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  4. Hochschule Luzern berät EU in Fragen zu Blockchain
20. Februar 2018

Hochschule Luzern berät EU in Fragen zu Blockchain

Die Europäische Union hat einen internationalen Forschungsverbund gegründet, um die Entwicklung der Blockchain-Technologie zu beobachten und zu steuern. Das Departement Informatik der Hochschule Luzern ist als einzige Schweizer Institution an diesem Projekt beteiligt. 

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Die Blockchain-Technologie könnte die Art und Weise, wie wir die Wirtschaft oder staatliche Verwaltungen organisieren, komplett verändern. Auch die Europäische Union hat das Potenzial von Blockchain erkannt. Mithilfe des von ihr gegründeten «EU Blockchain Observatory and Forum» möchte sie die Entwicklung dieser Technologie beobachten und mitgestalten. Dabei handelt es sich um einen internationalen Forschungsverbund, der die politischen Entscheidungs-träger beraten soll. Mit dabei: das Departement Informatik der Hochschule Luzern. 

«Unsere Aufgabe ist, der Politik jene Informationen über Blockchain zu liefern, die sie benötigt, um fundierte Entscheidungen treffen zu können», sagt Alexander Denzler, Leiter des Projektteams an der Hochschule Luzern. Denn die Politikerinnen und Politiker befänden sich in einer schwierigen Situation: «Sie müssen gesetzliche Rahmenbedingungen für eine Technologie schaffen, die sehr komplex ist und die sie als Laien bisher schlecht verstehen.» Das kann von Diskussionen über die Einführung von Blockchain im Energiemarkt bis zu allfälligen Verboten Blockchain-basierter Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum gehen. 

Damit solche Debatten nicht im luftleeren Raum stattfinden, wird das Observatorium künftig als Bindeglied zwischen Technologie, Forschung und Politik fungieren. Es soll zudem die diversen nationalen Blockchain-Forschungsinitiativen vernetzen und Europa – die Schweiz inklusive – eine Führungsrolle bei der Entwicklung und dem Einsatz der Blockchain-Technologie sichern.

Einzige Schweizer Institution im Verbund

Die EU-Kommission hat das EU Blockchain Observatory and Forum Anfang Februar lanciert. Das mit 1.5 Millionen Euro dotierte Projekt ist Teil des EU-Forschungsrahmenprogramms Horizon 2020. Es ist vorderhand auf vier Jahre befristet. Die Hochschule Luzern ist als einzige Schweizer Institution daran beteiligt. Neben dem Departement Informatik gehören dem Observatorium das Imperial College London, das Knowledge Media Institute at Open University und die University of Southampton (alle aus Grossbritannien) an. Industriepartner ist die in der USA beheimatete Blockchain-Softwarefirma ConsenSys.

Was ist eine Blockchain?

Bei der Blockchain handelt es sich um eine Art digitales Logbuch. Alle an einer Blockchain beteiligten Parteien erhalten automatisch eine komplette Kopie dieses Buchs, sobald jemand einen neuen Eintrag macht – zum Beispiel eine Geldüberweisung. So entsteht eine Kette von theoretisch nicht fälschbaren Einträgen. Versucht jemand nachträglich einen Eintrag zu ändern oder zu löschen, werden die anderen Teilnehmer über diesen Eingriff alarmiert. Der Gedanke hinter der Blockchain-Technologie ist, fälschungssichere Datenbanken zu erschaffen. Dritte Parteien, die bis anhin das System überwachten, sollen so obsolet werden. Im Beispiel oben wäre die dritte Partei die Bank, die aufpasst, dass eine Überweisung ihr Zielkonto erreicht.

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Download und Links

  • Medienmitteilung vom 20. Februar 2018 Hochschule Luzern berät EU in Fragen zu Blockchain

    (82.1 KB) .PDF 

  • Mehr zu Forschung an Blockchain

  • Interview zu Blockchain auf dem Departements-Blog

Kategorie: Medienmitteilung, News
Informatik, Forschung
Themen: Informationstechnologie, International, Politik, Informatik und Wirtschaftsinformatik, Aktuell

Kontakt

Prof. Dr. Alexander Denzler

Leiter des Forschungsverbunds an der Hochschule Luzern, Dozent für Blockchain & Big Data

+41 41 757 68 89

E-Mail anzeigen

Crypto Valley Conference on Blockchain Technology

  • cryptovalleyconference.com

Vom 20. bis 22. Juni 2018 findet die vom Departement Informatik mitorganisierte weltweite Crypto Valley Conference on Blockchain Technology statt.

FH Zentralschweiz

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