Vertreter:innen aus Raumplanung, Gemeinden, Kantonen, Immobilienwirtschaft und Forschung diskutierten gemeinsam, wie die Transformation des Wohnens gelingen kann – unter engen räumlichen, ökologischen und sozialen Rahmenbedingungen.
Die Tagung beleuchtete zentrale Faktoren, die den Wohnungsmarkt heute prägen: steigende Nachfrage, beschränkte Baulandreserven, hohe Regulierungsdichte sowie veränderte Lebensstile und Haushaltsformen. Im Mittelpunkt standen praxisnahe Lösungswege, wie Gemeinden und Kantone neue Wohnraumangebote ermöglichen, bestehende Siedlungen weiterentwickeln und planerische Instrumente gezielt einsetzen können, um Wohnraum zu sichern und Wohnqualität zu erhalten.
Mit Fachinputs, Praxisbeispielen und themenspezifischen Workshops schaffte die Veranstaltung einen Raum für den Austausch zwischen Entscheidungsträger:innen und Expert:innen – und zeigte auf, wie kooperative Planung sowie ein gemeinsames Verständnis der Herausforderungen zu wirksamen Handlungsmöglichkeiten führen können.
Workshop
Im Rahmen der Tagung leitete das Projektteam die Gruppendiskussion zum Thema «Der Beitrag von Kleinwohnformen zur Innenentwicklung und zur möglichen Entschärfung der Wohnungsknappheit».
Der Workshop setzte sich mit der Frage auseinander, inwiefern Wohnmodelle wie Clusterwohnungen, Microapartments oder Tiny Houses einen nachhaltigen Beitrag zur gesetzlichen Verdichtung und zur Bereitstellung von dringend benötigtem Wohnraum leisten können.
Gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutierten wir:
- welche räumlichen, sozialen und ökologischen Potenziale Kleinwohnformen bieten,
- wie Gemeinden geeignete Standorte identifizieren und Nachfrage einschätzen können,
- welche baurechtlichen Rahmenbedingungen entscheidend sind,
- und wie Kantone eine unterstützende Rolle übernehmen können – etwa durch Beratung, Regelwerksanpassungen oder kooperative Entwicklungsprozesse.
Ziel der Gruppendiskussion war es, konkrete Schnittstellen zwischen Raumplanung, Gemeindepraxis und Wohnraumentwicklung sichtbar zu machen und herauszuarbeiten, wie Kleinwohnformen als Teil einer diversifizierten Wohnstrategie wirken können.