Offene Bildungsressourcen (OER) sind weithin dafür bekannt, dass sie den Zugang zu Bildung verbessern und den Wissensaustausch ermöglichen.
In diesem Vortrag werden drei wichtige Aspekte von OER untersucht, die für interuniversitäre Zusammenarbeit von zentraler Bedeutung sind. Erstens ermöglichen OER die rechtssichere Nutzung von Bildungsressourcen über nationale Grenzen hinweg und beseitigen Unsicherheiten hinsichtlich des Urheberrechts, insbesondere bei Übersetzungen und Adaptionen. Dies gewährleistet die Einhaltung unterschiedlicher rechtlicher Rahmenbedingungen und fördert gleichzeitig die Zusammenarbeit. Zweitens unterstützen OER die Nachhaltigkeit, indem sie sicherstellen, dass Investitionen in Bildungsmaterialien nicht durch restriktive Nutzungsrechte eingeschränkt werden. Dies ist besonders wichtig bei Kooperationen, in denen gemeinsame Ressourcen von zentraler Bedeutung für die Förderung einer langfristigen Zusammenarbeit und die Ausrichtung auf Nachhaltigkeitsziele sind.
Schliesslich tragen OER zur digitalen Souveränität bei, indem sie Institutionen und Pädagog:innen in die Lage versetzen, Ressourcen zu erstellen, anzupassen und zu teilen, ohne auf proprietäre Plattformen oder Lizenzen angewiesen zu sein. Dies deckt sich mit dem übergeordneten strategischen Ziel europäischer Hochschulen, die Autonomie und Widerstandsfähigkeit ihrer digitalen Ökosysteme zu fördern. Der Vortrag zielt also darauf ab die strategische Bedeutung von OER für die Förderung von Zusammenarbeit, Nachhaltigkeit und Souveränität innerhalb europäischer Hochschulen zu verdeutlichen und auch zu erweitern.
Veranstaltungsdetails:
Wann: Montag, 02. März von 12:15 - 13:00 Uhr
Leitung: Martin Ebner, Priv.-Doz. Dipl.-Ing. Dr. techn., TU Graz