische Praxis dar.

Preis der Swiss Design Association (SDA) 

Der Preis der Swiss Design Association (SDA) honoriert hervorragende Diplomandinnen und Diplomanden der SDA-Partnerhochschulen. Die Preissumme beträgt 500 Franken sowie eine dreijährige Jungmitgliedschaft bei der SDA. Der Award geht 2025 an Siv Keller, Bern, Bachelor Textildesign – «the pressure of printing»: Das Orbis-Druckverfahren stammt aus den 1920er-Jahren und basiert auf einer wasserlöslichen Knetmasse, die zugleich Farbträger und Druckstock ist. Die Frage, wie man sich eine in Vergessenheit geratene textile Technik aneignen kann, bildet den Kern dieser prozessbasierten Untersuchung.

Chapeau! Preis für Theorie BA-/MA-Arbeit 

Die Auszeichnung Chapeau! Preis für Theorie BA-/MA-Arbeit ist mit je 500 Franken für herausragende schriftliche Abschlussarbeiten dotiert. Er ging in diesem Jahr an:

  • Leonie Berger, Basel, Bachelor Video für ihr Videoessay «Der Weg zum Anderen». 
  • Fiona Zellweger, Zürich, Bachelor Data Design + Art. Fiona Zellweger hat auch den Förderpreis Design Film Kunst/Alumni Hochschule Luzern gewonnen. 
 
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Links und Downloads

  • Fotos Priska Ketterer

  • Diplomierte nach Studiengang

    (111.8 KB) .PDF 

  • Diplomierte nach Herkunft

    (109.2 KB) .PDF 

  • Preisträgerinnen und Preisträger

    (89.7 KB) .PDF 

Kategorie: News, Medienmitteilung
Design Film Kunst
Themen: Film, Design, Design, Kunst, Musik und Kultur, Kunst, Kultur

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