Der Bachelor Gebäudetechnik | Energie qualifiziert für Tätigkeiten in unterschiedlichen Bereichen der Bau- und Energiebranche. Je nach Arbeitgeber und Projekt arbeiten Absolventinnen und Absolventen an Neubauten, Sanierungen, Energieversorgungssystemen oder intelligenten Gebäudetechniklösungen.
Typische Arbeitgeber sind:
• Planungsunternehmen
• Installationsunternehmen
• Generalplanungsfirmen
• Komponenten- und Systemanbieter
• Ver- und Entsorgungstechnikfirmen
• institutionelle Bauherrschaften
• Behörden und öffentliche Verwaltungen
Berufseinstieg in Planung und Projektierung
In den ersten Berufsjahren sind Absolvierende hauptsächlich in der Planung und Projektierung von Gebäudetechnikanlagen tätig und führen die notwendigen Berechnungen, Dimensionierungen, Ausschreibungen und Baubegleitungen durch. Je nach gewählter Fachrichtung erfolgt der Einsatz entsprechend dem Schwerpunkt in der Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Sanitärtechnik resp. im Bereich Elektroengineering.
Blerona Sakiri, Alumna 2026
«Das Studium mit der Studienrichtung Heizung, Lüftung, Klima und Sanitär hat mir gezeigt, wie ich gebäudetechnische Systeme ganzheitlich denken, berechnen und planen kann – von der Heizung über die Lüftung bis hin zu Sanitär und Kälte. Besonders wertvoll war für mich, die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Gewerken zu erkennen und Lösungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu entwickeln.
Besonders gut gefallen haben mir die interdisziplinären Projekte, bei denen wir eng mit Studierenden aus anderen Fachrichtungen – zum Beispiel Architektur – zusammengearbeitet haben. So konnte ich verstehen, wie andere Disziplinen denken und arbeiten, was im späteren Berufsalltag sehr wertvoll ist, da man dort genau mit diesen Fachleuten zusammenarbeitet. Ebenfalls sehr geschätzt habe ich Projekte, in denen wir das erlernte Wissen direkt praktisch anwenden konnten – das hat die Theorie für mich erst richtig greifbar gemacht.
Nach dem Abschluss werde ich als Projektleiterin in die Praxis einsteigen. Ich freue mich darauf, das Wissen aus dem Studium im Berufsalltag einzusetzen und mich dabei sowohl fachlich als auch persönlich weiterzuentwickeln.»
Philipp Rickenbach, Alumni 2026
«Während meines Studiums in der Vertiefungsrichtung HLKS habe ich sehr viele unterschiedliche Dinge gelernt. Einerseits konnte ich mein theoretisches Fachwissen deutlich erweitern, andererseits habe ich mich auch persönlich stark weiterentwickelt. Da ich ursprünglich die Lehre als Gebäudetechnikplaner in der Fachrichtung Lüftung absolviert habe, war mein Wissen zu Beginn vor allem auf die Lüftung beschränkt. Während der Lehre lag der Fokus hauptsächlich auf Lüftungsanlagen, deren Planung und Umsetzung. Genau deshalb war es für mich besonders spannend, im Studium auch die Bereiche Heizung und Sanitär besser kennenzulernen.
Das Studium an der Hochschule Luzern eignet sich meiner Meinung nach sehr gut dafür, weil man dort einen breiteren Einblick in alle Gewerke der Gebäudetechnik erhält. Ich fand es persönlich sehr wertvoll, nicht nur mein bestehendes Wissen im Bereich Lüftung zu vertiefen, sondern auch die Zusammenhänge zwischen Heizung, Lüftung, Klima und Sanitär besser zu verstehen. Besonders wichtig war für mich die Erkenntnis, dass diese Gewerke gut zusammenarbeiten müssen. Nur so kann ein Projekt erfolgreich realisiert werden.
Neben dem fachlichen Wissen habe ich auch gelernt, wissenschaftlich zu arbeiten. Dazu gehört zum Beispiel, Informationen gezielt zu recherchieren, Quellen kritisch zu hinterfragen, technische Zusammenhänge verständlich zu erklären und Arbeiten sauber zu strukturieren. Zudem habe ich während des Studiums gelernt, mit Stress, Zeitdruck und mehreren parallelen Aufgaben besser umzugehen. Gerade in intensiven Phasen mit Abgaben, Prüfungen und Gruppenarbeiten war gutes Zeitmanagement sehr wichtig.
Auch ausserhalb des eigentlichen Studiums konnte ich viel lernen. Durch mein Engagement in unserem Gebäudetechnik Studentenverein (HLKS und GEE) habe ich beispielsweise einen Einblick in die finanzielle Verantwortung von unserem Studentenverein erhalten. Ich lernte, wie man mit Geld umgeht, Budgets plant und darauf achtet, dass die Finanzen stimmen. Insgesamt hat mir das Studium also nicht nur fachlich, sondern auch persönlich sehr viel gebracht.
Besonders gut gefallen haben mir die Labormodule, in denen ich unter Anleitung selbstständig wissenschaftlich arbeiten und einer wissenschaftlichen Frage nachgehen konnte. Auch die interdisziplinären Projektmodule mit den Fachbereichen Architektur und Bauingenieurwesen fand ich sehr lehrreich. Zudem habe ich den starken Zusammenhalt unter den Studierenden der Gebäudetechnik, auch semesterübergreifend, sehr geschätzt. Wenn man offen auf andere zugeht, entstehen wertvolle Kontakte, die einem später in der Berufswelt Tür und Tor öffnen können.»
Alain Bangerter, Projektleiter bei Amstein + Walthert AG
«Nach meiner Lehre als Elektromonteur habe ich längere Zeit als Elektroplaner in einem Ingenieurbüro gearbeitet. Nach meiner berufsbegleitenden Weiterbildung zum Techniker HF Telekommunikation habe ich mich für ein Bachelor-Studium Gebäudetechnik mit Vertiefung in Gebäude-Elektroengineering entschieden. Ich wollte mich sowohl fachspezifisch wie auch in den Grundlagen noch weiterentwickeln. Ein zusätzlicher Grund für die Wahl meines Studiums war es, eine höhere Chance zu generieren, um einmal im Ausland arbeiten zu können.»
Roger Hauswirth, Gesamtprojektleiter HLK und Sanitär bei Cofely AG
«Die Hochschule Luzern ist die einzige Fachhochschule, die ein Gebäudetechnik-Studium in dieser Art anbietet. Dies ist grundsätzlich ein Vorteil für den Studierenden, da das Wissen an einer Schule gebündelt wird. Ich konnte während dem Studium am Studierendenprojekt Solar Decathlon teilnehmen. Diese intensive Erfahrung bei der Projektierung und dem Bau eines energieeffizienten Hauses für die Teilnahme an einem internationalen Hochschulwettbewerb hat mir für die Zukunft enorm viel gebracht: Fachlich, koordinatorisch, kommunikativ und emotional. Die Interdisziplinarität ermöglicht nicht nur eine Zusammenarbeit mit Personen aus anderen Studiengängen, sondern auch das Verständnis und die Fähigkeit, wie man mit ‹unterschiedlichen Sprachen› umzugehen hat. Dies ist gerade in der Gebäudetechnik ein wichtiger Faktor.»