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  4. Historische Aufarbeitung der Meisterkurse in Luzern
12. September 2019

Historische Aufarbeitung der Meisterkurse in Luzern

Ein Forschungsprojekt der Hochschule Luzern hat die langjährige Geschichte der viel beachteten Meisterkurse in Luzern umfassend dokumentiert und in einer gemeinsamen Publikation mit dem Luzerner Stadtarchiv veröffentlicht.

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Carl Flesch (r.) mit seiner Meisterklasse 1944, in der Mitte steht der junge Hansheinz Schneeberger (5.v.l.). (Privatbesitz Hansheinz Schneeberger, Basel, Foto: Jean Schneider)
Inspirierende Stimmung: Enrico Mainardi mit seinen Kursteilnehmenden auf dem Balkon des Konservatoriums Dreilinden wohl Mitte der 1960er-Jahre. (Archiv Lucerne Festival, Foto: Ernst W. Saxer)
Mit «eminenten pädagogischen Fähigkeiten» beurteilt Franziska Martienssen-Lohmann 1966 die Gesangsvorträge ihrer Meisterklasse. (D-B, Mus.Nachl. Paul Lohmann, Gruppe 11 A, c [Konzertklasse Luzern])
«Teilweise vor versammelten Teilnehmern»: Beispiel einer Kursausschreibung aus den Anfangsjahren. (Ch-Lbhlm, R.MEI.003)
Der Meister beim Unterrichten, abgebildet auf Wolfgang Schneiderhans Kursausschreibung für das Jahr 1957. (Ch-Lbhlm, R.MEI.027, Foto: Kurt Blum)
Edwin Fischer wird als «treffender und geistvoller» Redner beschrieben, hier in einer Aufnahme aus den Anfangsjahren der Meisterkurse. (ZHB-Sosa, Ms.N.59, 44-48:3, Foto: Jean Schneider)
Publikation: «Meisterkurse in Luzern: Eine Erfolgsgeschichte im Kontext von Musikfestwochen und Konservatorium»
Im Rahmen der Internationalen Musikfestwochen Luzern, dem Vorreiter des heutigen Lucerne Festival, wurden 1943 die Meisterkurse für besonders begabte Musikerinnen und Musiker ins Leben gerufen. Bis 2003 kamen jeden Sommer bedeutende Künstlerpersönlichkeiten nach Luzern, etwa die Pianisten Edwin Fischer und Géza Anda, die Geiger Carl Flesch und Wolfgang Schneiderhan, der Cellist Enrico Mainardi oder die Sängerin Franziska Martienssen-Lohmann. Sie und viele andere unterrichteten in den Räumlichkeiten des Konservatoriums eine internationale Studierendenschar und gaben ihr Wissen an die junge Generation weiter.

Obwohl die Durchführungen teilweise gut dokumentiert sind, gab es bisher keine ausführliche Aufarbeitung zu den Meisterkursen. Aus diesem Grund hat David Koch, Musikforscher an der Hochschule Luzern, die Geschichte der Meisterkurse in Luzern umfassend untersucht und archivarisch erschlossen. Unter anderem ging er dabei der Frage nach, wie der Zeitgeist die Veranstaltung geprägt hat bzw. wie und durch welche Schlüsselpersönlichkeiten die Institution über die Jahre auf das Musikwesen der Stadt Luzern sowie dessen Wahrnehmung und Ausstrahlung eingewirkt hat. 

350 Durchführungen mit jährlich bis zu 200 Teilnehmenden

«Die Luzerner Meisterkurse sind eine echte Erfolgsgeschichte. Sie zählen rückblickend zweifellos zu den renommiertesten ihrer Art in Europa» sagt David Koch. Die anwesende Weltelite an den Musikfestwochen habe es möglich gemacht, dass insgesamt rund 350 Meisterkurse mit jährlich bis zu 200 Teilnehmenden stattfinden konnten, schwerpunktmässig in Klavier, Violine, Violoncello und Gesang. «Die Liste der Dozierenden umfasst beinahe hundert Namen, die auch über die Musikfestwochen hinaus oftmals eine enge Beziehung zur Stadt und zum Konservatorium gepflegt haben», so Koch. «Auch aus diesem Grund geniesst Luzern bis heute den Ruf einer Musikstadt von Weltrang.»

Die Meisterkurse sind in der damaligen Form zwar Geschichte, aber die Idee lebt im Rahmen der Lucerne Festival Academy weiter. So finden jeweils im Sommer Klassen für Komposition und Dirigieren sowie im Rahmen des Piano-Festivals und in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern Meisterkurse für Klavier statt.

Die Ergebnisse der rund zweijährigen Forschungsarbeit von David Koch sind in der vom Luzerner Stadtarchiv betreuten Schriftenreihe «Luzern im Wandel der Zeiten» erschienen.
 

Meisterkurse in Luzern: Eine Erfolgsgeschichte im Kontext von Musikfestwochen und Konservatorium
Autor: David Koch, Hochschule Luzern – Musik. Erschienen in der Reihe «Luzern im Wandel der Zeiten», herausgegeben von der Stadt Luzern, Stadtarchiv.
ISBN: 9 783952 3349 59. www.hslu.ch/publikationen

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  • Carl Flesch (r.) mit seiner Meisterklasse 1944, in der Mitte steht der junge Hansheinz Schneeberger (5.v.l). (Privatbesitz Hansheinz Schneeberger, Basel, Foto: Jean Schneider)

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  • Inspirierende Stimmung: Enrico Mainardi mit seinen Kursteilnehmenden auf dem Balkon des Konservatoriums Dreilinden wohl Mitte der 1960er-Jahre. (Archiv Lucerne Festival, Foto: Ernst W. Saxer)

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  • Buchcover «Meisterkurse in Luzern»

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Kategorie: Medienmitteilung, News
Musik, Medienstelle, Hochschule Luzern
Themen: Musik, Klassik

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