Florence Schöb, MAD 2025, MA Design Award'25: Circular Design – Farben des Recyclings
Erforschung von Farb- und Designstrategien für ausrangierte Textilien
Warum?
Die Textilindustrie steht vor großen Herausforderungen, die sich negativ auf die Umwelt und die Menschen auswirken. Derzeit werden aufgrund von Problemen mit Qualität, Technologie, Unregelmässigkeiten und Ästhetik nur etwa 1 % der Textilien in einem geschlossenen Kreislaufsystem recycelt.
Was?
Recycelte Fasern haben inhärente Eigenschaften, darunter Farbe und Materialzusammensetzung, was es schwierig macht, eine einheitliche Farbe zu erzielen. „Colors of Recycling” untersucht das Farbpotenzial von recycelten Fasern, ihre ästhetischen Eigenschaften, nachhaltige Anwendungen und damit verbundene Designprozesse.
Wie?
Die Farbstudie hebt die Besonderheiten der Materialien und die Gestaltungsmöglichkeiten hervor. Es werden Sortierstrategien für gebrauchte Textilien entwickelt und Farbmischungen auf Faser-, Garn- und Oberflächenebene untersucht. Diese Studien liefern Grundlagen
für einen maßgeschneiderten Farbprozess im Textildesign.
Für wen?
Die Prototypen von „Colors of Recycling“ richten sich an Textildesigner, zeigen das Potenzial von recycelten Materialien auf, fördern die nachhaltige Verwendung von Farben und sensibilisieren die Verbraucher für die vielfältigen ästhetischen Möglichkeiten von recycelten Fasern.
Auswirkungen:
Das Projekt fördert das Recycling von mehrfarbigem „Textilabfall“. Durch den Verzicht auf Bleich- und Färbeprozesse werden wertvolle Ressourcen geschont. Die Einzigartigkeit des Materials wird bei Designentscheidungen bewusst berücksichtigt und sowohl von Designern als auch von Verbrauchern geschätzt.
Simon Litschi, MAD 2025, Förderpreis der zeugindesign-Stiftung – Sensationelles Holz
Die Sinne wecken durch nachhaltige, taktile Holzschnittstellen
Warum?
Simon verwandelt nachhaltiges Holz in ein ausdrucksstarkes Medium, um eine tiefere sensorische und emotionale Verbindung zu Alltagsgegenständen herzustellen. Seine Arbeit lädt uns dazu ein, uns intuitiv wieder mit der Natur, unserer Umgebung und uns selbst zu verbinden.
Was?
Die handgefertigten Oberflächen reagieren anmutig auf Berührungen, Atem und Bewegungen. Seine innovativen Prototypen verbinden natürliche Haptik mit digitalem Ausdruck und verschmelzen nachhaltige Innovation mit emotionalem Design durch Klang, Licht, Vibration und Duft.
Wie?
Holz wird mit IC-LIG, einer biobasierten Innovation der ETH, in eine leitfähige Oberfläche verwandelt. Diese natürliche Textur und sensorische Reaktionsfähigkeit beziehen die Nutzer mit ein, versetzen sie in einen Zustand des Flows und schaffen durch Berührung, Atem und Bewegung ein multisensorisches Erlebnis.
Für wen?
Diese Prototypen sind zwar auf Musiktherapeuten, Innenarchitekten und Kuratoren zugeschnitten, stehen jedoch für eine umfassendere Vision: die Neuinterpretation von Design als organischer, menschlicher Ausdruck, der in unserer Verbindung zu uns selbst und der natürlichen Welt verwurzelt ist.
Auswirkung:
Diese Arbeit definiert unsere Beziehung zur Technologie neu und formt Holz zu intuitiven, lebendigen Schnittstellen, die unsere Sinne wecken. Sie löst einen Wandel hin zu biologisch abbaubarer Elektronik aus, bei der das Design nicht nur dem Planeten dient, sondern auch Gemeinschaften stärkt und unsere Verbindung zur Natur wiederbelebt.
Gaia Paris, MAD 2025 – Jenseits der Düfte
Komplexe Systeme aus objektiven Daten und subjektiven Erfahrungen verstehen.
Warum?
Der Geruchssinn beeinflusst unsere Erfahrungen und Erinnerungen, verfügt jedoch über kein einheitliches Kategorisierungssystem, was den interdisziplinären Fortschritt behindert. Gaia bietet ein spekulatives Wissenschaftsprojekt, das persönliche Erfahrungen mit quantitativen Daten verbindet und einen alternativen Rahmen für die Analyse heterogener Daten bietet.
Was?
Diese Forschung untersucht eine mögliche Methodik zur Integration chemischer Daten mit menschlichen Wahrnehmungserfahrungen durch künstliche Intelligenz und Kodierung. Die Studie untersucht, wie ein hybrides System die wissenschaftlichen Eigenschaften von Molekülen und die emotionalen, kulturellen und sensorischen Reaktionen, die sie auslösen, erfassen könnte.
Wie?
Das Tool verbindet qualitative und objektive Daten. Durch die Verarbeitung dokumentierter Duftinformationen zusammen mit chemischen Datenbanken erstellt das System mehrdimensionale Analysen, die zu visuellen Koordinaten vereinfacht werden. Die daraus resultierende Analyse könnte Beziehungen aufzeigen, die mit traditionellen Methoden möglicherweise übersehen werden.
Für wen?
Dieses Tool nutzt zwar Gerüche als Fallstudie, ist jedoch in verschiedenen Forschungsbereichen einsetzbar. Die Verarbeitung heterogener Daten verbindet subjektive Erfahrungen mit objektiven Messungen und ermöglicht so neuartige interdisziplinäre Ansätze, die vom Gesundheitswesen bis zu Kulturwissenschaften reichen.
Auswirkungen:
Dieser Ansatz wandelt sensorische Erfahrungen in wissenschaftliche Erkenntnisse um und fördert die Zusammenarbeit zwischen quantitativen Wissenschaftlern und Forschern, die sich mit menschlichen Erfahrungen beschäftigen. Diese Zusammenarbeit hilft, Barrieren zwischen dem Messbaren und dem Erlebten zu überwinden, und geht über den Geruchssinn hinaus.
Anja Geissbergerova, MAD 2025 – Briefpost
Handgeschriebene Briefe als Akt des Widerstands
Warum?
Dieses Projekt ist eine Antwort auf eine Welt, die von Geschwindigkeit, Aufmerksamkeitsökonomie und datengesteuerten Systemen geprägt ist. Es regt zum Nachdenken darüber an, wie wir unsere Zeit verbringen, wer von unserer Aufmerksamkeit profitiert und wie wir Raum für Präsenz, Fürsorge und menschlichere Formen der Verbindung zurückgewinnen können.
Was?
Die Wiederbelebung der handschriftlichen Korrespondenz als Alternative zur digitalen Überlastung. Inspiriert von der Slow-Food-Bewegung fördert sie eine durchdachte, menschliche Kommunikation, die den Prozess über die Effizienz stellt und das Briefeschreiben zu einer zugänglichen, sozialen und kreativen Gewohnheit macht.
Wie?
Das Projekt veranstaltet gesellschaftliche Events, gibt monatliche Anregungen und fördert eine Gemeinschaft rund um das Briefeschreiben, wodurch handschriftliche Korrespondenz im heutigen Kontext frisch, kreativ und relevant wirkt.
Für wen?
Diese Initiative richtet sich an Menschen, die Privatsphäre und tiefere Verbindungen suchen, sowie an diejenigen, die der digitalen Überlastung entfliehen möchten. Sie dient Gemeinschaften, die alternative Kommunikationsräume aufbauen, Postdiensten, die um neue Relevanz bemüht sind, und politischen Entscheidungsträgern, die sich mit digitaler Souveränität und der Notwendigkeit nicht-extraktiver Kommunikationssysteme befassen.
Auswirkungen:
Das Projekt hilft Menschen, sich Zeit zurückzuerobern und sich vom digitalen Lärm zu erholen. Es schafft Raum für Gedanken, Verbindungen und Schreiben ohne Druck. Durch den geringeren Ressourcenverbrauch und die Förderung eines sinnvollen Austauschs unterstützt es das Wohlbefinden und inspiriert zu positiven Veränderungen in der Gesellschaft und der Umwelt.
Magdalena Tomoff, MAD 2024, Förderpreis der Zeugin Stiftung – In a white room with Piranhas
Neue Grenzen im Gesundheitswesen mit datengesteuertem Farbdesign und Materialexperimenten
In a White Room with Piranhas erforscht die Herausforderungen von Farbentscheidungen in Gebäuden des Gesundheitswesens und konzentriert sich auf die Überwindung von Widerständen gegen Veränderungen. Das Projekt stellt innovative Ansätze für das Design im Gesundheitswesen vor, indem es Kreativität mit wissenschaftlichen Erkenntnissen verbindet.
Die Arbeit befasst sich eingehend mit Farbe und Material und nutzt datengestützte Strategien und partizipative Methoden, um eindringliche Raumerlebnisse zu schaffen, die beispielsweise an neblige Berglandschaften erinnern. Durch eine Mischung aus Theorie und praktischer Anwendung werden Fähigkeiten in den Bereichen räumliche Modellierung, Textildruck, Farbsysteme, digitale Visualisierung und Zusammenarbeit mit der Industrie unter Beweis gestellt.
Diese Forschung soll zu neuen Entwürfen für Gesundheitsumgebungen inspirieren und Industriepartner bei der Weiterentwicklung ihrer Produkte unterstützen, um den sich wandelnden Anforderungen des Gesundheitssektors gerecht zu werden.
Gaia Leonardi, MAD 2024, MA Design Award'24: Circular Design – WeaveWise
Eine Design-Vision zur Reduzierung, Wiederverwendung und Verwaltung von Textilabfällen in der Sonnenschutzindustrie
„WeaveWise“ befasst sich mit Textilabfällen in der Schweizer Sonnenstorenproduktion, indem es den verlorenen Materialwert in der aktuellen Abfallpraxis erkennt. Ziel ist es, das Abfallmanagement zu verbessern, die Nachhaltigkeit zu fördern und die Wertschöpfung zu steigern.
Im Rahmen des Projekts werden ausrangierte Materialien wiederverwendet, um Abfälle zu minimieren und die Ressourcennutzung zu maximieren, was eine umfassende Lösung für das Problem der Textilabfälle darstellt.
„WeaveWise“ hilft Unternehmen bei der Einführung nachhaltiger Praktiken, um Abfälle durch langsame Produktion in alternative Anwendungen umzuwandeln. Die Initiative unterstützt Schweizer Unternehmen, die ihre Effizienz und Umweltverantwortung steigern wollen, indem sie nachhaltige Interventionen und Wiederverwendungsdienste anbietet.
Johanna Pöhler, MAD 2024 – Doomed to decay
Das Potenzial von Verschleiss und Abnutzung: Ein spekulativer Ansatz für Textilien
Die Beziehung zwischen Menschen und Textilien ist eng mit Kultur und persönlichen Geschichten verbunden, wobei Gebrauchsspuren das Potenzial für emotionale Verbindungen und umfassende Nachhaltigkeit bieten.
Eine immersive Ausstellung erforscht die sich wandelnden Einstellungen gegenüber Textilien anhand von zwei Objekten: eines steht für den Wunsch nach Neuem, das andere für den emotionalen Wert eines gut getragenen Gegenstands. Diese gewebten Stücke sind Ausdruck von Materialerkundungen, Beobachtungen und Gesprächen, die einen Dialog über Massenproduktion und die Vergänglichkeit von Konsumgütern anregen.
Das Ziel ist es, die Lebensdauer von Produkten zu verlängern, indem emotionale Bindungen gefördert werden. Indem wir die geteilten Erfahrungen und Geschichten, die in Textilien eingewebt sind, wertschätzen, können wir ihr Trage- und Erzählpotenzial schätzen.
Chiara Turel, MAD 2024 – Destigmatizing death
Wie sieht eine Design-Intervention zur Entstigmatisierung von Diskussionen über den Tod aus?
Tod, Sterben und Trauer sind universelle Erfahrungen, die in alltäglichen Gesprächen oft stigmatisiert werden und viele unvorbereitet zurücklassen. Diese Initiative zielt darauf ab, das Stigma, das Diskussionen über den Tod umgibt, zu verringern, indem junge Erwachsene ermutigt werden, sich frühzeitig mit dem Thema zu befassen und Maßnahmen zu entwickeln, die diese Gespräche erleichtern.
Das Ergebnis ist eine digitale Plattform, die mit physischen Berührungspunkten in halböffentlichen Räumen zum Thema Tod verbunden ist. Die Nutzer können Aufgaben zum Thema Tod erstellen und austauschen, Aufgaben von anderen übernehmen und ihre Fortschritte auf der Plattform verfolgen. Das Dashboard der Plattform entwickelt sich mit der Erledigung der Aufgaben weiter und fördert so Interaktion und Reflexion.
Das Projekt „Entstigmatisierung des Todes“ richtet sich an junge Erwachsene, die nur wenig mit dem Tod in Berührung gekommen sind, sich aber gerne mit dem Thema auseinandersetzen möchten und denen es an Ressourcen fehlt.
Mira Durrer, MA Design 2023, MA Design Price'23: Circular Design – NERI
Ein regionales Netzwerk für ökologische und regional bezogene Textilien.
Die Textilindustrie steht vor Herausforderungen wie langen Produktionswegen, ressourcenintensiver Beschaffung und dem Bedürfnis nach mehr Transparenz. Es besteht ein Bedarf an neuen Lösungen für die lokale Beschaffung von Geweben. Kleinunternehmern fällt es schwer, mit der Industrie zusammenzuarbeiten, da sie Großaufträge von industriellen Produzenten erhalten.
Das Projekt "NERI" verbindet den Endverbraucher mit der Faserquelle durch regionale Fasersysteme, die vom Saatgut bis zum gewebten Stoff reichen. Die Nutzung lokaler Ressourcen wie nachwachsender Rohstoffe und die Textilproduktion minimieren die Umweltauswirkungen und gewährleisten die Kontrolle über die gesamte Lieferkette.
Durch die Verknüpfung des Prozesses von gewebten Textilien - Rohfaser, Hersteller, industrielle Produktion und Kunde - erforscht das Projekt das Potenzial einer lokalen, möglichst kurzen Lieferkette. Nach dem Prinzip der geteilten Produktion werden kleinere Aufträge zusammengefasst, bis sie die Mindestbestellmengen der Industrie erreichen.
"NERI" wendet sich an Modedesigner, Schneider und Privatkunden, die zertifizierte, nachhaltig produzierte Meterware für Kleidungsstücke aus regionalen Ressourcen suchen. Es stärkt die Widerstandsfähigkeit, indem es einen neuen Markt für lokale Webereien eröffnet.
Brigitte Jornot, MA Design 2023, MA Design Price'23: Radical Niche – Raaar
Langlebige und individuelle Kleidung aus postindustriellem Abfall
Die Entwicklung nachhaltiger Produkte beruht auf einem Rückgang des Wachstums und einer veränderten Lebensweise. Die Verbraucher können die Produktionsmethoden erheblich beeinflussen, indem sie umweltfreundliche Produkte auswählen und eine nachhaltige Nutzung praktizieren. Eine neue Sichtweise auf Nachhaltigkeit und Upcycling kann solche Gewohnheiten fördern und eine dauerhafte Bindung an Textilien unterstützen.
Jornot arbeitet mit postindustriellen Textilabfällen und nutzt Zero-Waste- und Upcycling Strategien, um industrielle Fertigung mit traditioneller Schneiderei zu verbinden. Einzigartige Varianten werden werden erreicht, indem die Vielfalt der Stoffabfälle in einen raffinierten neuen Prozess integriert wird.
Alternative Werte werden durch die Adaption spezifischer kultureller Ästhetik in das Stoffdesign übertragen. Ausgewählte Einsätze spiegeln Persönlichkeit und Individualität wider, sprechen alternative Verbrauchergruppen an, fördern eine dauerhafte Bindung und bewerten unser Verhalten gegenüber Textilien neu.
"Raaar" ist für alle, die mutige und ausdrucksstarke Kleidung suchen, die individuelle emotionale Werte widerspiegelt und sich mit dem Träger weiterentwickelt. Die in der Schweiz hergestellten, upgecycelten und abfallfreien Kleidungsstücke unterstützen lokale Unternehmen und tragen zu einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen bei.
Joel Hügli, MA Design 2022, MAD Price'22, Swiss Design Award'23 – ECOMADE - Ecological Mattress Design
Designstrategien, Recyclingkonzepte und Materialforschung für zirkuläre Matratzen
Warum werden in der Schweiz jedes Jahr bis zu 1 Million Matratzen entsorgt und keine davon recycelt? Die Vision von ECOMADE ist es, einen Paradigmenwechsel hin zu einer nachhaltigen und kreislauforientierten Matratzenindustrie anzustossen. Angesichts der Tatsache, dass 90 % des ökologischen Fussabdrucks von Matratzen mit den verwendeten Materialien zusammenhängen, lag der Fokus auf den Aspekten Material, Recycling und Design. In Zusammenarbeit mit der Industrie wurden explorative Material- und Prozessentwicklungen durchgeführt. Daraus entstanden praktische Strategien für Schweizer Matratzenhersteller, wie sie durch Produktdesign nachhaltiger und kundenfreundlicher werden können.
Mit der Unterstützung von: Matratzen Allianz Schweiz,
Roviva Roth & Cie und Ikea Stiftung Schweiz
Vanessa Feri, MA Design 2022: Resource Change
Wie kann der Wert von ausgedienten Bauteilen erhalten oder sogar gesteigert werden, um eine attraktive Wiederverwendung in der Architektur zu ermöglichen?
Bauelemente verlieren nach ihrer Nutzung grundsätzlich an Wert, was dazu führt, dass sie verschrottet, verbrannt oder deponiert werden. Die grösste Herausforderung bei der Wiederverwendung stellt der Dachziegel dar, da er sehr billig ist: Trotz seiner hervorragenden Eigenschaften lohnt sich seine Wiederverwendung aufgrund zusätzlicher finanzieller, logistischen und rechtlichen Risiken.
In dieser Masterarbeit werden anhand einer Fallstudie über Dachziegel Strategien für die Wertschöpfung aus gebrauchten Bauelementen erforscht und Möglichkeiten für deren Verwertung in der Architektur gesucht.
Nora Wagner, MA Design 2022: Selma & Mogli
Ein Plädoyer für spielerisch-exploratives Lernen
In einem zukunftsorientierten Arbeitsmarkt ersetzen Kollaborationen starre Hierarchieformen. Sozialkompetenz und Selbstorganisation gewinnen an Bedeutung. Kinder auf gesellschaftliche Anforderungen vorzubereiten, gehört zum schulischen Bildungsauftrag, doch oft bestimmt noch immer fremdgelenkt-statisches Lernen den Unterricht. Im Hinblick auf gesellschaftliche Transformationsprozesse bedarf es jedoch prozessorientierte Lernformen, welche Kinder aktiv mitgestalten können.
Selma & Mogli steht deshalb für «spielerisch-exploratives Lernen motivierend anstossen & miteinander-operierendes Gestalten lustvoll integrieren». Es öffnet Gestaltungsräume und verbindet fachliche sowie überfachliche Kompetenzen miteinander. Eine co-kreative Konzeptentwicklung inklusive Dokumentation und Kurzfilm geben Einblick ins exemplarische Pilotprojekt.
Angela Wicki, MA Design 2022: Regenerative Bildung
Das Netzwerk Regenerative Bildung ist ein Netzwerk für Lehrpersonen, das den Unterricht in und mit der Natur legitimiert und fördert.
Das Netzwerk schafft Raum für Vernetzung und Austausch
zum Thema draussen unterrichten. Mit monatlichen
digitalen sowie analogen Treffen werden Informationen und
Möglichkeiten mit Hilfe von Organisationen und Expert:innen
zur Verfügung gestellt. Das Teilen von Praxiserfahrung
und Wissen unterstützt Lehrpersonen, regelmässig mit
den Schüler:innen in und mit der Natur zu unterrichten.
Regeneration bedeutet eine gesteigerte Lebensqualität für
alle Beteiligten, auch für die Natur.
Das Ziel ist eine kritisch
denkende, selbstwirksame und sensibilisierte Generation von
Schüler:innen, die den Wert der natürlichen Umwelt erkennt
und entsprechend handelt. Die Revolution der regenerativen
Bildung beginnt mit der Vernetzung!
Mentor:innen: Meri Zirkelbach, Isabel Rosa Müggler Zumstein
Markus Eberhard, MA Design 2021: Verbessere dein gestalterisches Leben!
Visuelles training für kreative Muskeln
Konstanter Zweifel über die eigene kreative Arbeit, die Angst vor dem weissen Papier und der Eindruck, sich mit anderen gestalterisch tätigen Personen messen zu müssen. Man arbeitet zu langsam, nicht genug und hat das Gefühl nicht weiterzukommen. Diese unterschiedlichen Aspekte beeinflussen die Arbeitsweise von visuellen GestalterInnen auf eine unerwünschte Weise. Selbstzweifel lähmen die eigene künstlerischen Arbeit, welche sich bis zu kreativen Blockaden entwickeln können.
In diese Situation möchte ich mit einem System aus Lösungsstrategien und einem visuellen Training eingreifen. Das Resultat sind illustrierte Lösungsvorschläge in Form eines Blogs, einer Social Media Präsenz und einem digitalen Workout, die den gestalterischen Personen in ihrer kreativen Arbeit helfen können.
Mentor:innen: Axel Vogelsang, Isabel Rosa Müggler Zumstein, Klaus Marek, Marcel Uhr, Robert Bossart
Cornelia Gassler, MA Design 2018: Klinker-Spiel
Designgetriebene Experimente mit Maschine, Material und räumlicher Wirkung
Seit der Industrialisierung wurde die Frage nach Mikrostrukturen und Rhythmen an der Fassade - nach Reduktion oder Komplexität - wiederholt diskutiert. Vor diesem Hintergrund werden in der praktischen Masterthesis «Klinker-Spiel» prozess- und materialbasierte Strategien ausgelotet, und erfragt wie industriell hergestellte Mikrostrukturen angelegt werden können, um eine für die menschliche Wahrnehmung reizvolle Komplexität und Variation zu schaffen. Mit einem modifizierten Tonschneider wurde das für Klinker übliche Verfahren des Strangenpressens simuliert und mit gezielten Eingriffen die Materialisierung experimentell und vielschichtig verfeinert.
Mentor:innen: Isabel Rosa Müggler Zumstein, Jan Eckert
Marie Schumann, MA Design 2017: SOFTSPACE
Textile Raumprojekte
SOFTSPACE beschäftigt sich mit dem räumlichen und atmosphärischen Einsatz von Textilien in der Architektur. Das Projekt vermittelt und kommuniziert zwischen Mensch und Raum. Die textilen Objekte können atmosphärisch Einfluss auf den Raum nehmen, die Konstruktionen erlauben einen interaktiven Einsatz der Objekte im Raum, sodass Textil objekthaft bisherige Applikationen erweitert. Es werden damit neue Möglichkeiten zur Nutzung und Anwendung von Textil in der Architektur skizziert.
Mentor:innen: Isabel Rosa Müggler Zumstein, Jan Eckert