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  4. Diplome und Preise für Design-, Film- und Kunst-Absolventinnen und -Absolventen
6. Juli 2022

Diplome und Preise für Design-, Film- und Kunst-Absolventinnen und -Absolventen

2022 erhielten 247 HSLU-Absolventinnen und -Absolventen ihre Bachelor- oder Masterdiplome in den Bereichen Design, Film und Kunst. Dreizehn Abschlussarbeiten wurden prämiert: von Prototypen für nachhaltige Matratzen über Publikationen zur afghanischen Kultur bis zu schwindelerregenden Performances auf Stelzen.

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In diesem Jahr haben 188 Absolventinnen und Absolventen ein Bachelordiplom erhalten in den Bereichen Animation, Video, Camera Arts, Graphic Design, Illustration (Fiction und Nonfiction), Digital Ideation (gemeinsames Angebot mit dem Departement Informatik), Objektdesign, Textildesign, XS Schmuck, Design Management, International, sowie Kunst & Vermittlung. 59 Studierende schlossen ein Masterstudium in Design, Film oder Kunst ab. 

Die Diplomfeier fand am Samstag, 2. Juli 2022 im Rahmen der Werkschau Design & Kunst 2022 statt. An der Werkschau wurden auch Förderpreise für dreizehn herausragende Abschlussarbeiten vergeben:

Förderpreis Master of Arts in Design: Joel Hügli und Angela Wicki

Der Förderpreis Master of Arts in Design ging an zwei Personen: Joel Hügli und Angela Wicki.

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Förderpreis Master of Arts in Design

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Den mit 5'000 Franken dotierten Förderpreis Master of Arts in Design teilen sich heuer erstmals zwei Studierende: Angela Wicki aus Luzern und Joel Hügli aus Bern.

  • Angela Wicki hat in ihrer Abschlussarbeit «Netzwerk Regenerative Bildung» im Bereich Service Design ein Netzwerk für Lehrpersonen zur Förderung des Unterrichts in und mit der Natur kreiert. Ziel ist, dass alle Schülerinnen und Schüler ganzjährig an einem Tag pro Woche im Freien lernen dürfen. Die Idee dahinter: Beim Unterricht in der Natur wächst eine kritisch denkende und sensibilisierte Generation heran, die den Wert der natürlichen Umwelt kennt und entsprechend verantwortungsvoll handeln wird. Angela Wicki setzt für ihr Netzwerk auf den Erfahrungs- und Wissensaustausch von Lehrpersonen vor Ort und auf digitale Plattformen. Mehr Informationen 
  • Produktdesigner Joel Hügli konzentrierte sich in seiner Abschlussarbeit «Ecomade» auf ein low interest product: die Matratze. In der Schweiz werden jährlich bis zu einer Millionen Matratzen entsorgt. Nicht eine einzige davon wird recycelt. Mit diesem Zustand wollte sich Hügli nicht abfinden. In Zusammenarbeit mit dem Hersteller Roviva und mit Unterstützung der Ikea Stiftung Schweiz hat er einen Matratzen-Prototyp hergestellt, dessen Materialien recycelbar sind. Der Prototyp besteht aus wenigen Materialien und Komponenten, die leicht zusammengefügt und wieder voneinander getrennt und ersetzt werden können. Mehr Informationen

Der Preis wird gemeinsam vom Verein «Luzern Design» und der Hochschule Luzern vergeben.

Max von Moos-Preisträger Clemens Fellmann

Max von Moos-Preisträger Clemens Fellmann.

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Preis der Max von Moos-Stiftung

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Der mit 5’000 Franken dotierte Preis der Max von Moos-Stiftung geht an Clemens Fellmann aus Fribourg, Absolvent des Master Kunst, für «Bespielungen eines Körpers». Fellmann installierte seine dreiteilige Videoarbeit als Teil der Spin-off-Ausstellung des Master Kunst in einer ehemaligen Fabrikhalle in Brunnen SZ. Die Videobilder wurden direkt auf die unverputzte Wand der Halle projiziert. Die Filme zeigen den Künstler beim Ausführen unterschiedlicher Alltagsbewegungen: Beim Aussteigen aus einem Bus, dem Regulieren einer Heizung oder dem Greifen einer Kaffeemaschine. Bewegungen wie diese werden von uns kaum wahrgenommen oder bewusst ausgeführt. Und an diesem Punkt setzt Clemens Fellmanns Arbeit an. Er nimmt diese automatisierten Bewegungsabläufe, löst sie von ihrem Verwendungszweck ab und repetiert sie, performt sie. So wirft er einen neuen Blick auf ganz Alltägliches. Mehr Informationen

Förderpreis zeugindesign-Stiftung (vlnr.): Shirin Doerig, Fawad Qadire, Dina Wernli und -	Philipp Amaro Veiga Pinheiro. Nicht anwesend: Nora Wagner

Förderpreis zeugindesign-Stiftung - die Geehrten (vlnr.): Shirin Doerig, Fawad Qadire, Dina Wernli und Philipp Amaro Veiga Pinheiro. Nicht anwesend: Nora Wagner.

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Förderpreise der zeugindesign-Sfitung

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Die zeugindesign-Stiftung zur Förderung der visuellen Gestaltung verlieh fünf mit je 4’000 Franken dotierte Förderpreise an:

  • Shirin Doerig aus Meistersrüte AI, Absolventin des Bachelor Design Management, International. Doerig kreierte für ihre Abschlussarbeit «Supporting Women and Physicians in the Journey with Endometriosis» einen App-basierten Gesundheitsdienst. Die App richtet sich an Frauen, die an Endometriose leiden. Obwohl rund jede zehnte Frau davon betroffen ist, gilt die schmerzhafte Krankheit als wenig erforscht und wird oft erst spät diagnostiziert. Die App unterstützt die Frauen und die sie behandelnden Ärztinnen und Ärzte beim Erstellen der Diagnose und der Behandlung. So können darin Symptome in ein Tagebuch eingetragen und der Krankheitsverlauf damit objektiver nachvollziehbar gemacht werden. Mehr Informationen
  • Fawad Qadire aus Engelburg SG, Absolvent des Bachelor Graphic Design. Qadire beleuchtet in seiner mit Augmented Reality-Elementen versehenen Publikation «In Afghanistan fliegen die Drachen immer noch» die Fragmente der afghanischen Kultur nach Jahrzehnten der Kriege und der Konflikte. Entstanden ist ein ungebundenes Werk mit alphabetisch sortierten Bögen voller Interviews, Sammlungen, Kunstwerken und kulturellen Einblicken. Die losen Blätter der Publikation widerspiegeln das Gefühl der Fragilität. Mehr Informationen
  • Dinah Wernli aus Aarburg AG, Absolventin des Bachelor Illustration Fiction, für «Louise». In ihrer 112 Seiten starken Publikation erzählt Wernli die Geschichte von Louise Grütter. Die Bäuerin lebte in der Nachbarschaft des Schweizer Malers Cuno Amiet und stand ihm ab 1905 häufig Modell. Wernli war fasziniert von dieser Frau, die auf den Bildern Amiets mal mit entblösster Brust, mal mit Kind auf dem Arm, auftauchte, und setzt ihr mit abstrakten, teils schwarz-weissen, teils knallig-farbigen Bildern ein Denkmal. Mehr Informationen
  • Nora Wagner aus Winterthur ZH, Absolventin des Master Design. Wagner entwickelte mit «selma & mogli» ein Konzept für spielerisch-exploratives Lernen. Das Konzept wird von einem Kurzfilm und einer Dokumentation flankiert. Wagner geht von der Prämisse aus, dass künftig Kollaboration auf dem Arbeitsmarkt wichtiger sein wird als starre Hierarchieformen. Kinder müssten in der Schule auf diese Anforderungen vorbereitet werden, doch oft bestimme immer noch fremdgelenkt-statisches Lernen den Unterricht. «selma & mogli» zeigt Ansätze für neue Lernformen, die Schülerinnen und Schüler aktiv mitgestalten können. Mehr Informationen  
  • Philipp Amaro Veiga Pinheiro aus Küssnacht am Rigi SZ, Absolvent des Bachelor Video. Pinheiros 20-minütiger Schwarz-Weiss-Film «o falecido», dreht sich um den titelgebenden Verstorbenen. Obwohl der gar nicht tot ist. Der Filmemacher hat bis zu seinem 16. Lebensjahr mit seinem Vater gelebt. Aber eine Erinnerung an ihn hat er nicht. Was ist hier vorgefallen? Veiga Pinheiro stösst auf ein Tagebuch und macht sich auf die Suche – er konfrontiert die Frauen in seiner Familie, und findet seine eigene Perspektive auf die Geschehnisse. 

Preis der Stiftung Alan C. Harris und Else Harris geb. Treumann: Xenia Joss

Der Preis der Stiftung Alan C. Harris und Else Harris geb. Treumann ging an Xenia Joss.

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Preis der Stiftung Alan C. Harris und Else Harris geb. Treumann

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Der mit 3’000 Franken dotierte Preis der Stiftung Alan C. Harris und Else Harris geb. Treumann wird an eine Absolventin oder einen Absolventen des Master Kunst verliehen. Er geht heuer an Xenia Joss aus Huttwil BE für ihre Arbeit «Räume der Tabus». Joss basierte ihre Siebdrucke auf Interviews zu Tabuthemen in der Kindheit, beispielsweise der Tod, die Sexualität oder das Zeigen von Schwäche. Die Technik des Siebdrucks wählte Joss, weil sich Bilder damit beliebig oft reproduzieren lassen, genau wie auch Tabuthemen reproduziert und weitergetragen werden, wenn man sie nicht kritisch hinterfragt.

Förderpreis Design & Kunst/Alumni Hochschule Luzern: Emma Bertuchoz (Mitte) mit Team

Emma Bertuchoz (m.) mit Team und Förderpreis Design & Kunst/Alumni Hochschule Luzern.

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Förderpreis Design & Kunst/Alumni Hochschule Luzern

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Der Förderpreis Design & Kunst/Alumni Hochschule Luzern in Höhe von 2’022 Franken – die Preissumme ergibt sich aus der aktuellen Jahreszahl – geht an Emma Bertuchoz aus Saignelégier JU, Absolventin des Bachelor Kunst & Vermittlung. In ihrer Performance «Embracet» sucht Bertuchoz nach Stabilität in grosser Höhe – buchstäblich: Für ihre Abschlussarbeit hat sie stelzenartige Beinprothesen mit bleistiftförmigen Spitzen kreiert. Für die Trägerin oder den Träger ist es äussert schwierig, darauf das Gleichgewicht zu halten. Sie sind daher dazu gezwungen, ihre bisherigen Fähigkeiten zu verlernen und neue Wege der Fortbewegung finden.

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Preis der Swiss Design Association (SDA): Tamara Volken

Tamara Volken erhielt den Preis der Swiss Design Association (SDA).

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Preis der Swiss Design Association (SDA)

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Diplomanden der SDA-Partnerhochschulen. Die Preissumme beträgt 500 Franken sowie eine dreijährige Jungmitgliedschaft bei der SDA. Der Award geht 2022 an Tamara Volken aus Eglisau ZH. Die Absolventin des Bachelor Design Management, International entwickelte für ihre Abschlussarbeit «Designing Healing Evironments» ein interaktives PDF mit Richtlinien für die patientenzentrierte Gestaltung von Räumlichkeiten in psychiatrischen Kliniken. Je nach Krankheit müssen Räume ganz anders aufgebaut sein, um das Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten zu fördern. Volkens Arbeit trägt die umfangreiche wissenschaftliche Forschung dazu in einem übersichtlichen Handbuch zusammen und erleichtert so Planerinnen und Architekten die Arbeit.

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Chapeau! Preis für Theorie BA-/MA-Arbeit: Léon Hüsler und Camille Fröhlich

Chapeau! Preis für Theorie BA-/MA-Arbeit: die Geehrten Léon Hüsler und Camille Fröhlich. 

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Chapeau! Preis für Theorie-Arbeit

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Die Auszeichnung Chapeau! Preis für Theorie BA-/MA-Arbeit ist mit je 500 Franken für herausragende schriftliche Abschlussarbeiten dotiert. Er ging heuer an:

  • Camille Fröhlich aus Stettlen BE (Bachelor Illustration Fiction) für ihr Visual Essay «Eine ganz natürliche Sache». Fröhlich geht ein Thema an, das persönlicher und zugleich politischer kaum sein könnte: Mutter werden. In ihrem Essay fokussiert sie auf die Empfindungen von Müttern (und Vätern) nach der Geburt. Sie stellt Verbindungen her zwischen Moral, Religion und Ratgebern für werdende und junge Mütter und zeigt damit, auf wie vielen Ebenen gesellschaftlicher Druck ausgeübt wird. Mehr Informationen
  • Léon Hüsler aus Muttenz BL (Bachelor Video) für «… and then a couple of close-ups.» Hüsler untersucht in seiner theoretischen Arbeit die eine grundlegende medienwissenschaftliche Frage, nämlich wie Ästhetik und Ideologie zusammenhängen. Diese fächert er mit einer fast überwältigenden Fülle an Querverweisen und Bezügen auf Filme und Theorie-Diskussion auf. Hüslers Arbeit wird zudem von zahlreichen selbsterstellen Videoessays und -notizen begleitet. Mehr Informationen

Nachweise alle Bilder: Priska Ketterer/HSLU

Kategorie: News, Medienmitteilung, Erfolge
Design Film Kunst, Ausbildung, Interdisziplinarität & Öffentlichkeit, Medienstelle, Hochschule Luzern
Themen: Nachhaltigkeit, Design, Design Management, Designforschung, Graphic Design, Produktdesign, Visuelle Kommunikation, Film, Video, Kunst, Fine Arts, Kunst und Vermittlung

Kontakt

Prof. Ursula Bachman

Verantwortliche Werkschau Design & Kunst

+41 41 248 63 65

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  • Alle Abschlussarbeiten sind auf der Plattform wwwerkschau zu sehen.
FH Zentralschweiz

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