In Diskussionen über analoge Found-Footage-Arbeiten werden die für deren Entstehung und Vorführung erforderlichen Filmapparate, wenn überhaupt, nur am Rande thematisiert. Ziel dieses Dissertationsprojekts ist es, Strategien zu entwickeln, um auch die «gefundenen Apparate» aktiv in künstlerische und Forschungsprozesse sowie theoretische Analysen einzubeziehen. Die Forschung basiert auf einem praxisorientierten Ansatz. Historische Filmausrüstung wird zusammen mit dem Filmmaterial gesammelt und untersucht, und beides wird in den künstlerischen Prozess einbezogen. Dabei wird analysiert, wie sich die Ausrüstung und das Filmmaterial gegenseitig beeinflussen. Theoretisch ist das Projekt in der (experimentellen) Medienarchäologie verortet, die sowohl die Bedeutung technischer Apparate analysiert als auch einen praktischen, experimentellen Ansatz verfolgt, bei dem die Forschenden selbst zu Experimentierenden werden. Die Ergebnisse fliessen in audiovisuelle Installationen ein, die narrative Aspekte, die materiellen Eigenschaften des Films und die Filmapparate berücksichtigen.