In der Übersicht
Familien und Erziehungspersonen organisieren Kinderbetreuung heute auf vielfältige Weise – über Kitas und schulische Tagesstrukturen, aber auch mit Grosseltern, privaten Netzwerken oder selbstorganisierten Lösungen. Dabei entspricht die sichtbare Nachfrage nicht immer dem tatsächlichen Bedarf: Kosten, Arbeitszeiten, Familiensituation oder besondere Unterstützungsbedürfnisse können beeinflussen, welche Angebote Familien überhaupt nutzen können.
Im Auftrag der Albert Koechlin Stiftung (AKS) führt das Kompetenzzentrum EBBL der Hochschule Luzern - Soziale Arbeit deshalb in der Region Sursee-Mittelland eine Bedürfnisanalyse zur Kinderbetreuung durch. Im Zentrum stehen Eltern und Erziehungsberechtigte mit Kindern vom Kitaalter bis zum 9. Schuljahr. Untersucht wird, welche Betreuungsbedürfnisse bestehen, wie gut diese durch bestehende Angebote abgedeckt werden und wo bislang wenig sichtbare Bedarfe, Versorgungslücken oder bereits innovative und selbstorganisierte Lösungen bestehen. Ein besonderes Augenmerk gilt unterschiedlichen Familienkonstellationen und Familien mit besonderen Unterstützungsbedürfnissen.
Methodisch verbindet das Projekt eine System- und Umfeldanalyse mit Befragungen und Interviews von Eltern sowie dem Einbezug regionaler Akteurinnen und Akteure, wozu eine Auswahl an regionalen Unternehmungen gehören. Die Ergebnisse werden zusammengeführt und in konkrete Handlungsempfehlungen übersetzt. Diese Empfehlunge werden am 4. November 2026 öffentlich im Rahmen einer Grossgruppenveranstaltung diskutiert.
Ziel ist es, eine empirisch fundierte Grundlage für bedarfsgerechte, innovative und regional tragfähige Betreuungsmodelle zu schaffen und damit Impulse für die Weiterentwicklung der Kinderbetreuung in der Region Sursee und darüber hinaus zu geben.