2024 trafen mit den Hurricanes «Helene» und «Milton» innerhalb kurzer Zeit gleich zwei starke Wirbelstürme die Küste Floridas und hinterliessen eine gewaltige Spur der Zerstörung. Aktuelle Untersuchungen zeigen, wie der Klimawandel zur Entstehung und Intensität von Hurricanes beiträgt. Tropische Wirbelstürme entstehen über warmem Meerwasser von mindestens 26 Grad Celsius. Das Wasser verdampft, steigt auf, kühlt erneut ab, kondensiert und setzt dabei Wärme frei, die den Sturm wiederum verstärkt. Die zunehmende Erderwärmung verstärkt Hurricanes doppelt: Einerseits kann wärmere Luft mehr Wasserdampf aufnehmen, andererseits begünstigen wärmere Wassertemperaturen deren Entstehung und verlängern die Hurricane-Season.
Basierend auf verschiedenen Datensätzen visualisiert das Projekt den Einfluss der Ozeanerwärmung auf die zunehmende Intensität von Hurricanes. Die begehbare, immersive Boden-Wand-Projektion übersetzt Klimadaten in eine körperlich erfahrbare Form und macht die Kraft dieser Naturphännomene räumlich erlebbar. Über einen iPad wählen Besucher:innen einen Zeitraum zwischen 1982 und 2022 aus und bewegen sich innerhalb der visualisierten Daten im Raum: Die Bodenprojekten zeigt die Wassertemperatur im Golf von Mexiko sowie die Zugbahnen der Hurricanes. Parallel dazu visualisiert die Wandprojektion die vorherrschenden Windgeschwindikgkeiten mittels einer Partikelanimation und verknüpft so Datenanalyse mit räumlicher Erfahrung.
Das Projekt ist Gewinner des Gold Award des Swiss Viz Award 2026 (Kategorie: Studierende).