Wie kann Gestaltung im Zeitalter multipler Krisen zu einer regenerativen Kraft werden? Gesellschaftlicher Wandel erfordert neue Kulturen des Miteinanders, des Zuhörens und der Selbstwahrnehmung – sowie daraus entstehende Wege und Lösungen.
In ihrem praxisbasierten PhD-Projekt erforscht Isabelle Dechamps, inwiefern Achtsamkeitspraxis Co-Creation-Prozesse unterstützen kann, die zu mehr Verbundenheit, Verantwortung und ökologisch-sozialer Resilienz führen. Im Rahmen ihrer transkulturellen Feldforschung arbeitet sie mit autoethnografischen und immersiven Ansätzen in Gemeinschaften wie Auroville (Indien), Plum Village (Frankreich) und Sieben Linden (Deutschland). Dort untersucht sie gelebte Achtsamkeitspraxis und Formen gemeinschaftlicher Gestaltung.
Die Erkenntnisse dieser Forschung fliessen wiederum in Experimente der Designlehre ein, die auf Participatory Action Research (PAR) basieren – mit dem Ziel, Achtsamkeitspraxis und Co-Design als feste Bestandteile gestalterischer Bildung zu verankern. Entstehen sollen ein Framework und ein Toolset für Lernformate, die ein bewusstes, gemeinsames Gestalten von Transformationsprozessen ermöglichen.