Dieses Fokusthema richtet den Blick auf die Bedingungen, unter denen Gesundheit erhalten, gestärkt oder wiedergewonnen werden kann. Im Zentrum stehen Gesundheitsförderung, Prävention und Gesundheitskompetenz – nicht als Belehrung, sondern als gemeinsame Aufgabe von Menschen, Organisationen und Politik. Wer Gesundheit fördern will, muss Wissen, Motivation und Handlungskompetenz ebenso ernst nehmen wie Lebenswelten, Wohnumfelder, soziale Lagen, Arbeitsbedingungen, Mobilität, Bildung und digitale Zugänge.
Gesundheitskompetenz ist mehr als Information, Kommunikation und Bildung. Sie entscheidet darüber, ob Menschen gesundheitsbezogene Informationen finden, verstehen, kritisch beurteilen und im Alltag anwenden können. Insbesondere für nicht übertragbare und chronische Krankheiten, psychische Gesundheit und soziale Ungleichheit ist dies zentral. Zugleich zeigt die Forschung, dass Interventionen erfolgreicher sind, wenn sie nicht nur individuelles Verhalten adressieren, sondern auch die Verhältnisse verändern: Betriebe, Schulen, Quartiere, Gesundheitsorganisationen und digitale Räume.
Das IDN Gesundheit kann hier einen Beitrag leisten, da es Public-Health-Ansätze mit Design, Technologie, Arbeits-, Organisations- und Führungsforschung sowie mit Sozialer Arbeit, Musik, Informatik und Ökonomie verbindet.
Forschung in diesem Fokusthema entwickelt, erprobt und evaluiert Ansätze und Interventionen, die Menschen und Organisationen befähigen, gesundheitsbewusste und gesundheitsförderliche Entscheidungen zu treffen. Besonders relevant sind Projekte zu betrieblichem Gesundheitsmanagement, psychischer Gesundheit, Gesundheitskompetenz (Health Literacy), Bewegung, Ernährung, sozialer Teilhabe, Gewalt- und Suchtprävention, gesundheitsförderlichen Lebensräumen und gesundheitlicher Chancengerechtigkeit.
Eine Übersicht mit Projekten zu diesem Fokusthema finden Sie hier.