Rumänischer Kurort Covasna wird zur Herzenssache
Die Studierenden der Höheren Fachschule für Tourismus Luzern (HFT) haben in Draculas Heimat Transsilvanien erneut Spuren hinterlassen. Covasna verfügt seit März über einen Vita-Parcours, neue Wanderwege, neue Websites und ab Sommer vielleicht schon über eine eigene Tourismusorganisation mit viel Biss.
Herz- und Kreislaufpatienten strömen aus ganz Rumänien nach Covasna, um sich weitgehend auf Staatskosten behandeln zu lassen. Covasna verfügt über 1000 Heil- und Mineralwasserquellen und einzigartige Mofetten, die aufgrund ihrer Gasbildung gefässerweiternd wirken. Doch die 12.000 Einwohner zählende Kleinstadt in Draculas Heimat Siebenbürgen steht unter grossem Druck. Fallen im EU-Land Rumänien diese staatlichen Subventionen demnächst weg, bleiben die Hotelbetten leer. Ein professioneller Umbau zu einem privatwirtschaftlichen Gesundheitstourismus ist gefragt, um diese europäische Einzigartigkeit auch international zu vermarkten.
Mit zwölf konkreten Projekten machten 70 Studierende und Dozenten der HFT Luzern und zehn rumänische Studierende während einer Woche Ende Februar/Anfang März buchstäblich Nägel mit Köpfen und präsentieren diese vor über 100 Personen. Auf Einladung der Steuergruppe Covasna, welche aus einer Bürgerbewegung hervorgegangen war, erstellten die Studierenden je eine Website für das Hotel Hefaistos und die Pension Casa din Parc. Die Studierenden kreierten und markierten einen Wood Trail und einen Trail of heART, eine Nordic Walking Route und bauten einen Vita-Parcour mit acht Stationen direkt vor dem Spital von Covasna, der grössten Kardiologie Rumäniens. Das Konzept für einen neuen regionalen Sportanlass, den «Bären-Cup», wartet nur noch auf die Umsetzung, ebenso die Vorschläge aufgrund einer Gäste- und Expertenbefragung im Hotel Dacia, Marketingstrategien für ein im Rohbau stehendes Kongresshotel und Kommunikationsmassnahmen für das neue Vier-Sterne-Hotel Clermont. Noch vor den Kommunalwahlen will die Steuergruppe im Mai das erarbeitete Konzept für eine Tourismusorganisation beim Stadtrat von Covasna einreichen. Sehr zur Freude von Dr. Marta Tatar, welche als Chefärztin der Kardiologie und als Abgeordnete eine der grossen treibenden Kräfte in Covasna darstellt.
Viele Jugendliche im mehrheitlich ungarisch sprachigen Covasna verlassen nach der Schule die kleine Stadt. Die Tourismusprojekte der HFT-Studierenden sollen daher vor allem der Jugend von Covasna Mut machen und eine Perspektive bieten. Deshalb engagierte sich die HFT Luzern nach 2007 auch dieses Jahr wieder eine Woche lang vor Ort und will weiterhin am Ball bleiben. Unterstützt wird die HFT von Matti Straub-Fischer von Changels in Bern, der seit 2000 die Steuergruppe coacht und berät.
Das Intensivseminar in Covasna wurde gerade auch durch die Mitarbeit der rumänischen Studierenden zu einem intensiven Lernprozess mit interkulturellen Erfahrungen im so nahen Osteuropa. Die Unterschiede einer pulsierenden Grossstadt Bukarest mit der grössten Casinodichte Europas und der Armut im ländlichen Siebenbürgen bewegten die Studierenden. In Brasov (Kronstadt) spürten die Studierenden den Hauch von 1000 Jahren europäischer Geschichte, auf dem Draculaschloss Bran die Zurückhaltung der Rumänen im Umgang mit dieser weltbekannten Legende. Und: Stadt und Kreis Covasna sind für die HFT Luzern mittlerweile zu einer echten Herzensangelegenheit geworden. Das von HFT-Studierenden 2007 kreierte Herz-Logo wurde vom Kreis Covasna übernommen und schlägt seither für die regionale Tourismuswirtschaft. Den berühmtesten Rumänen wird’s freuen: Graf Dracula. (vazy)
Bildergalerie
Pressemitteilung
Artikel in der "Allgemeine deutsche Zeitung für Rumänien" vom 21. März 2008
Artikel in der "Karpaten Rundschau" vom 1. Mai 2008
www.kovaszna.ro
Herz- und Kreislaufpatienten strömen aus ganz Rumänien nach Covasna, um sich weitgehend auf Staatskosten behandeln zu lassen. Covasna verfügt über 1000 Heil- und Mineralwasserquellen und einzigartige Mofetten, die aufgrund ihrer Gasbildung gefässerweiternd wirken. Doch die 12.000 Einwohner zählende Kleinstadt in Draculas Heimat Siebenbürgen steht unter grossem Druck. Fallen im EU-Land Rumänien diese staatlichen Subventionen demnächst weg, bleiben die Hotelbetten leer. Ein professioneller Umbau zu einem privatwirtschaftlichen Gesundheitstourismus ist gefragt, um diese europäische Einzigartigkeit auch international zu vermarkten.
Mit zwölf konkreten Projekten machten 70 Studierende und Dozenten der HFT Luzern und zehn rumänische Studierende während einer Woche Ende Februar/Anfang März buchstäblich Nägel mit Köpfen und präsentieren diese vor über 100 Personen. Auf Einladung der Steuergruppe Covasna, welche aus einer Bürgerbewegung hervorgegangen war, erstellten die Studierenden je eine Website für das Hotel Hefaistos und die Pension Casa din Parc. Die Studierenden kreierten und markierten einen Wood Trail und einen Trail of heART, eine Nordic Walking Route und bauten einen Vita-Parcour mit acht Stationen direkt vor dem Spital von Covasna, der grössten Kardiologie Rumäniens. Das Konzept für einen neuen regionalen Sportanlass, den «Bären-Cup», wartet nur noch auf die Umsetzung, ebenso die Vorschläge aufgrund einer Gäste- und Expertenbefragung im Hotel Dacia, Marketingstrategien für ein im Rohbau stehendes Kongresshotel und Kommunikationsmassnahmen für das neue Vier-Sterne-Hotel Clermont. Noch vor den Kommunalwahlen will die Steuergruppe im Mai das erarbeitete Konzept für eine Tourismusorganisation beim Stadtrat von Covasna einreichen. Sehr zur Freude von Dr. Marta Tatar, welche als Chefärztin der Kardiologie und als Abgeordnete eine der grossen treibenden Kräfte in Covasna darstellt.
Viele Jugendliche im mehrheitlich ungarisch sprachigen Covasna verlassen nach der Schule die kleine Stadt. Die Tourismusprojekte der HFT-Studierenden sollen daher vor allem der Jugend von Covasna Mut machen und eine Perspektive bieten. Deshalb engagierte sich die HFT Luzern nach 2007 auch dieses Jahr wieder eine Woche lang vor Ort und will weiterhin am Ball bleiben. Unterstützt wird die HFT von Matti Straub-Fischer von Changels in Bern, der seit 2000 die Steuergruppe coacht und berät.
Das Intensivseminar in Covasna wurde gerade auch durch die Mitarbeit der rumänischen Studierenden zu einem intensiven Lernprozess mit interkulturellen Erfahrungen im so nahen Osteuropa. Die Unterschiede einer pulsierenden Grossstadt Bukarest mit der grössten Casinodichte Europas und der Armut im ländlichen Siebenbürgen bewegten die Studierenden. In Brasov (Kronstadt) spürten die Studierenden den Hauch von 1000 Jahren europäischer Geschichte, auf dem Draculaschloss Bran die Zurückhaltung der Rumänen im Umgang mit dieser weltbekannten Legende. Und: Stadt und Kreis Covasna sind für die HFT Luzern mittlerweile zu einer echten Herzensangelegenheit geworden. Das von HFT-Studierenden 2007 kreierte Herz-Logo wurde vom Kreis Covasna übernommen und schlägt seither für die regionale Tourismuswirtschaft. Den berühmtesten Rumänen wird’s freuen: Graf Dracula. (vazy)
Bildergalerie
Pressemitteilung
Artikel in der "Allgemeine deutsche Zeitung für Rumänien" vom 21. März 2008
Artikel in der "Karpaten Rundschau" vom 1. Mai 2008
www.kovaszna.ro

